Chapter

Kapitel 7. Verwaltungs- und Geschäftsführung des IWF

Author(s):
International Monetary Fund
Published Date:
November 2005
Share
  • ShareShare
Show Summary Details

Der IWF ist gegenüber den Regierungen seiner Mitgliedsländer zur Rechenschaft verpflichtet. Diese berufen den Gouverneursrat und ernennen oder wählen die Direktoren für das Exekutivdirektorium.

Der Gouverneursrat ist das höchste Entscheidungsgremium des IWF. Er setzt sich zusammen aus je einem Gouverneur und einem stellvertretenden Gouverneur der 184 Mitgliedsländer des IWF. Der Gouverneur ist in der Regel der Finanzminister oder der Präsident der Notenbank. Alle Gouverneure kommen einmal im Jahr anlässlich der Jahrestagung von IWF und Weltbank zusammen.

Darüber hinaus gibt es zwei Gouverneursausschüsse, die die gesamte Mitgliedschaft vertreten. Der Internationale Währungs- und Finanzausschuss (IMFC) ist ein beratendes Organ. Er setzt sich aus 24 Gouverneuren des IWF (oder ihren Stellvertretern) zusammen, die die gleichen Länder oder Stimmgruppen (Ländergruppen) vertreten wie die 24 Exekutivdirektoren, die das Exekutivdirektorium bilden. Der IMFC tritt in der Regel zweimal im Jahr zusammen; im März/April und zur Zeit der Jahrestagung im September/Oktober. Seine Aufgaben bestehen darin, dem Exekutivdirektorium Anleitung zu geben und den Gouverneursrat über Fragen im Hinblick auf die Steuerung des internationalen Währungssystems zu beraten und ihm Bericht zu erstatten. Der derzeitige Vorsitzende des IMFC ist Gordon Brown, der Schatzkanzler des Vereinigten Königreichs. Der Entwicklungsausschuss (der formale Titel lautet: Gemeinsamer Ministerausschuss der Gouverneursräte von Weltbank und IWF für den Transfer realer Ressourcen an Entwicklungsländer) ist ein gemeinsames Organ von Weltbank und IWF. Er setzt sich aus 24 Gouverneuren der Weltbank und des IWF bzw. ihren Stellvertretern zusammen. Der Ausschuss dient als ein Forum, das dazu beiträgt, einen länderübergreifenden Konsens über Entwicklungsfragen, einschließlich der für die Förderung der wirtschaftlichen Entwicklung in Entwicklungsländern erforderlichen Finanzmittel, zu erzielen. Der Entwicklungsausschuss tagt in der Regel zweimal im Jahr nach der Sitzung des IMFC. Beide Ausschüsse berichten normalerweise über ihre Treffen in Kommuniqués, die auf der Webseite des IWF veröffentlicht werden (siehe Anhang IV).

Das Exekutivdirektorium führt die Tagesgeschäfte des IWF an seinem Sitz in Washington, D.C. Seine Arbeit wird durch den IMFC gelenkt und durch den Mitarbeiterstab des IWF unterstützt. Der Geschäftsführende Direktor ist der Vorsitzende des Exekutivdirektoriums und Chef des IWF-Mitarbeiterstabs. Er wird vom Ersten Stellvertretenden Geschäftsführenden Direktor und zwei weiteren Stellvertretenden Direktoren unterstützt. Das Exekutivdirektorium, das aus 24 Direktoren besteht, spielt eine zentrale Rolle bei der Formulierung der Geschäftspolitik und in den Entscheidungsprozessen des IWF. Es übt alle Entscheidungsbefugnisse zur Führung der Geschäfte der Institution aus, mit Ausnahme der Befugnisse, die das Übereinkommen für den Gouverneursrat oder den Geschäftsführenden Direktor vorbehalten hat. Das Direktorium amtiert ständig, d.h. so häufig wie die aktuellen Aufgaben es erfordern, in der Regel an drei vollen Tagen pro Woche. Im Kalenderjahr 2004 belief sich die gesamte Sitzungszeit des Direktoriums auf etwa 500 Stunden. Das Direktorium kam zu 265 formellen Sitzungen (einschließlich der Sitzungen, in denen Entscheidungen getroffen wurden), zu neun informellen Seminaren und zu 91 anderen informellen Treffen, einschließlich der Ausschusssitzungen, zusammen. Das Direktorium widmete 55 Prozent seiner Zeit Angelegenheiten der Mitgliedsländer (hauptsächlich Artikel-IV-Konsultationen sowie Überprüfungen und Genehmigungen von IWF-Kreditvereinbarungen). Von seiner Sitzungszeit entfielen 22 Prozent auf die globale und regionale Überwachung sowie auf allgemeine wirtschaftspolitische Themen (wie die weltwirtschaftlichen Aussichten, die Stabilität des globalen Finanzsystems, die Finanzausstattung des IWF, die Stärkung des internationalen Finanzsystems, die Verschuldungslage, einkommensschwache Länder sowie Fragen in Bezug auf die Kreditfazilitäten des IWF und die Programmgestaltung). Die verbleibende Zeit wurde für Ausschüsse, Verwaltungsfragen und andere Themen genutzt.

Die Stimmrechte jedes Mitgliedslandes im Fonds werden durch seine Quote (die in etwa die relative ökonomische Größe eines Landes widerspiegelt und nach deren Maßgabe das jeweils mögliche Kreditvolumen bestimmt wird) und durch die Basisstimmen festgelegt, die allen Mitgliedsländern gleichmäßig zugeteilt sind (für weitergehende Informationen zu den Quoten siehe www/imf.org/external/np/exr/facts/quotas/htm). Nach dem IWF-Übereinkommen werden in Zeiträumen von nicht mehr als fünf Jahren allgemeine Quotenüberprüfungen durchgeführt. Der Fonds arbeitet derzeit an der Dreizehnten Allgemeinen Quotenüberprüfung, die bis Januar 2008 abgeschlossen sein muss. Das Exekutivdirektorium diskutierte in diesem Zusammenhang mehrfach über Fragen der Quotenaufteilung, der Stimmrechte und der Vertretung im Fonds (siehe Kasten 7.1).

Kasten 7.1Stand der Diskussion im IWF über Quoten, Mitsprache und Vertretung

Der Gouverneursrat des IWF verabschiedete am 30. Januar 2003 eine Resolution, mit der die Zwölfte Allgemeine Quotenüberprüfung ohne einen Vorschlag zur Quotenerhöhung abgeschlossen wurde. In der Resolution wurde auch auf die Absicht des Exekutivdirektoriums hingewiesen, während der Dreizehnten Allgemeinen Quotenüberprüfung “die Angemessenheit der IWF-Ressourcen sorgfältig zu prüfen und zu bewerten, Maßnahmen zu erwägen, um eine Quotenverteilung zu erreichen, die die Entwicklungen in der Weltwirtschaft wider-spiegelt, und Schritte zur Stärkung der Führungs- und Kontrollmechanismen des IWF in Betracht zu ziehen”. Nach dem IWF-Übereinkommen sind allgemeine Quotenüberprüfungen in Zeiträumen von nicht mehr als fünf Jahren durchzuführen. Die Dreizehnte Überprüfung muss daher bis Januar 2008 abgeschlossen sein.

Das Exekutivdirektorium erörterte am 31. Juli 2003 Fragen zur Quotenverteilung – einschließlich Quotenformeln – und zu den Stimmrechten. Die meisten Direktoren sahen erhebliche Vorteile in einer Paketlösung, die Elemente enthält, von der die Mitgliedschaft als Ganzes profitieren würde. Ein solches Paket würde folgende Punkte enthalten: eine allgemeine Quotenerhöhung mit einem relativ großen selektiven Element, das nach Maßgabe einer neuen Quotenformel verteilt würde, Ad-hoc-Erhöhungen für Länder, deren Quoten deutlich von ihrer relativen Position in der Weltwirtschaft abweichen, und eine Anhebung der Basisstimmen, die speziell dazu dienen soll, die Erosion der Stimmrechte der kleinsten Mitgliedsländer zu korrigieren.1 Angesichts der Liquiditätslage des IWF und der regelmäßigen Überprüfung der Angemessenheit der Ressourcen des IWF sahen die meisten Exekutivdirektoren keine Notwendigkeit für eine Quotenerhöhung. Im August 2004 wurden dem Direktorium überarbeitete Beispielsrechnungen für die Quote vorgelegt.

Das Exekutivdirektorium hat in den vergangenen Jahren eine Reihe von Maßnahmen ergriffen, um die administrativen und technischen Kapazitäten der Exekutivdirektoren aus Entwicklungs- und Transformationsländern zu erhöhen, damit diese umfassend und effektiv an den Entscheidungsprozessen des IWF teilnehmen können. Das Exekutivdirektorium genehmigte im April 2003 drei zusätzliche Mitarbeiterstellen für die Exekutivdirektoren aus afrikanischen Ländern südlich der Sahara, die die größten Ländergruppen bilden.

Die Exekutivdirektoren haben außerdem ihre Arbeit in einigen anderen Bereichen fortgesetzt, die darauf zielen, die Kapazitäten in den Büros der Exekutivdirektoren, insbesondere derjenigen aus Entwicklungs- und Transformationsländern, zu erhöhen. Zu diesen vor kurzem eingeleiteten und noch laufenden Initiativen gehört eine Vereinbarung über folgende Elemente: Es sind auf freiwilliger Basis informelle Leitlinien zur Qualifikation und zu den Aufgaben der Mitarbeiter in den Büros der Exekutivdirektoren zu erstellen; neuen Mitarbeitern in den Büros der Exekutivdirektoren ist regelmäßig eine Weiterbildung anzubieten; es ist zu prüfen, wie eine enge und effektive Kommunikation mit den Behörden in den Hauptstädten durch neue Technologien erleichtert werden kann, und die Anstrengungen, die darauf abzielen, neuen Direktoriumsmitgliedern und deren Mitarbeitern zeitnahe und umfassende Informationen über die Verfahren im Direktorium und die Geschäftspolitik des Fonds zukommen zu lassen, sind zu verstärken.

Dem IMFC wurde in seiner Sitzung am 2. Oktober 2004 ein Fortschrittsbericht des Exekutivdirektoriums über Quoten, Mitsprache und Vertretung2 vorgelegt. Als Reaktion auf diesen Bericht forderte der IMFC das Direktorium auf, Fragen bezüglich Quoten, Mitsprache und Vertretung weiter zu prüfen, und er wies in Übereinstimmung mit dem Direktorium darauf hin, dass Fortschritte einen breiten Konsens der Anteilseigner erfordern. Der Ausschuss empfahl außerdem den Abschluss der Ratifizierung der Vierten Änderung (siehe IMFC-Kommuniqué vom 2. Oktober 2004).

1 Eine Anhebung der Basisstimmen würde eine Änderung des IWF-Übereinkommens erfordern.2 Verfügbar unter www.imf.org/external/np/fin/2004/eng/092204.htm.

Der Fonds ist verpflichtet, höchsten Standards der Geschäftsführung und Kontrolle zu genügen und einige wichtige Initiativen wurden in dieser Hinsicht eingeleitet. Die Reform des internen Budgetierungsverfahrens des Fonds wurde fortgesetzt mit dem Ziel, ein mittelfristiges, ergebnisorientiertes Budgetsystem einzurichten. (Weitere Einzelheiten finden sich im Abschnitt “Verwaltungs- und Kapitalhaushalt” sowie im Überblick.) Der Fonds begann im Geschäftsjahr 2005 eine umfassende Überprüfung der Beschäftigungsbedingungen, Gehälter und Zusatzleistungen. Dabei wurden auch externe Sachverständige zu Rate gezogen. Der Fonds führte außerdem eine Überprüfung des Programms der Vor-Ort-Vertretungen durch.

Verwaltungs- und Kapitalhaushalt

Der Verwaltungshaushalt des IWF, der den Zeitraum zwischen dem 1. Mai und dem 30. April abdeckt, stellt Mittel für Personalkosten, Reisen und andere wiederkehrende Ausgaben zur Verfügung. Er wird vom Exekutivdirektorium sowohl auf Brutto- als auch auf Nettobasis genehmigt. Der Bruttohaushalt schließt Ausgaben ein, die durch Erstattungen, vor allem aus Beiträgen externer Geber zum Kapazitätsaufbau (technische Hilfe sowie Aus- und Weiterbildung von Bediensteten der Mitgliedsländer) finanziert werden. Der Nettohaushalt erfasst nur die Ausgaben, die durch das Nettoeinkommen aus der Geschäftstätigkeit des IWF finanziert werden. Das Exekutivdirektorium setzt Obergrenzen für die Brutto- und Nettoausgaben sowie für die Zahl der unbefristeten und befristeten Vollzeitstellen des Stabs.

Das Direktorium genehmigt außerdem dreijährige Haushaltsbewilligungen für Investitionsprojekte, die im kommenden Geschäftsjahr beginnen. Dazu gehören Gebäudeeinrichtungen, darunter vorgeschriebene und sicherheitsrelevante Nachrüstungen, und informationstechnologische Projekte. Im Rahmen der Reform der Kapitalhaushaltsverfahren wurde das System der jährlichen Haushaltsbewilligung für getrennte Phasen der Investitionsprojekte im Geschäftsjahr 2003 auf eine vollständige Bewilligung zu Beginn des Projekts umgestellt. Dadurch wird ein Höchstbetrag bewilligt, der innerhalb der nächsten drei Geschäftsjahre ausgegeben werden kann. Innerhalb dieses Zeitrahmens nicht verausgabte Mittel verfallen, sofern sie nicht vom Direktorium erneut bewilligt werden.

Die Nettoverwaltungsausgaben des IWF werden durch sein Betriebseinkommen finanziert. Dazu gehören die Gebühren für die Verwendung von IWF-Mitteln. Der Gebührensatz hängt hauptsächlich vom Einkommensausblick ab, der wiederum zum großen Teil von der Höhe der ausstehenden IWF-Kredite und dem SZR-Zinssatz abhängt. Ein weiterer wichtiger Faktor ist jedoch auch die Höhe der Ausgaben (siehe Kapitel 5, “Finanzaktivitäten und Geschäftspolitik”). Zum Zeitpunkt der Direktoriumsaussprache über den Haushalt des Geschäftsjahres 2006 im April 2005 wurde geschätzt, dass der Verwaltungs- und Kapitalhaushalt für das Geschäftsjahr 2006 unter sonst gleichen Bedingungen im Vergleich zum Geschäftsjahr 2005 zu einer Erhöhung des Gebührensatzes um vier Basispunkte führt.

Hintergrund

Nach Abschluss einer externen Überprüfung im Sommer 2001 begann der IWF mit der Modernisierung seiner internen Haushaltsverfahren und Praktiken mit dem Ziel, ein mittelfristiges ergebnisorientiertes Budgetsystem einzuführen, das sich an die Systeme anlehnt, die sich im öffentlichen Sektor vieler Industrieländer herausgebildet haben. Der IWF wechselte unter Beibehaltung einer Obergrenze für die Zahl der Stabspositionen zu einer Budgetierung in Dollar und führte eine von oben nach unten angelegte Begrenzung des Verwaltungsbudgets ein. In den einzelnen Abteilungen wurden Geschäftspläne eingeführt, die sowohl die Erbringung von Dienstleistungen an die Mitgliedsländer als auch die Erbringung von Dienstleistungen an andere Abteilungen erfassen.

Eine wichtige Empfehlung des externen Überprüfung bestand darin, dass der Fonds eine mittelfristige Strategie einführen sollte. Ende 2004 begann die Arbeit an der Entwicklung einer solchen Strategie. Da diese Strategie noch nicht abgeschlossen ist und da zwei wichtige Ausgabenüberprüfungen laufen1, wurde der Verwaltungshaushalt für das Geschäftsjahr 2006 auf vorläufiger Basis verabschiedet.

Im Laufe des Geschäftsjahres 2005 wurden aber dennoch weitere Haushaltsreformen eingeführt:

  • Es wurde ein neues Zeiterfassungssystem eingeführt, um die Anzahl der Aktivitätscodes zu reduzieren und sie besser an die Hauptleistungen der Fondsarbeit anzupassen.

  • Das Zeiterfassungssystem wird durch ein neues Kostenzuordnungssystem ergänzt, damit die Personalkosten und die sonstigen Kosten den Hauptleistungen zugerechnet werden können.

  • In einem Pilotprojekt wurden Leistungsindikatoren für bestimmte IWF-Tätigkeiten eingeführt.

Diese Maßnahmen wurden durch eine Verbesserung des computergestützten Verwaltungsinformationssystems unterstützt. Eine Weiterentwicklung des Informationssystems ist geplant.

Haushalte und tatsächliche Ausgaben im Geschäftsjahr 2005

Der Verwaltungshaushalt des IWF für das am 30. April 2005 abgelaufene Geschäftsjahr genehmigte Gesamtausgaben von 905,1 Mio. $ (netto 849,6 Mio. $ nach Abzug der Erstattungen). Der Kapitalhaushalt des Geschäftsjahres 2005 stellte 31,8 Mio. $ für Projekte zur Verfügung, die im Geschäftsjahr 2005 begonnen wurden, davon 8,1 Mio. $ für Gebäudeausstattungen, einschließlich sicherheitsrelevanter Verbesserungen, und 23,7 Mio. $ für informationstechnologische Projekte.

Das Ergebnis des Verwaltungshaushaltes für das Geschäftsjahr 2005 belief sich auf 892,2 Mio. $ auf Bruttobasis; das sind 12,9 Mio. $ (1,4 Prozent) weniger als im ursprünglichen Budget veranschlagt. Die Minderausgaben betrugen bei den Reisekosten 6,4 Mio. $ und bei Aufwendungen für andere Tätigkeiten 5,5 Mio. $. Die Personalkosten waren 1 Mio. $ höher als im Haushalt veranschlagt, wenn man die Beschleunigung der geplanten Zahlungen in den Angestelltenpensionsplan und eine nachträgliche Gehaltsanpassung berücksichtigt, die die Auswirkungen einer unter den Erwartungen liegenden Personalausstattung mehr als ausglichen. Die Einnahmen waren höher als erwartet. Dies war teilweise auf eine nicht budgetierte einmalige Erstattung von 3 Mio. $ in der Krankenversicherung zurückzuführen. Des Weiteren waren die Geberbeiträge für die Finanzierung der technischen Hilfe und die Rabatte bei den Reisekosten höher als prognostiziert. Weitere Informationen über die tatsächlichen Ausgaben der Verwaltungshaushalte für die Geschäftsjahre 2003 bis 2005 sowie die im Haushalt veranschlagten Ausgaben des Geschäftsjahres 2006 finden sich in Tabelle 7.1.

Tabelle 7.1Verwaltungshaushalte für die Geschäftsjahre 2003–061(Millionen US-Dollar)
Am 30. April 2004 abgelaufenes

Geschäftsjahr:

Tats. Ausgaben
Am 30. April 2005 abgelaufenes

Geschäftsjahr:

Haushalt
Am 30. April 2005 abgelaufenes

Geschäftsjahr:

Tats. Ausgaben
Am 30. April 2006 ablaufendes

Geschäftsjahr:

Haushalt
Am 30. April 2003 abgelaufenes

Geschäftsjahr:

Tats. Ausgaben
Verwaltungshaushalt
Personalausgaben
Gehälter337,1355,9373,8375,2395,72
Sozialausgaben und andere191,3200,3259,9259,5263,8
Personalausgaben
Zwischensumme528,4556,2633,7634,7659,7
Sonstige Ausgaben
Reisen79,991,597,690,299,4
Sonstige Ausgaben155,7158,4173,8167,3177,9
Zwischensumme235,6249,9271,43257,5277,3
Gesamter Verwaltungshaushalt (brutto)764,0806,1905,1892,2937,0
Vergütungen(44,1)(58,5)(55,5)(66,1)(60,9)
Gesamter Verwaltungshaushalt (netto)719,9747,6849,6826,1876,1
Hinweis: Abweichungen bei den Gesamtbeträgen gehen auf das Runden der Zahlen zurück.

Verwaltungshaushalte, die vom Direktorium für das am 30. April 2005 abgelaufene und für das am 30. April 2006 ablaufende Geschäftsjahr gebilligt wurden, gegenüber tatsächlich entstandenen Ausgaben für die jeweils am 30. April abgelaufenen Geschäftsjahre 2003, 2004 und 2005.

Einschließlich Rücklage in Höhe von 1 Mio. $ für Eventualverbindlichkeiten für Gehälter.

Einschließlich Rücklage in Höhe von 2 Mio. $ für Eventualverbindlichkeiten - 1 Mio. $ für Reisekosten und 1 Mio. $ für sonstige Ausgaben.

Hinweis: Abweichungen bei den Gesamtbeträgen gehen auf das Runden der Zahlen zurück.

Verwaltungshaushalte, die vom Direktorium für das am 30. April 2005 abgelaufene und für das am 30. April 2006 ablaufende Geschäftsjahr gebilligt wurden, gegenüber tatsächlich entstandenen Ausgaben für die jeweils am 30. April abgelaufenen Geschäftsjahre 2003, 2004 und 2005.

Einschließlich Rücklage in Höhe von 1 Mio. $ für Eventualverbindlichkeiten für Gehälter.

Einschließlich Rücklage in Höhe von 2 Mio. $ für Eventualverbindlichkeiten - 1 Mio. $ für Reisekosten und 1 Mio. $ für sonstige Ausgaben.

Die verfügbaren Leistungsindikatoren sowie Daten hinsichtlich Reisekosten, Expertenabstellungen und den Einsatz von Stabsmitarbeitern lassen darauf schließen, dass im Geschäftsjahr 2005 bei den Aktivitäten für den Kapazitätsaufbau eine leichte Steigerung festzustellen ist, was teilweise auf eine höhere externe Finanzierung der technischen Hilfe zurückzuführen ist. Die Daten verweisen außerdem auf eine leichte Mittelverlagerung weg von der Kreditvergabe zur Überwachung, da es vier Fälle weniger gab mit einem IWF-gestützten Finanzprogramm oder von Ländern kurz vor einem solchen Programm als im Geschäftsjahr 2004. Die Arbeit in den Bereichen Standardsetzung und Formulierung der Wirtschaftspolitik, Forschung und Funktionsfähigkeit des internationalen Währungssystems blieb weitgehend unverändert.

Wie bereits angedeutet stehen auch Informationen über die Kosten der Hauptleistungen des IWF zur Verfügung. Ein genauer Vergleich zwischen den Geschäftsjahren 2004 und 2005 ist jedoch auf Grund des oben erwähnten Übergangs zu einem neuen Zeiterfassungssystem problematisch. Das neue System ermöglicht zwar eine genauere Zuordnung zwischen Arbeitszeit und Hauptleistungen, es hat jedoch auch zu einigen leichten Änderungen in der für diese Leistungen verbuchten Zeit geführt, was wohl eher auf eine Datenverfeinerung als auf eine Verlagerung der realen Mittel zurückzuführen ist.

Die gesamten Investitionsausgaben des Geschäftsjahres 2005 lagen innerhalb der veranschlagten Budgets. Ausgaben in Höhe von 126,0 Mio. $ wurden durch neue Bewilligungen aus dem Haushalt 2005 sowie durch Bewilligungen aus früheren Kapitalhaushalten finanziert. Insbesondere die Gesamtausgaben für das zweite Hauptgebäude (Headquarters 2) blieben innerhalb des vom Exekutivdirektorium verabschiedeten mehrjährigen Haushalts in Höhe von 149,3 Mio. $. Das Gebäude wurde im Mai 2005 für den Stab geöffnet, acht Monate früher als ursprünglich geplant (Kasten 7.2).

Kasten 7.2Neues Gebäude der Zentrale

Der Bau des zweiten Gebäudes für die IWF-Zentrale, das an das bestehende Gebäude der Zentrale angrenzt, war zum Ende des Geschäftsjahres 2005 nahezu vollendet und der Bezug wurde im Juni 2005 abgeschlossen. Die frühzeitige Fertigstellung des Neubaus gab dem Fonds die Möglichkeit, die Mietverträge für das Gebäude am International Square sieben Monate früher als ursprünglich geplant zu kündigen. Mit der Kündigung der vom IWF in 1776 G Street angemieteten Räume im Dezember 2005 und dem Umzug der Mitarbeiter in die Zentrale wird es erstmals seit 1983 möglich sein, den gesamten Mitarbeiterstab des Fonds in eigenen Räumen und in einem einzigen Gebäudekomplex unterzubringen. Das zweite Gebäude der Zentrale ist ein moderner, lichtdurchfluteter Bau mit viel Glas, der eine offene und attraktive Büroumgebung schafft. Gleichzeitig entspricht das Gebäude mit Stahlbeton, verstärktem Glas und Luftfilteranlagen erhöhten Sicherheitsanforderungen. Darüber hinaus gibt es u.a. einen großen Konferenzraum und kleine Mini-Atrien auf den Büroetagen für informelle Treffen.

Das neue zweite Gebäude der Zentrale verfügt über eine fortschrittliche Technologie, die als Internet-Protokoll-Telefonie (IPT) bekannt ist und es Organisationen ermöglicht, vorhandene Computernetzwerke für die Sprachkommunikation zu nutzen. Dies führt zu Kostensenkungen und macht es möglich, Dienstleistungen wie Audio- und Videokonferenzen verstärkt anzubieten. Bis zum Ende des Jahres 2005 wird diese Technologie im gesamten Fonds verfügbar sein.

Haushalte für das Geschäftsjahr 2006

Am 22. April 2005 billigte das Exekutivdirektorium einen Bruttoverwaltungshaushalt in Höhe von 937 Mio. $ und einen Nettoverwaltungshaushalt in Höhe von 876,1 Mio. $, was gegenüber dem für das Geschäftsjahr 2005 gebilligten Haushalt eine nominale Steigerung von 3,5 Prozent auf Bruttobasis bedeutet (3,1 Prozent auf Nettobasis). Das Direktorium beschloss außerdem eine unveränderte Obergrenze von 2.802 Vollzeitstellen für das Geschäftsjahr 20062.

Wie bereits gesagt, wurde der Verwaltungshaushalt als ein Übergangsbudget aufgestellt. Angesichts der Vorgabe eines realen Nullwachstums wurde der Schwerpunkt darauf gelegt, die Effektivität der Überwachung noch weiter zu steigern, was auch den Empfehlungen der Zweijahresüberprüfung der Überwachung im Juli 2004 entspricht, und die Unterstützung des IWF für einkommensschwache Mitgliedsländer zu stärken. Der Haushalt des Geschäftsjahres 2006 sieht deshalb eine Aufstockung der Mittel für die Überwachung unter besonderer Berücksichtigung des Finanzsektors und der einkommensschwachen Länder (insbesondere in Afrika) und für die Arbeit im Bereich der Kreditprogramme des IWF vor. Eine weitgehend unveränderte Mittelzuteilung ist für die Bereitstellung technischer Hilfe und die Weiterbildung von öffentlichen Bediensteten aus Mitgliedsländern vorgesehen. Die Möglichkeiten des Fonds, diese kapazitätsbildenden Dienstleistungen anzubieten, sind aber in zunehmendem Maße von der Verfügbarkeit externer Gebermittel abhängig. Schaubild 7.1 zeigt die voraussichtlichen Ressourcenanteile, aufgegliedert nach Leistungskategorien, die aus dem Brutto-Verwaltungshaushalt des Geschäftsjahres 2006 finanziert werden.

Schaubild 7.1Veranschlagter Anteil der Mittel nach Primärleistung, GJ 2006

(Prozent des Verwaltungshaushalts, brutto)1

Quelle: Büro für Haushalt und Planung.

Hinweis: Primärleistungen werden folgendermaßen definiert:

Grundsatzpolitik, Forschung und Rolle im internationalen Währungssystem: Multilaterale Überwachung (einschließlich World Economic Outlook und Global Financial Stability Report); Zusammenarbeit mit anderen Gremien bei internationalen Finanzfragen; Rolle/Reform von IMFC, Entwicklungsausschuss und anderen relevanten Gremien.

Standardsetzung/Bereitstellung standardisierter Informationen: Weitergabe und Erforschung von IWF-entwickelten Standards und statistischen Informationen; Kompilation und Weitergabe von standardisierten Statistiken; Entwicklung einer Statistikpolitik und -methodik.

Überwachung: Bilaterale und regionale Überwachung. Der Artikel-IV-Konsultationsprozess; damit zusammenhängende Politikberatung; gestärkte Überwachung für Beobachtungs- und Signalzwecke; Analysearbeit, Forschung und Grundsatzpolitik; Programm zur Bewertung des Finanzsektors, Beurteilung der Offshore-Finanzplätze und der Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung; Bericht über die Einhaltung von Standards und Kodizes.

Einsatz von IWF-Mitteln: Geschäftstätigkeit in Bezug auf den Einsatz von Mitteln aus dem Allgemeinen Konto; Einsatz der Armutsbekämpfungs- und Wachstumsfazilität und der erweiterten Initiative für hochverschuldete arme Länder; Forschung, Beurteilung (einschließlich Ex-post-Beurteilungen) und Grundsatzpolitik; Beobachtung/Beurteilung der Liquiditätslage des IWF und der PRGF/HIPC-Finanzierung; Sicherung der IWF-Mittel.

Kapazitätsaufbau: Bereitstellung von technischer Hilfe (TH) und externer Weiterbildung; Zusammenarbeit mit anderen TH-Anbietern und Finanzierungsquellen; Beobachtung, Beurteilung und damit zusammenhängende Forschung.

1 Ohne Verwaltungsführung – d.h. Aktivitäten, die Dienstleistungen für die Abteilungen bereitstellen, die Primärleistungen bieten oder der Führungsstruktur des Fonds dienen.

Die innerhalb des Haushalts erforderliche Mittelumverteilung wird vollständig durch Umschichtungen bei den bestehenden Stabspositionen und Dollarmitteln gesichert, hauptsächlich indem Mittel von Unterstützungs- zu Hauptleistungen verlagert werden. In den letzten vier Jahren wurden mehr als 50 Vollzeitstellen von Unterstützungs- in Hauptleistungen verlagert. Dadurch ist es dem IWF gelungen, das Angebot seiner Hauptleistungen zu erhöhen, ohne die Obergrenze der Beschäftigten wesentlich zu erhöhen.

Auf der Kostenseite berücksichtigt der Verwaltungshaushalt des Geschäftsjahres 2006 eine strukturelle Gehaltsanpassung um 3,6 Prozent sowie die Mittelbereitstellung für zusätzliche Ausgaben zur Verbesserung der Sicherheitsmaßnahmen, die vom US-Geheimdienst empfohlen wurden (siehe Kasten 7.3). Er sieht für das zweite Jahr in Folge einen realen Rückgang der Dollarausgaben für Reisen, Gebäude und andere Ausgabenkategorien vor. Darüber hinaus schlägt sich im Budget die Entfernung von Ausgabenposten nieder, die in den vergangenen Jahren nicht genutzt wurden.

Kasten 7.3Sicherheitsmaßnahmen

Am 1. August 2004 erhöhte das US-Ministerium für Landessicherheit mit Verweis auf eine Bedrohung des Finanzdienstleistungssektors durch eine internationale Terroristengruppe die Gefahrenstufe für die Gebiete New York City, nördliches New Jersey und Washington, D.C. Dies betraf auch die IWF-Zentrale. Der Fonds ergriff darauf hin sofort erhöhte Sicherheitsmaßnahmen, die von den Sicherheitsbehörden als angemessen betrachtet wurden, und die für die Sicherheit verantwortlichen IWF-Mitarbeiter blieben in ständigem Kontakt mit den polizeilichen Ermittlungsbehörden. Am 17. November 2004 senkten die US-Behörden die Terrorismusgefahrenstufe für den Finanzdienstleistungssektor in den drei Gebieten, da der Fonds und die anderen Institutionen die Sicherheitsmaßnahmen dauerhaft verbessert hatten. Weitere Verbesserungen der physischen Sicherheitsvorkehrungen sind im Geschäftsjahr 2006 geplant.

Der mittelfristige Kapitalplan für die Geschäftsjahre 2006 bis 2008, der alle neuen Investitionsprojekte erfasst, die in den nächsten drei Jahren begonnen werden sollen, hat eben-falls Übergangs-Charakter, da die oben erwähnten Überprüfungen noch nicht abgeschlossen sind. Der Kapitalplan für die Geschäftsjahre 2006 bis 2008 wird auf 148,3 Mio. $ veranschlagt. Im Geschäftsjahr 2004 wurden 122,9 Mio. $ für den Plan der Geschäftsjahre 2005 bis 2007 genehmigt.

Der Anstieg ist hauptsächlich auf erhöhte Kosten für sicherheitsrelevante Projekte zurückzuführen und beläuft sich auf etwa 30 Mio. $ für die nächsten drei Jahre. Die Kosten für diese Sicherheitsprojekte wurden innerhalb des Plans zum Teil durch Reorganisation oder zeitliche Verschiebungen anderer Projekte aufgefangen. Im Bereich der Informationstechnologie hat die Schaffung von Datensicherungseinrichtungen höchste Priorität, um die Verfügbarkeit aller wichtigen Systeme im Falle einer ernsthaften Störung sicherzustellen.

Innerhalb dieses mittelfristigen Plans beläuft sich der Kapitalhaushalt für das Geschäftsjahr 2006 auf 52,5 Mio. $, von denen 28,5 Mio. $ für Gebäude und 24,0 Mio. $ für IT-Projekte bereitgestellt werden.

Der mittelfristige Budgetrahmen

Seit dem Geschäftsjahr 2002 war das Exekutivdirektorium gehalten, bei der Genehmigung der Verwaltungs- und Kapitalhaushalte für das kommende Geschäftsjahr den mittelfristigen Ausgabenrahmen zu beachten. Er enthält eine Vorgabe für die Begrenzung der Verwaltungsausgaben des laufenden und der beiden nächsten Jahre und spiegelt die Kosten laufender Maßnahmen sowie die Obergrenzen für Mitarbeiterstellen wider. Dabei werden die voraussichtlichen Preissteigerungen bei den Hauptausgabenpositionen – Personal, Reisekosten und andere Ausgaben – berücksichtigt.

Im Rahmen des Haushaltsreformprogramms wird der mittelfristige Ausgabenrahmen zu einem mittelfristigen Haushaltsrahmen weiterentwickelt. Auf Grund der noch nicht abgeschlossenen mittelfristigen Strategie des IWF wurde ein vorläufiger mittelfristiger Haushaltsrahmen für die Geschäftsjahre 2007 und 2008 erstellt, der vor allem der Verdeutlichung dient. Auf Grund der für die wichtigsten Kosten des IWF zu erwartenden Preissteigerungen und unter Berücksichtigung der Zusatzkosten, die entstehen, weil die nächste Jahrestagung in Singapur durchgeführt wird (5 Mio. $), sind im Brutto- und Nettoverwaltungs-haushalt Steigerungen von 4,4 Prozent (Geschäftsjahr 2007) und 3,3 Prozent (Geschäftsjahr 2008) angesetzt.

Personalwesen

Der Geschäftsführende Direktor ernennt einen Mitarbeiterstab, der ausschließlich dem IWF verantwortlich ist. Laut IWF-Übereinkommen kommt einem “Höchstmaß” an Leistungsfähigkeit und Sachkunde “vorrangige Bedeutung” zu. Gleichzeitig sollte die Vielfalt des Mitarbeiterstabs die Mitgliedschaft der Institution widerspiegeln, wobei “gebührend darauf zu achten ist, dass die Auswahl des Personals auf möglichst breiter geografischer Grundlage erfolgt”.

Die Ziele des IWF erfordern es, dass alle Mitarbeiter der Institution in ihrem Verhalten den höchsten ethischen Anforderungen genügen und damit den Werten der Integrität, Objektivität und Diskretion entsprechen, wie sie im Verhaltenskodex und den Geschäftsbestimmungen des IWF niedergelegt sind. In Übereinstimmung mit diesen hohen Standards hat der IWF ein Zertifizierungs- und Offenle-gungsverfahren für die Finanzen seiner Mitarbeiter sowie andere interne Kontrollen eingeführt, um tatsächlichen oder vermeintlichen Interessenskonflikten vorzubeugen.

Da die Erhaltung der Kontinuität und des institutionellen Gedächtnisses im Interesse der Mitgliedschaft ist, verfolgt die Personalpolitik des IWF das Ziel, ein Korps von internationalen Beamten einzustellen und an sich zu binden, die daran interessiert sind, ihre berufliche Laufbahn bzw. einen wesentlichen Teil davon beim IWF zu verbringen. Angesichts des sich verändernden Arbeitsmarktes und des Nutzens neuer Sichtweisen erkennt der IWF aber gleichzeitig die Vorteile, die kürzere Beschäftigungsverhältnisse und die Einstellung von Fachkräften mit mehrjähriger Berufserfahrung bieten. Bei einer Reihe von Fertigkeiten und Aufgaben, die hauptsächlich mit besonderen Dienstleistungen und hoch spezialisierten Kenntnissen auf dem Gebiet Wirtschaft und Finanzen zusammenhängen, ist es aus geschäftspolitischen Gründen sinnvoll, befristete Einstellungen vorzunehmen oder Stellen außerhalb des IWF mit den Arbeiten zu betrauen. Zurzeit wird eine umfassende Überprüfung der Beschäftigungsbedingungen, Gehälter und Sozialleistungen des IWF durchgeführt; mit ihrem Abschluss ist im Geschäftsjahr 2006 zu rechnen. Die Überprüfung wurde im Juli 2004 auf Initiative des Geschäftsführenden Direktors begonnen und umfasst das gesamte Spektrum der Maßnahmen zur Personalrekrutierung, -bindung und -entwicklung innerhalb des IWF. Das wichtigste Ziel der Überprüfung besteht darin sicherzustellen, dass diese Maßnahmen mit den strategischen Erfordernissen der Institution im Einklang stehen und kosteneffizient sind.

Am 31. Dezember 2004 beschäftigte der IWF 1.994 Fachund Führungskräfte (davon etwa zwei Drittel Volkswirte) und 718 Mitarbeiter als Assistenten. Zusätzlich waren beim IWF 384 Angestellte mit befristetem Arbeitsvertrag tätig, zu denen Sachverständige für technische Hilfe, Berater und weitere vorübergehend tätige Angestellte zählten, die nicht unter das Stabskontingent fielen. Von den 184 Mitgliedsländern des IWF waren 141 im Mitarbeiterstab vertreten (siehe Tabelle 7.2 zur Nationalitätenverteilung beim Fachpersonal des IWF seit 1980).

Tabelle 7.2Verteilung des Fach- und Führungspersonals nach Nationalität1(Prozent)
Gebiet2198019902004
Afrika3,85,85,8
Asien12,312,715,7
Japan1,41,91,8
Sonstige10,910,813,9
Europa39,535,135,0
Deutschland3,74,34,9
Frankreich6,95,54,6
Italien1,71,42,9
Vereinigtes Königreich8,28,05,3
Transformationsländer5,0
Sonstige19,015,912,3
Naher Osten5,45,54,3
Westliche Hemisphäre39,141,039,2
Kanada2,62,83,7
Vereinigte Staaten25,925,923,9
Sonstige10,612,311,6
Insgesamt100,0100,0100,0

Erfasst die Gehaltsstufen A9-B5. Die Gehaltsstufen A9-A15 erfassen Fachpersonal; die Gehaltsstufen B1-B5 erfassen Führungskräfte.

Gebiete werden entsprechend der Verteilung der Länder auf die einzelnen Länderabteilungen des IWF definiert; seit 2004 werden die Gebiete entsprechend der Verteilung im “Jahresbericht über die personelle Vielfalt, 2004” (2004 Diversity Annual Report) definiert. Das Gebiet Europa enthält die Russische Föderation und Länder der ehemaligen Sowjetunion. Das Gebiet Naher Osten enthält Länder in Nordafrika.

Erfasst die Gehaltsstufen A9-B5. Die Gehaltsstufen A9-A15 erfassen Fachpersonal; die Gehaltsstufen B1-B5 erfassen Führungskräfte.

Gebiete werden entsprechend der Verteilung der Länder auf die einzelnen Länderabteilungen des IWF definiert; seit 2004 werden die Gebiete entsprechend der Verteilung im “Jahresbericht über die personelle Vielfalt, 2004” (2004 Diversity Annual Report) definiert. Das Gebiet Europa enthält die Russische Föderation und Länder der ehemaligen Sowjetunion. Das Gebiet Naher Osten enthält Länder in Nordafrika.

Veränderungen in der Geschäftsführung

Seit der Ernennung von Rodrigo de Rato zum Geschäftsführenden Direktor für eine fünfjährige Amtszeit, die am 7. Juni 2004 begann, hat es keine Veränderungen innerhalb der Geschäftsleitung gegeben. De Rato ist spanischer Staatsbürger und war von 2000 bis 2004 Wirtschaftsminister und zweiter Vizepräsident. Zuvor war er Wirtschafts- und Finanzminister in Spanien.

Einstellungen und Beschäftigungsdauer

Im Jahr 2004 kamen 178 Personen zum Mitarbeiterstab des IWF hinzu, verglichen mit 175 Personen im Jahr 2003. Unter den Neueinstellungen waren 91 Volkswirte, 34 Fachkräfte in anderen spezialisierten Laufbahnen und 46 Assistenten. Sechsundfünfzig der neuen Mitarbeiter waren Volkswirte mit Berufserfahrung, und 35 begannen ein zweijähriges Einstiegsprogramm für Volkswirte, das die Berufsanfänger unter den Volkswirten mit der Arbeit des Fonds vertraut machen soll. Die Teilnehmer dieses Programms werden zwei verschiedenen Abteilungen jeweils für 12 Monate zugeordnet. Danach werden denjenigen, die sich bewähren, reguläre Stabspositionen angeboten.

Im Jahr 2004 haben 159 Stabsangehörige, davon 115 Fachund Führungskräfte, die Organisation verlassen. Die Abgangsrate bei den Fach- und Führungskräften betrug 6 Prozent.

Gehaltsstruktur

Um den benötigten hoch qualifizierten Mitarbeiterstab anzuwerben und zu halten, hat der IWF ein Vergütungs- und Sozialleistungssystem entwickelt, das international wettbewerbsfähig ist, gute Leistungen belohnt und den speziellen Bedürfnissen eines multinationalen und aus dem Ausland stammenden Mitarbeiterstabes Rechnung trägt. Zusätzlich zur umfassenden Überprüfung der Beschäftigungsbedingungen, Gehälter und Zusatzleistungen, die im Geschäftsjahr 2006 abgeschlossen wird, wird die Gehaltsstruktur des IWF-Stabs jährlich durch das Exekutivdirektorium überprüft. Falls erforderlich, wird sie auf der Basis eines Vergleichs mit den Gehältern in ausgewählten privaten Finanzund Industrieunternehmen in den Vereinigten Staaten, Frankreich und Deutschland sowie mit den Gehältern in repräsentativen Organisationen des öffentlichen Sektors, vor allem in den USA, angepasst. Nach der Analyse der aktualisierten Vergleichsgehälter wurde die Gehaltsstruktur für das Geschäftsjahr 2005 um 5,6 Prozent angehoben.3 Für das Geschäftsjahr 2006 genehmigte das Exekutivdirektorium einen weiteren Anstieg um 3,6 Prozent (Tabelle 7.3).

Tabelle 7.3Gehaltsstruktur des IWF-Stabs(US-Dollar, mit Wirkung vom 1. Mai 2005)
Gehaltsstufe1MindestbetragHöchstbetragStellenbezeichnung
A125 27037 950Nicht zutreffend (Tätigkeiten auf dieser Ebene werden extern beschafft)
A228 32042 460Fahrer
A331 68047 560Stabsassistent (Büro)
A435 49053 290Stabsassistent (Sekretariat, Anfangsgehalt)
A539 81059 710Stabsassistent (Sekretariat, Berufserfahrung)
A644 48066 820Verwaltungsassistent, sonstige Assistenten (z.B. Computer-Systeme, Personalwesen, Öffentlichkeits- und Pressearbeit)
A749 89074 870Forschungsassistent, Leitender Verwaltungsassistent, sonstige Leitende Assistenten (z.B. Buchführung, Personalwesen, Öffentlichkeits- und Pressearbeit)
A855 88083 880Leitender Verwaltungsassistent
A959 41089 210Bibiliothekar, Übersetzer, Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Bediensteter für Personalwesen, Referent für Öffentlichkeits- und Pressearbeit
A1068 360102 560Finanzbuchhalter, Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Verwaltungsbediensteter
A1175 510117 810Volkswirt (promoviert, Einstiegsebene), Rechtsanwalt, Fachkraft (z.B. Buchführung, Computer-Systeme, Personalwesen, Öffentlichkeits- und Pressearbeit)
A1287 910131 930Volkswirt, Rechtsanwalt, Fachkraft (z.B. Buchführung, Computer-Systeme, Personalwesen,Öffentlichkeits- und Pressearbeit)
A1398 500147 740Volkswirt, Rechtsanwalt, Fachkraft (z.B. Buchführung, Computer-Systeme, Personalwesen,Öffentlichkeits- und Pressearbeit)
A14110 310165 490Stellvertretender Referatsleiter, Leitender Volkswirt
A15/B1124 650187 050Referatsleiter, Stellvertretender Referatsleiter
B2143 700208 520Referatsleiter, Berater
B3170 770222 210Beigeordneter Abteilungsleiter
B4199 020248 760Stellvertretender Abteilungsleiter, Leitender Berater
B5234 350281 330Abteilungsleiter
Hinweis: Da die IWF-Bediensteten, mit Ausnahme von US-Bürgern, normalerweise keine Einkommenssteuer auf ihre IWF-Vergütung bezahlen müssen, werden die Gehälter im Nettobetrag festgelegt, der im Allgemeinen dem Nettogehalt – nach Abzug der Steuern – der Beschäftigten der öffentlichen und privaten Unternehmen entspricht, von denen die IWF-Gehälter abgeleitet werden.

Die Gehaltsstufen A1-A8 erfassen Unterstützungs-Personal, die Stufen A9-A15 Fachpersonal und die Stufen B1-B5 Führungskräfte.

Hinweis: Da die IWF-Bediensteten, mit Ausnahme von US-Bürgern, normalerweise keine Einkommenssteuer auf ihre IWF-Vergütung bezahlen müssen, werden die Gehälter im Nettobetrag festgelegt, der im Allgemeinen dem Nettogehalt – nach Abzug der Steuern – der Beschäftigten der öffentlichen und privaten Unternehmen entspricht, von denen die IWF-Gehälter abgeleitet werden.

Die Gehaltsstufen A1-A8 erfassen Unterstützungs-Personal, die Stufen A9-A15 Fachpersonal und die Stufen B1-B5 Führungskräfte.

Bezüge der Geschäftsleitung

Die Gehaltsstruktur der Geschäftsleitung, die die Verantwortung der einzelnen Führungspositionen und das Verhältnis zwischen den Gehaltsstrukturen von Geschäftsleitung und Stab widerspiegelt, stellte sich zum 1. Juli 2004 wie folgt dar:

Geschäftsführender Direktor:376 380$4
Erster Stellv. Geschäftsführender Direktor327 290 $
Stellv. Geschäftsführende Direktoren311 700 $

Die Bezüge der Geschäftsleitung werden regelmäßig vom Exekutivdirektorium überprüft und das Gehalt des Geschäftsführenden Direktors wird vom Gouverneursrat gebilligt. Die Jahresanpassungen erfolgen auf der Grundlage des Verbraucherpreisindex in Washington, D.C.

Bezüge des Exekutivdirektoriums

Auf Empfehlung des Ausschusses des Gouverneursrats über die Entlohnung von Exekutivdirektoren billigten die Gouverneure mit Wirkung vom 1. Juli 2004 eine Anhebung der Vergütung der Exekutivdirektoren und ihrer Stellvertreter um 4,1 Prozent.5 Das Einkommen eines Exekutivdirektors beträgt 196 730 $, das eines Stellvertretenden Exekutivdirektors 170 170 $.6

Personelle Vielfalt

Der IWF legte erneut großen Wert auf die Vielfalt im Mitarbeiterstab, um die Leistungsfähigkeit des IWF als internationale Institution zu erhöhen. Die Vielfalt des Stabs ist für die Institution eine Quelle der Stärke. Der IWF ist sich der Tatsache bewusst, dass den Mitgliedern Mitarbeiter zur Verfügung stehen müssen, die aufgrund ihrer Berufserfahrung und Ausbildung umfassende Kenntnisse über die großen politischen Herausforderungen besitzen, mit denen die Behörden der einzelnen Länder konfrontiert sind. Die Mitarbeiter müssen jeweils genau die Politikberatung anbieten können, die zu den Verhältnissen in jedem einzelnen der 184 Mitgliedsländern passt.

Deshalb hat der IWF eine Strategie der personellen Vielfalt eingeführt, die sich auf den Grundsatz der Einbeziehung, qualitative und quantitative Richtwerte, regelmäßige Überprüfungen und die Integration der Vielfalt in die tägliche Arbeit des Fonds stützt. Die Institution legt bei der Beurteilung der Leistung von Vorgesetzten und bei Einstellungsund Beförderungsentscheidungen großen Wert auf gute Personalführung, die in einer Institution mit einer vielfältigen Belegschaft besonders wichtig ist. Seit 1995 berät der Leitende Berater für personelle Vielfalt, der direkt dem Geschäftsführenden Direktor unterstellt ist, die Geschäftsleitung, die Abteilung Personalwesen und andere Abteilungen über Möglichkeiten, die Vielfalt im Fonds zu stärken, zu steuern und zu überwachen, und unterstützt sie dabei (Tabellen 7.2, 7.4 und 7.5). Die Abteilung Personalwesen legt im Einklang mit der Diversity-Strategie des IWF weiterhin großen Wert darauf, die personelle Vielfalt in die Personalverwaltungspolitik, -verfahren und -praktiken der Institution zu integrieren.

Tabelle 7.4Verteilung des Personals nach Geschlecht
1980199020041
AnzahlProzentAnzahlProzentAnzahlProzent
Gesamtes Personal1 444100,01 774100,02 714100,0
Frauen67646,882746,61 24645,9
Männer76853,294753,41 46854,1
Unterstützungs-Personal2613100,0642100,0718100,0
Frauen49280,354084,161385,4
Männer12119,710215,910514,6
Fachpersonal3646100,0897100,01 633100,0
Frauen17326,827430,557935,5
Männer47373,262369,51 05464,5
Volkswirte362100,0529100,01 008100,0
Frauen4211,67013,224924,7
Männer32088,445986,875975,3
Spezialisierte Laufbahnen284100,0368100,0625100,0
Frauen13146,120455,433052,8
Männer15353,916444,629547,2
Führungskräfte4185100,0235100,0363100,0
Frauen115,9135,55414,9
Männer17494,122294,530985,1
Volkswirte99100,0184100,0293100,0
Frauen44,094,93110,6
Männer9596,017595,126289,4
Spezialisierte Laufbahnen86100,051100,070100,0
Frauen78,147,82332,9
Männer7991,94792,24767,1

Personal im Dienst; unterscheidet sich von der Zahl der genehmigten Stellen.

Personal in den Gehaltsstufen A1–A8.

Personal in den Gehaltsstufen A9–A15.

Personal in den Gehaltsstufen B1–B5.

Personal im Dienst; unterscheidet sich von der Zahl der genehmigten Stellen.

Personal in den Gehaltsstufen A1–A8.

Personal in den Gehaltsstufen A9–A15.

Personal in den Gehaltsstufen B1–B5.

Tabelle 7.5Verteilung des Personals nach Entwicklungsund Industrieländern
199020041
PersonalAnzahlProzentAnzahlProzent
Gesamtes Personal1 774100,02 714100,0
Entwicklungsländer73141,21 18743,7
Industrieländer1 04358,81 52756,3
Unterstützungs-Personal2642100,0718100,0
Entwicklungsländer32851,139454,9
Industrieländer31448,932445,1
Fachpersonal3897100,01 633100,0
Entwicklungsländer34338,268241,8
Industrieländer55461,895158,2
Volkswirte529100,01 008100,0
Entwicklungsländer22041,644243,8
Industrieländer30958,456656,2
Spezialisierte Laufbahnen368100,0625100,0
Entwicklungsländer12333,424038,4
Industrieländer24566,638561,6
Führungskräfte4235100,0363100,0
Entwicklungsländer6025,511130,6
Industrieländer17574,525269,4
Volkswirte184100,0293100,0
Entwicklungsländer5429,39131,1
Industrieländer13070,720268,9
Spezialisierte Laufbahnen51100,070100,0
Entwicklungsländer611,82028,6
Industrieländer4588,25071,4

Personal im Dienst; unterscheidet sich von der Zahl der genehmigten Stellen.

Personal in den Gehaltsstufen A1–A8.

Personal in den Gehaltsstufen A9–A15.

Personal in den Gehaltsstufen B1–B5.

Personal im Dienst; unterscheidet sich von der Zahl der genehmigten Stellen.

Personal in den Gehaltsstufen A1–A8.

Personal in den Gehaltsstufen A9–A15.

Personal in den Gehaltsstufen B1–B5.

Die Geschäftsleitung erhält regelmäßig aktualisierte quantitative und qualitative Richtgrößen für die besonders unterrepräsentierten Mitarbeitergruppen, wie es 2003 im Aktionsplan zur Förderung der Vielfalt festgelegt wurde. Um die Überprüfung der Daten zu verbessern, wurde im Jahr 2004 ein Prozess zur Erhebung von Angaben über mehrfache Staatsbürgerschaften eingeleitet. Bei der Einstellung und Beförderung von Mitarbeitern aus verschiedenen im Stab unterrepräsentierten Gruppen wurden deutliche Fortschritte erzielt, es muss jedoch noch mehr unternommen werden, um auf allen Gehaltsstufen ein ausgeglichenes Geschlechter- und Herkunftsverhältnis zu schaffen.

Eine Ende 2003 begonnene und 2004 abgeschlossene Befragung der Mitarbeiter sammelte Meinungen und Eindrücke zu verschiedenen Aspekten des Arbeitsumfelds. Die Erhebung bezog sich auf Karriereentwicklung, Diskriminierung, Belästigung am Arbeitsplatz und Leistungsbewertung. Im Anschluss an die Mitarbeiterbefragung haben die Abteilungen Pläne entwickelt und umgesetzt, um die in der Untersuchung angesprochenen Aspekte aufzugreifen. Auf der Basis der Untersuchungsergebnisse hat der Leitende Berater für personelle Vielfalt eine Analyse zur Vielfalt durchgeführt. Der Schwerpunkt wurde dabei auf Daten hinsichtlich der Rasse und der ethnischen Gruppe gelegt. Im Jahr 2004 hat die Geschäftsleitung außerdem ein zentralisiertes Mobilitätsprogramm gebilligt, das den internen Arbeitsmarkt verbessert hat.

Die Förderung und Sicherung der Vielfalt des Mitarbeiterstabs ist für jede Institution eine ständige Herausforderung, die gemeinsame Anstrengungen erfordert. Die Fortschritte werden überwacht und über Probleme wird auf transparente Weise und in verschiedenen Formen, unter anderem im Diversity Annual Report, auf der Webseite des IWF berichtet. Der Leitende Berater für personelle Vielfalt arbeitet eng mit der Abteilung Personalwesen und anderen Abteilungen zusammen, um in den jährlichen Personalentwicklungsplänen der einzelnen Abteilungen den Bedarf und die Möglichkeiten zur Förderung der Vielfalt zu erörtern. Dadurch wird ein geschäftsrelevanter und systematischer Rahmen für die Bemühungen des IWF um personelle Vielfalt geschaffen. Die Maßnahmen zur Förderung der Vielfalt auf Abteilungsebene und auf Fondsebene umfassen normalerweise Initiativen in den Bereichen Einstellung und Karriereplanung, Orientierungs- und Betreuungsprogramme für neue Mitarbeiter sowie Maßnahmen zur Verbesserung der Leistungsbeurteilung und der Auswahl und Entwicklung der Führungskräfte. Der Fonds unternimmt besondere Anstrengungen, um die Transparenz der Personalpolitik und der damit verbundenen Verfahren und Statistiken zu erhöhen.

Organisation

Der Mitarbeiterstab des IWF ist hauptsächlich tätig in den Abteilungen für länder- beziehungsweise regionenbezogene Aufgaben, für funktionsbezogene Gebiete, für Information und Liaison sowie für unterstützende Dienstleistungen. Diese Abteilungen werden von Direktoren geleitet, die dem Geschäftsführenden Direktor unterstellt sind (Schaubild 7.2).

Schaubild 7.2Organigramm des IWF

(Stand vom 30. April 2005)

1Dem Büro des Geschäftsführenden Direktors angegliedert.

Länderabteilungen

Die fünf Länderabteilungen – Afrika, Asien und Pazifik, Europa, Naher Osten und Zentralasien sowie Westliche Hemisphäre – beraten die Geschäftsleitung und das Exekutivdirektorium hinsichtlich der wirtschaftlichen Entwicklungen und der Politikmaßnahmen in den Ländern der jeweiligen Region. Ihre Mitarbeiter sind zudem dafür verantwortlich, die Kreditvereinbarungen zur Unterstützung der wirtschaftlichen Reformprogramme der Mitglieder zu konzipieren und die Fortschritte im Rahmen dieser IWF-gestützten Programme zu überprüfen. Zusammen mit den zuständigen Fachabteilungen stellen sie den Mitgliedsländern wirtschaftspolitische Beratung und technische Hilfe zur Verfügung und sie stehen in ständigem Kontakt mit regionalen Organisationen und multilateralen Institutionen in den jeweiligen geographischen Gebieten. Mit Unterstützung von Stabsmitarbeitern aus Fachabteilungen führen die Länderabteilungen in direktem Kontakt mit den Mitgliedsländern einen wesentlichen Teil der Länderüberwachung des IWF durch. Außerdem sind 85 Mitarbeiter aus Länderabteilungen als örtliche IWF-Vertreter in Mitgliedstaaten tätig (Kasten 7.4).

Kasten 7.4Vor-Ort-Vertreter

Ende April 2005 hatte der IWF 85 ständige Vor-Ort-Vertretungen, die 90 Mitgliedsländer in Afrika, Asien, Europa, im Nahen Osten und in der Westlichen Hemisphäre betreuten. Neue Büros wurden in Jordanien (zur Unterstützung Iraks) und in der Dominikanischen Republik eröffnet. Im Mai 2005 wurde ein Büro in Paraguay eröffnet. Diese Vertretungen, die in der Regel mit einem einzigen IWF-Angestellten besetzt sind, der von lokalen Kräften unterstützt wird, stärken die Politikberatung des IWF und werden oft in Verbindung mit einem Reformprogramm eingerichtet. Die Repräsentanten, die in der Regel einen guten Zugang zu den wichtigsten nationalen Regierungsvertretern haben, können die Qualität der Länderarbeit des IWF maßgeblich beeinflussen. Aufgrund ihrer professionellen Expertise und ihrer genauen Kenntnisse der örtlichen Verhältnisse leisten die örtlichen Vertreter einen wichtigen Beitrag zur Formulierung der wirtschaftspolitischen Beratung des IWF, sie überwachen die Entwicklung eines Landes – insbesondere im Rahmen IWF-gestützter Programme – und koordinieren die technische Hilfe. Sie machen den IWF und das Gastland außerdem frühzeitig auf mögliche wirtschaftspolitische Zielverfehlungen aufmerksam, unterstützen das Programm vor Ort und spielen eine aktive Rolle im Hinblick auf die Außenwirkung des IWF in den Mitgliedsländern. Seit Beginn der erweiterten Initiativen für einkommensschwache Länder helfen die örtlichen Vertreter den Mitgliedsländern bei der Entwicklung ihrer Armutsbekämpfungsstrategien (siehe Kapitel 4), indem sie an den im jeweiligen Land geführten Strategiediskussionen teilnehmen und dort die Sichtweise des IWF erläutern. Darüber hinaus unterstützen sie die Überwachung der Programmumsetzung und des Institutionsaufbaus. Dabei arbeiten sie mit verschiedenen Regierungsstellen, zivilgesellschaftlichen Organisationen, Gebern und anderen Interessengruppen zusammen.

Fachabteilungen und Abteilungen für besondere Dienstleistungen

Die Abteilung Finanzen hat die Aufgabe, die Finanzmittel des IWF zu mobilisieren, zu verwalten und zu sichern um zu gewährleisten, dass sie gemäß dem Mandat des Fonds eingesetzt werden. Damit sind wesentliche Zuständigkeiten für die Finanzpolitik der Institution und für die Durchführung, Verbuchung und Kontrolle aller finanziellen Transaktionen verbunden. Zudem trägt die Abteilung dazu bei, die finanzielle Position des Fonds zu sichern, indem sie die Angemessenheit der Kapitalbasis des Fonds (Quoten), die Nettoeinkommensziele und die Risikovorsorge sowie die Gebühren- und Vergütungssätze bewertet. Weitere Zuständigkeiten umfassen die Anlage von Mitteln zur Unterstützung einkommensschwacher Länder und die Beurteilung der Finanzkontrollsysteme in den Zentralbanken der Mitgliedsländer, die Kredite aufnehmen.

Die Abteilung Fiskalpolitik ist für Aktivitäten verantwortlich, die die öffentlichen Finanzen der Mitgliedsländer betreffen. Sie beteiligt sich an Missionen der Länderabteilungen, und zwar insbesondere zur Erörterung fiskalischer Fragen. Außerdem überprüft sie die fiskalischen Aspekte der wirtschaftspolitischen Empfehlungen des IWF, unter anderem im Zusammenhang mit fondsgestützten Anpassungsprogrammen. Sie unterstützt die Länder bei der Aufstellung und Umsetzung von Fiskalprogrammen und leistet technische Hilfe im Bereich der öffentlichen Finanzen. Sie führt darüber hinaus wissenschaftliche und wirtschaftspolitische Studien zu fiskalischen Fragestellungen sowie zu den Themen Steuerpolitik und Einnahmenverwaltung, Einkommensverteilung und Armut, soziale Sicherung, staatliche Ausgabenpolitik und Umwelt durch.

Die Abteilung Internationale Kapitalmärkte unterstützt das Exekutivdirektorium und die Geschäftsleitung bei der Überwachung des internationalen Währungs- und Finanz-systems und stärkt die Arbeit des Fonds zur Vorbeugung und Bewältigung von Krisen. Als Teil der globalen Überwachungstätigkeit des Fonds erstellt die Abteilung den halbjährlich erscheinenden Bericht zur Stabilität des globalen Finanzsystems, der die Entwicklungen und die systemischen Aspekte der internationalen Kapitalmärkte beurteilt. Mitglieder des Stabs stehen dabei auch in Verbindung mit privaten Kapitalmarktteilnehmern, mit den für das Finanzsystem zuständigen nationalen Behörden und mit offiziellen Gremien, die sich mit dem internationalen Finanzsystem befassen. Darüber hinaus spielt die Abteilung eine führende Rolle bei der analytischen Arbeit des IWF und bei der Beratung für Länder in Bezug auf den Zugang zu internationalen Kapitalmärkten sowie im Hinblick auf Strategien zur Verwaltung von Auslandsschulden.

Das IWF-Institut bietet Aus- und Weiterbildung für Bedienstete der Mitgliedsländer, vor allem aus Entwicklungsländern, auf den Gebieten Finanzplanung, Finanzpolitik, Außenwirtschaftspolitik, Zahlungsbilanzmethodik, Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung und Statistik der öffentlichen Finanzen sowie öffentliche Finanzen. Das Institut veranstaltet außerdem ein aktives Programm von Kursen und Seminaren für IWF-Volkswirte in den Bereichen Volkswirtschaft, Finanzen und Ökonometrie (siehe Kapitel 6).

Die Abteilung Recht berät die Geschäftsleitung, das Exekutivdirektorium und den Mitarbeiterstab hinsichtlich der zu beachtenden rechtlichen Bestimmungen. Sie bereitet die meisten Entscheidungen und sonstigen Rechtsakte vor, die zur Erfüllung der Aufgaben des IWF erforderlich sind. Die Abteilung dient dem IWF bei Rechtsstreitigkeiten und Schiedsgerichtsverfahren als Rechtsbeistand, leistet technische Hilfe bei Gesetzesreformen, beurteilt die Übereinstimmung von Gesetzen und Regulierungen mit ausgewählten internationalen Standards und Kodizes, beantwortet Anfragen von nationalen Behörden und internationalen Organisationen zum IWF-Recht und formuliert Rechtsauslegungen, die die Zuständigkeit des IWF für Wechselkursmaßnahmen und Devisenbeschränkungen betreffen.

Die Abteilung Währungs- und Finanzsysteme ist in vier operationalen Bereichen tätig: Überwachung des Finanzsystems (darunter das Programm zur Bewertung des Finanzsektors und die Teilnahme an den Artikel-IV-Gesprächen), Bankenaufsicht und Krisenlösung, Infrastruktur und Operationen im Bereich der Geld- und Wechselkurspolitik sowie technische Hilfe. Sie stellt den Mitgliedsländern und Länderabteilungen analytische, operationale und technische Unterstützung zur Verfügung, einschließlich der Entwicklung und Verbreitung bewährter wirtschaftspolitischer Maßnahmen und beispielhafter Verfahren. Eine wichtige Aufgabe besteht zudem darin, die Zusammenarbeit mit Zentralbanken, Aufsichtsbehörden und anderen internationalen Organisationen zu koordinieren.

Die Abteilung Grundsatzpolitik spielt eine zentrale Rolle bei der Gestaltung und Umsetzung der IWF-Politik zur Überwachung und Nutzung der Finanzmittel des IWF. Durch Überprüfung der Länderarbeit und der Politikmaßnahmen sorgt die Grundsatzabteilung für eine konsequente Anwendung der IWF-Grundsätze in der gesamten Institution. Seit einigen Jahren spielt sie eine führende Rolle bei der Arbeit des IWF zur Stärkung des internationalen Finanzsystems, bei der Straffung und Fokussierung der Konditionalität sowie bei der Entwicklung der Armutsbekämpfungs- und Wachstumsfazilität (PRGF) und der HIPC-Initiative. Die Volkswirte der Grundsatzabteilung nehmen gemeinsam mit den Mitarbeitern der Länderabteilungen an Ländermissionen teil, die üblicherweise in 80 bis 90 Ländern pro Jahr stattfinden und helfen Mitgliedsländern, die IWF-Mittel in Anspruch nehmen, andere Finanzquellen zu erschließen.

Die Abteilung Forschung führt Politikanalysen und wissenschaftliche Studien in Gebieten durch, die in Verbindung mit der Arbeit des IWF stehen. Die Abteilung spielt eine herausragende Rolle bei der globalen Überwachung und bei der Entwicklung der IWF-Politik in Bezug auf das internationale Währungssystem. Sie arbeitet mit anderen Abteilungen bei der Formulierung der wirtschaftspolitischen Empfehlungen des IWF an die Mitgliedsländer zusammen. Sie koordiniert die Arbeiten am halbjährlichen Bericht über die weltwirtschaftlichen Aussichten und erstellt Analysen für die überwachungsbezogenen Beratungen in der Siebenergruppe, der Zwanzigergruppe und in anderen regionalen Gruppierungen wie dem Forum für Asiatisch-Pazifische Wirtschaftliche Zusammenarbeit (APEC). Sie bereitet ferner die Diskussionen des Exekutivdirektoriums über die Entwicklung in der Weltwirtschaft und an den Finanzmärkten vor. Außerdem unterhält die Abteilung Kontakte zum Hochschulbereich und zu anderen Forschungseinrichtungen.

Die Abteilung Statistik betreut Datenbanken mit nationalen, regionalen und globalen Wirtschafts- und Finanzstatistiken und überprüft Länderdaten zur Unterstützung der Überwachungstätigkeit des Fonds. Des Weiteren ist sie für die Entwicklung statistischer Konzepte in den Bereichen Zahlungsbilanz, öffentliche Finanzen, Währungs- und Finanzstatistik und für die Erstellung methodischer Handbücher verantwortlich. Die Abteilung bietet technische Hilfe und Ausbildung, um die Mitglieder bei der Entwicklung von statistischen Systemen zu unterstützen, und sie gibt die statistischen Veröffentlichungen des IWF heraus. Sie ist außerdem für die Entwicklung und Aufrechterhaltung von Standards für die Weitergabe von Daten durch die Mitgliedsländer zuständig.

Information und Liaison

Die Abteilung Öffentlichkeitsarbeit hat die Aufgabe, in der Öffentlichkeit die Kenntnisse über und die Unterstützung für den IWF und seine Politik zu fördern. Sie ist bestrebt, die IWF-Arbeit durch vielfältige Maßnahmen, die auf Transparenz, Kommunikation und die Auseinandersetzung mit einem weiten Kreis von Interessengruppen abzielen, verständlich zu machen. Die Abteilung erstellt, redigiert und veröffentlicht den größten Teil der IWF-Publikationen und anderes Material. Sie fördert Kontakte mit der Presse und anderen externen Gruppen wie zivilgesellschaftliche Organisationen und Parlamentarier und betreut die Internetseite des IWF (siehe Kapitel 8).

Die IWF-Büros in Asien und Europa und bei den Vereinten Nationen halten enge Kontakte zu anderen internationalen und regionalen Institutionen. Das VN-Büro leistet zudem einen substantiellen Beitrag zum Prozess der Entwicklungsfinanzierung, während die Büros in Asien und Europa die bilaterale und regionale Überwachung unterstützen und einen maßgeblichen Anteil an der Kommunikationsarbeit des IWF haben (siehe Kapitel 8).

Unterstützende Dienstleistungen

Die Abteilung Personalwesen hilft sicherzustellen, dass der Mitarbeiterstab des IWF die richtige Mischung von Fähigkeiten, Erfahrung und Vielfalt aufweist, um den sich ändernden Anforderungen an die Organisation gerecht zu werden. Ferner hilft sie zu gewährleisten, dass das Personal so verwaltet, organisiert und eingesetzt wird, dass die Effektivität maximiert wird, die Kosten reduziert werden und die Arbeitsbelastung sowie der Stress auf einem erträglichen Niveau gehalten werden. Die Abteilung entwickelt Grundsätze und Verfahren, die dem IWF helfen, seine Arbeitsziele zu erreichen. Sie verwaltet Gehaltszahlungen und Sozialleistungen, Einstellungen und Programme zur Karriereplanung und fördert die organisatorische Effektivität, indem sie die Abteilungen bei der Verfolgung ihrer personalpolitischen Ziele unterstützt.

Die Abteilung Sekretariat organisiert und berichtet über die Arbeit der leitenden Gremien des IWF und stellt ihnen sowie der Gruppe der 24 Entwicklungsländer Sekretariatsdienste zur Verfügung. Sie unterstützt die Geschäftsleitung vor allem bei der Vorbereitung und Koordinierung des Arbeitsprogramms des Exekutivdirektoriums und anderer offizieller Gremien. Dazu zählt auch die Terminplanung und die organisatorische Unterstützung bei der Durchführung von Direktoriumssitzungen. Mit der Erfüllung dieser Aufgaben fördert die Abteilung offene und effiziente Kommunikationskanäle zwischen den Leitungsgremien, der Geschäftsleitung und dem Mitarbeiterstab. Die Abteilung organisiert außerdem zusammen mit ihrem Pendant in der Weltbank die Jahrestagungen.

Die Abteilung Technologie und allgemeine Dienste organisiert und erbringt Dienste, die für die laufenden Geschäfte des IWF notwendig sind. Hierzu gehören Informationsdienste (Informationstechnologie, Bibliotheksdienst, Multimedia-dienste, Dokumentation und Archivverwaltung sowie Telekommunikation), Gebäudedienste (Bauprojekte und Gebäudeverwaltung), allgemeine Verwaltungsdienste (Reise-service, Konferenz- und Cateringdienste sowie Beschaffungswesen), Sprachendienste (Übersetzung, Dolmetscherdienste und nicht-englischsprachige Veröffentlichungen) und ein breites Spektrum von Diensten für die Sicherheit und zur Aufrechterhaltung des laufenden Geschäfts (Sicherheit in der Zentrale und vor Ort sowie die Sicherheit der Informationstechnologie).

Der IWF hat außerdem Sektionen, die dem Büro des Geschäftsführenden Direktors unterstellt sind.

Das Büro für Haushalt und Planung berät das Exekutivdirektorium, die Geschäftsführung des Fonds und die Abteilungen hinsichtlich der Erstellung und Durchführung des Verwaltungs- und Kapitalhaushalts. Des Weiteren ist es für die Umsetzung der oben beschriebenen Reformen des mehrjährigen Haushaltsrahmens zuständig.

Das Büro für interne Revision und Inspektion (Office of Internal Audit and Inspection – OIA) unterstützt die innere Führung des IWF, indem es unabhängige Untersuchungen über die Leistungsfähigkeit des Risikomanagements, der Kontrollmechanismen und der Governance-Prozesse des IWF durchführt. Das OIA führt jährlich 20 bis 25 Überprüfungen und Revisionen durch. Sie prüfen zum Beispiel, ob die Kontrollen und Verfahren zur Sicherung und Verwaltung der Aktiva und Konten des Fonds angemessen sind, beurteilen die Effizienz und Effektivität der Nutzung interner Ressourcen, bewerten die Angemessenheit des Informationstechnologie-Managements und stellen sicher, dass die Sicherheit der Gebäude und der Informationssysteme gewährleistet ist.

Das Büro für das Management der technischen Hilfe hat die Aufgabe, die Effektivität und Verfügbarkeit der technischen Hilfe des IWF an die Mitgliedsländer zu verbessern. Es ist verantwortlich für (1) die Entwicklung, die Umsetzung und das Berichtswesen der Grundsatzpolitik im Bereich der technischen Hilfe und (2) für die Mobilisierung und Verwaltung der Mittel für die technische Hilfe.

Unabhängiges Evaluierungsbüro

Das Unabhängige Evaluierungsbüro (IEO) wurde 2001 vom Exekutivdirektorium geschaffen, um die Transparenz und die Rechenschaftspflicht zu erhöhen sowie die Lernkultur des IWF zu verbessern. Das IEO arbeitet unabhängig von der Geschäftsleitung und vom Mitarbeiterstab des IWF und berichtet dem Exekutivdirektorium regelmäßig über seine Erkenntnisse. Detaillierte Informationen über die Aktivitäten des IEO einschließlich Aufgabengebiet, Arbeitsprogramm, Veröffentlichungen und Kommunikationsstrategie können auf seiner Webseite (www.imf.org/ieo) eingesehen werden. Im Mai 2005 wurde Thomas A. Bernes mit Wirkung von Juni 2005 als Nachfolger von Montek Singh Ahluwalia zum Direktor des IEO ernannt. Ahluwalia, der das IEO als erster Direktor seit Juli 2001 geleitet hatte, verließ das Amt, um Stellvertretender Vorsitzender der Planungskommission Indiens zu werden.

Im Geschäftsjahr 2005 schloss das IEO Evaluierungen zu folgenden Themen ab: die Rolle des IWF bei der Erstellung von Strategiedokumenten zur Armutsbekämpfung und im Hinblick auf die Armutsbekämpfungs- und Wachstumsfazilität (siehe Kapitel 4), die Rolle des IWF in Argentinien (siehe Kapitel 3) und die technische Hilfe des IWF (siehe Kapitel 6).

Leitende Mitarbeiter

(Stand vom 30. April 2005)

Gerd Häusler, Berater

Raghuram G. Rajan, Volkswirtschaftlicher

Berater

Regionalabteilungen

Abdoulaye Bio-Tchané

Direktor, Abteilung Afrika

David Burton

Direktor, Abteilung Asien und Pazifik

Michael C. Deppler

Direktor, Abteilung Europa

Mohsin S. Khan

Direktor, Abteilung Naher Osten und

Zentralasien

Anoop Singh

Direktor, Abteilung Westliche Hemisphäre

Fachabteilungen und Abteilungen für besondere Dienstleistungen

Michael G. Kuhn

Direktor, Abteilung Finanzen

Teresa M. Ter-Minassian

Direktorin, Abteilung Fiskalpolitik

Leslie J. Lipschitz

Direktor, IWF-Institut

Gerd Häusler

Direktor, Abteilung Internationale

Kapitalmärkte

Sean Hagan

Chefsyndikus, Abteilung Recht

Stefan Ingves

Direktor, Abteilung Währungs- und

Finanzsysteme

Mark Allen

Direktor, Abteilung Grundsatzpolitik

Raghuram G. Rajan

Direktor, Abteilung Forschung

Robert Edwards

Direktor, Abteilung Statistik

Information und Liaison

Thomas C. Dawson II

Direktor, Abteilung für Presse- und

Öffentlichkeitsarbeit

Hiroyuki Hino

Direktor, Regionalbüro Asien und Pazifik

Saleh M. Nsouli

Direktor, Europa-Büros

Reinhard Münzberg

Direktor und Sonderbeauftragter bei den

VN, IWF-Büro bei den Vereinten Nationen

Unterstützende Dienstleistungen

Jorge R. Marquez-Ruarte

Direktor, Abteilung Personalwesen

Shailendra J. Anjaria

Sekretär, Abteilung Sekretariat

Brian C. Stuart

Direktor, Abteilung Technologie und

allgemeine Dienste

Büros

Barry H. Potter

Direktor, Büro für Haushalt und Planung

Alain Coune

Direktor, Büro für interne Revision und

Inspektion

Claire Liuksila

Direktorin, Büro für das Management der

technischen Hilfe

Thomas Bernes

Direktor, Unabhängiges Evaluierungsbüro

(Amtsübernahme im Juni 2005)

Im nächsten Geschäftsjahr wird das IEO den Ansatz des IWF zur Liberalisierung der Kapitalbilanz und die Unterstützung des IWF für Jordanien von 1989 bis 2004 beurteilen und zusammen mit der Projektbewertungsabteilung der Weltbank das gemeinsame Programm von IWF und Weltbank zur Beurteilung des Finanzsektors (FSAP) bewerten.

Die Überprüfung der Beschäftigungsbedingungen, Gehälter und Zusatzleistungen und die Überprüfung der Informationstechnologie erfassen Ausgabenbereiche, die mehr als 75 Prozent des gesamten Verwaltungshaushalts ausmachen.

Das Haushaltsdokument ist elektronisch verfügbar unter www.imf.org/external/np/pp/eng/2005/040105.htm.

Das Exekutivdirektorium billigte eine strukturelle Anpassung in Höhe von 3,6 Prozent, korrigierte diesen Wert aber nachträglich um 2 Prozentpunkte nach oben.

Darüber hinaus wird eine Aufwandsentschädigung von 67 380 $ gewährt.

Bei der Festlegung der Gehaltsanpassungen für die Exekutivdirektoren orientierte sich der Ausschuss unter anderem an den prozentualen Veränderungen der Entlohnung der höchsten Beamten in den Finanzministerien und den Zentralbanken ausgewählter Mitgliedsländer und an den Veränderungen des Verbraucherpreisindex in den jeweiligen Ländern.

Diese Angaben gelten nicht für den Exekutivdirektor und den Stellvertretenden Exekutivdirektor der USA, deren Gehälter den Obergrenzen des US-Kongresses unterliegen.

    Other Resources Citing This Publication