Chapter

Haushalt, Personalwesen und Organisation

Author(s):
International Monetary Fund
Published Date:
October 2004
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Das Geschäftsjahr 2004 war gekennzeichnet durch anhaltende Budgetbeschränkungen und -reformen, Veränderungen in der Geschäftsleitung und bei den leitenden Mitarbeitern sowie Umorganisationen der Abteilungen, die das sich ändernde Umfeld widerspiegeln.

Der Verwaltungshaushalt des IWF für das Geschäftsjahr 2004, der Gesamtausgaben in Höhe von 837,5 Mio. $ genehmigte, wurde um 31,4 Mio. $ unterschritten. Dies ist darauf zurückzuführen, dass der Fonds seine Bemühungen fortsetzte, sein internes Haushaltsverfahren zu modernisieren, bei der Zuweisung der Mittel Prioritäten setzte und eine Obergrenze bei der Anzahl der Mitarbeiterstellen einhielt. Die gesamten Kapitalausgaben blieben im Rahmen des genehmigten Budgets von 39,6 Mio. $. Im Oktober 2003 richtete der Fonds einen neuen internen Ausschuss ein, der die Geschäftsleitung bei der Mittelzuweisung im Rahmen des Haushalts für das Geschäftsjahr 2005 beraten soll.

Zu den Veränderungen bei der Geschäftsführung im Berichtsjahr gehörte der Rücktritt des Geschäftsführenden Direktors Horst Köhler im März 2004, nachdem er seine Nominierung als Kandidat für das Amt des deutschen Bundespräsidenten angenommen hatte. Seine Nachfolge trat im Juni 2004 Rodrigo de Rato an. Der Stellvertretende Geschäftsführende Direktor Eduardo Aninat verließ den Fonds im Juni 2003, und der Stellvertretende Geschäftsführende Direktor Shigemitsu Sugisaki trat im Januar 2004 in den Ruhestand. Ihre Nachfolger sind Agustín Carstens und Takatoshi Kato.

Außerdem kam es zu einer Reihe von Änderungen in der Abteilungsstruktur. Die Abteilung Europa II, die 1992 gegründet worden war, um die baltischen Staaten, Russland und andere Länder der ehemaligen Sowjetunion bei ihrem Übergang zu einer Marktwirtschaft zu unterstützen, wurde aufgelöst, da die mittelund osteuropäischen Länder sich auf den Beitritt zur EU vorbereiteten. Die Länder, die vorher im Zuständigkeitsbereich dieser Abteilung lagen, wurden der Abteilung Europa und der Abteilung Naher Osten und Zentralasien (vorher Abteilung Naher Osten) zugeordnet. Darüber hinaus wurde die Abteilung Afrika gegen Ende des Geschäftsjahres mit dem Ziel umorganisiert, ihre Kapazitäten zur Unterstützung der Niedrigeinkommensländer in ihrem Zuständigkeitsbereich zu stärken.

Verwaltungs-und Kapitalhaushalt

Der Verwaltungshaushalt des IWF, der den Zeitraum zwischen dem 1. Mai und dem 30. April abdeckt, stellt Mittel für Personalkosten, Reisekosten und andere wiederkehrende Ausgaben zur Verfügung. Er wird vom Exekutivdirektorium des IWF sowohl auf Bruttoais auch auf Nettobasis genehmigt. Der Bruttohaushalt schließt Ausgaben ein, die aus „Erstattungen” finanziert werden, vor allem aus Beiträgen externer Geber zum Kapazitätsaufbau (technische Hilfe sowie Aus-und Weiterbildung von Beamten der Mitgliedsländer) und aus kleineren Erlösen aus dem Verkauf von Publikationen. Der Nettohaushalt wird durch das Nettoeinkommen aus der Geschäftstätigkeit des IWF finanziert. Das Exekutivdirektorium setzt Obergrenzen für die Brutto-und Nettoausgaben sowie für die Vollzeitstellen des Stabes (befristete und unbefristete). Mit Beginn des kommenden Geschäftsjahres legt das Exekutivdirektorium zudem eine auf drei Jahre bezogene Ausgabenobergrenze für Investitionsprojekte fest – Gebäudeeinrichtungen, darunter auf Vorschriften basierende und sicherheitsrelevante Nachrüstungen, und informationstechnische Projekte.

Haushaltsreformen

Nach Abschluss einer externen Überprüfung im Jahr 2001 modernisiert der IWF derzeit seine internen Haushaltsverfahren und -praktiken mit dem Ziel – soweit für die Institution umsetzbar und geeignet – ein ergebnisorientiertes Budgetsystem einzuführen, das sich an die Systeme anlehnt, die sich im öffentlichen Sektor vieler Industrieländer herausgebildet haben.

In Übereinstimmung mit diesem Ziel wechselte der IWF unter Beibehaltung einer Obergrenze für die Zahl der Stabspositionen zu einer Budgetierung in Dollar, verordnete eine in Dollar festgelegte Beschränkung für den Umfang des Verwaltungshaushalts, kehrte zurück zu einem mittelfristigen Rahmenwerk für die Ausgaben, verlangte von den Abteilungen die Aufstellung von Geschäftsplänen für die Erbringung von Dienstleistungen für Mitgliedsländer wie auch für andere Abteilungen, überarbeitete die Struktur der Leistungs-und Tätigkeitskategorien, um die Leistungen der Fondsabteilungen zu klassifizieren, revidierte die internen Buchhaltungsstrukturen, um eine leichtere Budgetverwaltung auf Abteilungsebene zu erzielen, informierte, wenn es angezeigt war, das Exekutivdirektorium über die Vollkosten der neuen Politikinitiativen und Finanzierungsvorschläge und reformierte das Kapitalhaushaltsverfahren, um es in Übereinstimmung mit Standardpraktiken zu bringen.

Neben der Konsolidierung der oben erwähnten Reformen konzentrierten sich im Geschäftsjahr 2004 zusätzliche Veränderungen auf eine angemessene Prioritätensetzung bei der Mittelzuweisung, auf die Verbesserung der Kalkulation der Tätigkeitskosten und auf die Entwicklung von Leistungsindikatoren. Im Oktober 2003 wurde der interne Ausschuss für Haushaltsprioritäten (Committee on Budget Priorities – CBP) eingerichtet, der die Geschäftsleitung bei der Mittelzuweisung im Rahmen des Haushalts für das Geschäftsjahr 2005 beraten soll. Bei den Überlegungen zur Grobzuweisung von Mitteln für die verschiedenen Leistungen berücksichtigte der CBP die wahrscheinlichen Kosten neuer oder erweiterter Politikmaßnahmen, die erwarteten Mittelforderungen aus der Programmarbeit oder anderer intensiver Länderarbeit, die prognostizierte Nachfrage nach sonstigen Primärleistungen, darunter technische Hilfe, Forschung, Standards und Kodizes sowie externe Aus-und Weiterbildung, den bestehenden Druck auf den IWF-Mitarbeiterstab und auf andere Ressourcen sowie den Spielraum für die Rückführung oder Rationalisierung bestehender Aktivitäten. Außerdem wurden wesentliche Vorarbeiten zu einer Verbesserung der Kostenzuordnung geleistet, indem bessere Maße und Aufteilungen von Gemeinkosten entwickelt wurden. Eine für Leistungsindikatoren zuständige Arbeitsgruppe empfahl, dass der Fonds ein System von Standards schaffen sollte, wobei sie betonte, dass das System in angemessener Zeit, mit Einsicht der Betroffenen und mit ausreichenden Mitteln entwickelt werden sollte.

Im Geschäftsjahr 2005 wird der Fonds in drei Bereichen bereits begonnene Reformbemühungen fortsetzen: ein neues Zeiterfassungssystem, ein neues Kostenzuordnungssystem zur Ergänzung dieses Zeiterfassungssystems und ein Pilotprojekt zu Leistungsindikatoren für bestimmte IWF-Tätigkeiten. Diese Reformen werden unterstützt durch einen entschlossenen Ansatz zur Verbesserung der computergestützten Verwaltungsinformationssysteme unter der Führung des abteilungsübergreifenden Ausschusses für Fragen der Informationstechnologie. Ein großer Teil dieser Arbeit wird ausgelagert.

Als Teil der Haushaltsreformen hat der IWF zudem begonnen, die Abteilungen anhand einer Null-Basis-Budgetierung zu überprüfen. Die Überprüfungen, die federführend vom Büro Interne Revision und Inspektion und mit Beteiligung des Büros Haushalt und Planung durchgeführt werden, haben das Ziel, Tätigkeiten zu identifizieren, die für das Erreichen der Fondsziele von geringerer Bedeutung sind und möglicherweise Spielräume für eine Umwidmung von Ressourcen hin zu Bereichen mit einer höheren Priorität bieten. Darüber hinaus wird bei den Überprüfungen, wie bei früheren Aktivitäten des Büros Interne Revision und Inspektion, die Effektivität der Abteilungsleitung beim Erreichen der Aufgaben und Ziele der Abteilung beurteilt. Pro Jahr sollen zwei solcher Abteilungs-Überprüfungen durchgeführt werden.

Haushalte und tatsächliche Ausgaben im Geschäftsjahr 2004

Der Verwaltungshaushalt des IWF für das am 30. April 2004 abgelaufene Geschäftsjahr (Geschäftsjahr 2004) genehmigte Gesamtausgaben von 837,5 Mio. $ (oder netto 785,5 Mio. $ nach Abzug der Erstattungen). Der Kapitalhaushalt des Geschäftsjahres 2004 stellte 39,6 Mio. $ für Projekte zur Verfügung, die im Geschäftsjahr 2004 begonnen wurden, davon 13,2 Mio. $ für Gebäudeausstattung und 26,4 Mio. $ für Informationstechnologieprojekte.

Tabelle 8.1Verwaltungshaushalte für die Geschäftsjahre 2002–051(Millionen US-Dollar)
Am 30. April 2002

abgelaufenes

Geschäftsjahr:

Tatsächliche Ausgaben
Am 30. April 2003

abgelaufenes

Geschäftsjahr:

Tatsächliche Ausgaben
Am 30. April 2004

abgelaufenes

Geschäftsjahr:

Haushalt
Am 30. April 2004

abgelaufenes

Geschäftsjahr:

Tatsächliche Ausgaben
Am 30. April 2005

ablaufendes

Geschäftsjahr:

Haushalt
Verwaltungshaushalt
Personalausgaben
Gehälter320,7337,1359,7355,9373,8
Sozialausgaben und andere Personalausgaben161,0191.3206,1200,3259,9
Zwischensumme481,7528,4565,8556,2633,7
Sonstige Ausgaben
Reisen94,479,9100,691,597,6
Sonstige Ausgaben145,3155,7171,1158,4173,8
Zwischensumme239,6235,6271,72249,9271,43
Gesamter Verwaltungshaushalt (brutto)721,3764,0837,5806,1905,1
Vergütungen(44,6)(44,1)(52,0)(58,5)(55,5)
Gesamter Verwaltungshaushalt (netto)676,7719,9785,5747,6849,6
Hinweis: Abweichungen bei den Gesamtbeträgen gehen auf das Runden der Zahlen zurück.

Verwaltungshaushalte, die vom Direktorium für das am 30. April 2004 abgelaufene und für das am 30. April 2005 ablaufende Geschäftsjahr gebilligt wurden, gegenüber tatsächlich entstandenen Ausgaben für die jeweils am 30. April abgelaufenen Geschäftsjahre 2002, 2003 und 2004.

Einschließlich Rücklage für Eventualverbindlichkeiten in Höhe von 5 Mio. $: 1 Mio. $ für Reisen, 1 Mio. $ für sonstige Ausgaben und 3 Mio. $ für Personalrückstellung.

Einschließlich Rücklage für Eventualverbindlichkeiten in Höhe von 3 Mio. $: 1 Mio. $ für Reisen, 1 Mio. $ für sonstige Ausgaben und 1 Mio. $ für Personalrückstellung.

Hinweis: Abweichungen bei den Gesamtbeträgen gehen auf das Runden der Zahlen zurück.

Verwaltungshaushalte, die vom Direktorium für das am 30. April 2004 abgelaufene und für das am 30. April 2005 ablaufende Geschäftsjahr gebilligt wurden, gegenüber tatsächlich entstandenen Ausgaben für die jeweils am 30. April abgelaufenen Geschäftsjahre 2002, 2003 und 2004.

Einschließlich Rücklage für Eventualverbindlichkeiten in Höhe von 5 Mio. $: 1 Mio. $ für Reisen, 1 Mio. $ für sonstige Ausgaben und 3 Mio. $ für Personalrückstellung.

Einschließlich Rücklage für Eventualverbindlichkeiten in Höhe von 3 Mio. $: 1 Mio. $ für Reisen, 1 Mio. $ für sonstige Ausgaben und 1 Mio. $ für Personalrückstellung.

Das Ergebnis des Verwaltungshaushaltes für das Geschäftsjahr 2004 belief sich auf 806,1 Mio. $ auf Bruttobasis; das sind 31,4 Mio. $ (3,7 %) weniger als im ursprünglichen Budget veranschlagt. Die Minderausgaben betrugen bei den Aufwendungen für Personal 9,6 Mio. $, bei den Reisekosten 9,1 Mio. $ und bei Aufwendungen für andere Tätigkeiten 12,7 Mio. $, darunter 5,0 Mio. $ bei den unvorhergesehenen Ausgaben. Auf Grund einer intensiveren Einforderung von Rabatten und Ermäßigungen bei den Verhandlungen über Flugticketpreise und zunehmender Beiträge externer Geber für technische Hilfe und Ausbildungstätigkeiten überstiegen die Erstattungen ihren Budgetansatz. Die Minderausgaben lagen im Verwaltungshaushalt des Geschäftsjahres 2004 auf Nettobasis bei 4,8 %.

Die Budgetunterschreitung war zurückzuführen auf eine Kombination von niedriger als geplanten Leistungen, Effizienzgewinnen und niedriger als vorausgeschätzten Kosten.

Bei der bilateralen und regionalen Überwachung, bei der Inanspruchnahme von Fondsmitteln und beim Kapazitätsaufbau blieben die gemessenen Gesamtleistungen unterhalb des geplanten Niveaus. In den beiden anderen primären Leistungsbereichen – (1) Politikentwicklung, Forschung und Funktionsweise des internationalen Währungssystems sowie (2) Festlegung von Standards – lagen die Ergebnisse dagegen dichter an den aggregierten Geschäftsplänen der Abteilungen. Dieses Unterschreiten der Output-Ziele war weitgehend auf die zahlreicher als erwarteten Stellenvakanzen zurückzuführen, was zum Teil Ergebnis größerer organisatorische Veränderungen war.

Deutliche Effizienzgewinne wurden bei den Dienstreisen erreicht. Die gesamte Reisetätigkeit sank gegenüber dem Geschäftsjahr 2003, zum Teil, weil Stabsmissionen, insbesondere die für Artikel-IV-Konsultationen und Tätigkeiten im Rahmen von Programmen zur Bewertung des Finanzsektors sowie die von Fachabteilungen, kürzer ausfielen und weil die Stabsdelegationen kleiner waren.

Auf der Kostenseite waren neben der insgesamt höheren Vakanzenquote bei den Mitarbeiterstellen die niedriger als angesetzten Personalaufwendungen vor allem das Ergebnis geringerer Ausgaben für externe Fachleute und von Änderungen im US-Steuerrecht. Die niedriger als geplanten Ausgaben für Fachleute sind zurückzuführen auf eine stärkere Hinwendung zu einer strategischeren (vorgelagerten) Ausrichtung bei der Erbringung der technischen Hilfe, die mit einer Abkehr von langfristigen Engagements von Vor-Ort-Fachleuten zu Gunsten kurzfristiger Verträge verbunden ist. Die Reduzierung der Einkommensteuersätze im Rahmen des U.S. Jobs and Growth Tax Relief Reconciliation Act von 2003, das nach der Genehmigung des Haushalts des Fonds für das Geschäftsjahr 2004 in Kraft getreten ist, führte zu Einsparungen von nahezu 4 Mio. $ auf Grund von Steuerfreibeträgen.

Die gesamten Kapitalausgaben des Geschäftsjahres 2004 lagen innerhalb des genehmigten Budgets. Der Bau des zweiten Gebäudes der Zentrale bleibt im Rahmen des vom Exekutivdirektorium im April 2002 genehmigten Haushalts in Höhe von 149,3 Mio. $ und damit auf der Linie des überarbeiteten Projektplanes (siehe Kasten 8.1). Informationen über tatsächliche Ausgaben im Verwaltungshaushalt der Geschäftsjahre 2002 bis einschließlich 2004 und über die angesetzten Ausgaben für die Geschäftsjahre 2004 und 2005 sind in Tabelle 8.1 enthalten.

Haushalte für das Geschäftsjahr 2005

Am 28. April 2004 billigte das Exekutivdirektorium einen Bruttoverwaltungshaushalt in Höhe von 905,1 Mio. $ (849,6 Mio. $ nach Abzug von geschätzten Erstattungen) für das Geschäftsjahr 2005.1 Dieser Betrag schließt einen Beitrag zum Angestelltenpensions-plan in Höhe von 14 % der Bruttogehaltssumme (74 Mio. $) ein. Dies ist zurück-zuführen auf die Entscheidung, die jährlichen Haushaltsbeiträge zum Angestelltenpensionsplan auf einen Satz von 14 % zu normalisieren, wobei Entnahmen von oder Zuführungen zu den Rücklagen von der versicherungsmathematischen Überprüfung der erforderlichen Beitragsrate abhängen. Wenn diese Beiträge zum Angestelltenpensionsplan ausgenommen werden, stellt der Haushalt für das Geschäftsjahr 2005 eine Erhöhung von brutto 2,4 % (2,1 % netto) gegenüber dem genehmigten Haushalt des Vorjahres dar.

In Übereinstimmung mit dem umfassenden Ziel, die gegenwärtige Größe der Institution beizubehalten, ist der Verwaltungshaushalt für das Geschäftsjahr 2005 so konzipiert, dass er die grundsätzlichen strategischen Ziele finanziert (wie im Bericht der amtierenden Geschäftsführenden Direktorin vom 19. April 2004 an den Internationalen Währungs-und Finanzausschuss über das geschäftspolitische Programm des IWF dargelegt). Diese Ziele umfassen die Stärkung des Rahmenwerkes für Überwachung und Krisenprävention, den Entwurf wirkungsvollerer Krisenlösungsstrategien, die Unterstützung der Niedrigeinkommensländer bei der Verwirklichung eines hohen und tragfähigen Wachstums, das erforderlich ist, um die Armut zu reduzieren und entscheidende Fortschritte in Richtung auf die Millennium-Entwick-lungsziele zu erreichen sowie den Ausbau der institutionellen Kapazitäten der Mitgliedsländer.

Um den Fonds bei der Verfolgung dieser Ziele zu unterstützen, sieht der Haushalt für das Geschäftsjahr 2005 Folgendes vor:

Kasten 8.1Neues Gebäude der Zentrale

Der Bau eines zweiten Gebäudes für die IWF-Zentrale, das an das bestehende Gebäude der Zentrale angrenzt, befindet sich in einem fortgeschrittenen Stadium. Das neue Gebäude wird den IWF in die Lage versetzen, den gesamten Mitarbeiterstab der Zentrale in einem einzigen Gebäudekomplex unterzubringen. Dies wird zu Kosteneinsparungen führen, da künftig kein Büroraum mehr angemietet werden muss. Der Bau des neuen Gebäudes begann im Oktober 2002. Derzeit ist geplant, den Bezug des Gebäudes Mitte 2005 abzuschlie ßen, also vor dem ursprünglich für Januar 2006 angesetzten Termin. Der Fonds beabsichtigt, Flächen für den Einzelhandel im Erdgeschoss zu vermieten.

  • Zwölf zusätzliche Mitarbeiterstellen in der Abteilung Afrika zur Stärkung der Arbeit des IWF in dieser Region; eine neue Arbeitseinheit wird die Einbeziehung der Analyse der Armutseffekte und sozialen Auswirkungen in die Arbeit des IWF in den Niedrigeinkommensländern unterstützen.

  • Einrichtung eines Zentrums für technische Hilfe im Nahen Osten, um die Arbeit des Fonds beim Kapazitätsaufbau in dieser Region zu stärken.

  • Intensivierung der Arbeit bei der regionalen Überwachung und – in Übereinstimmung mit den Empfehlungen des Unabhängigen Evaluierungsbüros des IWF-bei den regelmäßigen Ex-post-Überprüfungen von Ländern, die von einer überlangen Inanspruchnahme von Fondsmitteln profitieren.

Der Fonds kann diese Initiativen umsetzen, indem er Mitarbeiterstellen und Dollarmittel, die durch Effizienzgewinne in unterstützenden Tätigkeiten freigesetzt werden, umverteilt, seine Arbeit in Europa und Asien rationalisiert und Tätigkeiten mit einer niedrigeren Priorität reduziert oder abschafft. Der Verwaltungshaushalt für das Geschäftsjahr 2005 stellt zudem Mittel für ein erweitertes Programm zur Bekämpfung der Geldwäsche und der Terrorismusfinanzierung (AML/CFT) zur Verfügung. Der Fonds wird die Kosten dieses Programms decken, indem er Mitarbeiter und Mittel umschichtet und auf externe Finanzierungsmittel (für damit verbundene technische Hilfe) zurückgreift. Drei Mitarbeiterstellen werden für das Programm zusätzlich eingerichtet, sodass die Gesamtzahl der Stellen auf 2 802 steigt.

In Übereinstimmung mit den genannten Plänen und Prioritäten für das Geschäftsjahr 2005 planen die Abteilungen insgesamt, den Anteil der für die Überwachung vorgesehenen Mittel ausgehend von 46 % im Geschäftsjahr 2004 um 0,5 Prozentpunkte zu erhöhen. Die Fach-und Unterstützungsabteilungen beabsichtigen, einen größeren Anteil ihrer Mittel für die Unterstützung der Inanspruchnahme von Fondsmitteln in Niedrigeinkommensländern einzusetzen. Insgesamt planen die Abteilungen außerdem eine kleine Erhöhung der Mittel, die für Forschung im Bereich der Krisenvorbeugung und der internationalen Finanzarchitektur vorgesehen sind, sowie für den Kapazitätsaufbau, insbesondere für die regionalen Zentren für technische Hilfe. Der geschätzte Anteil der jeweiligen Tätigkeiten an der gesamten Leistung, die mit dem Verwaltungshaushalt finanziert wird, wird in Schaubild 8.1 dargestellt.

Schaubild 8.1Veranschlagter Anteil der Mittel nach Leistungskategorie, GJ 2005

(Prozent des Verwaftungshaushalts, netto)

Auf der Kostenseite berücksichtigt der Verwaltungshaushalt für das Geschäftsjahr 2005 niedrigere projizierte Preiserhöhungen im Geschäftsjahr 2005 und einen Rückgang des Geschäftsvolumens. Zudem wurde die Mittelbereitstellung für Eventualfälle im Geschäftsjahr 2005 von 5 Mio. $ im Geschäftsjahr 2004 auf 3 Mio. $ reduziert. Im Vergleich zum Vorjahresbudget sieht der Haushalt 2005 bei den Personalausgaben einen Anstieg von 3,9 % vor. Dagegen bleibt die Mittelbereitstellung für Gehälter von Mitarbeitern, die nicht dem Stab angehören (Berater und Angestellte mit befristetem Arbeitsvertrag) nominal weitgehend konstant. Insgesamt wird die Mittelbereitstellung für nicht personal-bezogene Ausgaben (Reisekosten und andere Ausgaben) im Geschäftsjahr 2005 gegenüber dem Vorjahresbudget nominal leicht zurückgehen.

Der dreijährige Kapitalplan für die Geschäftsjahre 2005 bis 2007, der alle neuen Investitionsprojekte erfasst, deren Beginn in den nächsten drei Jahren geplant ist und der den Kapitalhaushalt 2005 untermauert, wird auf 123 Mio. $ veranschlagt. Im Geschäftsjahr 2003 wurden 115 Mio. $ für den Plan der Geschäftsjahre 2004 bis 2006 genehmigt. Der Anstieg ist auf die erhöhten Sicherheitskosten zurückzuführen. Nach der Fertigstellung des zweiten Gebäudes der Zentrale sind mittelfristig keine weiteren größeren Bauvorhaben geplant. Nach der jüngsten Zunahme der mit dem Ersatz der wichtigsten Verwaltungs-und Finanzinformationssysteme in den vergangenen zwei Geschäftsjahren verbundenen Investitionsausgaben werden die Investitionen in die Informationstechnologie zurückgehen.

Vor diesem Hintergrund beläuft sich das Kapitalbudget des Geschäftsjahres 2005 in Übereinstimmung mit der Dreijahres-Obergrenze für projektbezogene Investitionsausgaben auf 31,8 Mio. $. Das Kapitalbudget für dieses Jahr schließt die oben erwähnten höheren Sicherheitskosten, die weitere Integration von Wirtschaftsdatenbanken und die grundlegende Netzinfrastruktur für das neue Gebäude ein.

Der mittelfristige Ausgabenrahmen

Seit dem Geschäftsjahr 2002 erstellt der IWF einen jährlichen mittelfristigen Ausgabenrahmen, der die Kosten der Politikmaßnahmen des laufenden und der beiden folgenden Jahre bei konstanter Anzahl der Mitarbeiterstellen anzeigt. Der Rahmen sieht die gleichen Preissteigerungen für Personal-und Reisekosten sowie für andere Ausgaben vor, wie sie im Haushalt 2005 angesetzt worden sind. Der diesjährige Ausgabenrahmen berücksichtigt den Ort und die Kosten der Jahrestagung (Washington, D.C., in den Geschäftsjahren 2005 und 2006 und Singapur im Jahr 2007) sowie die Eröffnung des zweiten Gebäudes der Zentrale (u. a. die Umzugskosten, die Einsparungen bei den Mietkosten und die laufenden Kosten des neuen Gebäudes). Auf der Grundlage der obigen Annahmen und Anpassungen ist bei den Nettoverwaltungsausgaben des Fonds mit einem Anstieg von 3,6 % im Geschäftsjahr 2006 und von 3,8 % im Geschäftsjahr 2007 zu rechnen.

Personalwesen

Der Geschäftsführende Direktor ernennt einen Mitarbeiterstab, der ausschließlich dem IWF verantwortlich ist. Er hat dabei „gebührend darauf zu achten, dass die Auswahl des Personals auf möglichst breiter geografischer Grundlage erfolgt”, wie es im IWF-Übereinkommen heißt, und dass die nationale Vielfalt des Mitarbeiterstabs die Mitgliedschaft widerspiegelt, „wobei jedoch einem Höchstmaß an Leistungsfähigkeit und Sachkunde vorrangige Bedeutung zukommt”.

Die Ziele des IWF erfordern, dass alle, die für die Institution arbeiten, den höchsten Standards für ethisches Verhalten genügen und damit den Werten der Integrität, der Unparteilichkeit und der Diskretion entsprechen, wie sie im Verhaltenskodex des IWF und in seinen Geschäftsbestimmungen niedergelegt sind. Diesen hohen Standards entsprechend hat der IWF ein Zertifizierungs-und Offenlegungsverfahren für die Finanzen seiner Mitarbeiter sowie andere interne Kontrollen eingeführt, um tatsächlichen oder angenommenen Interessenskonflikten vorzubeugen.

Da die Erhaltung der Kontinuität und des institutionellen Gedächtnisses im Interesse der Mitgliedschaft ist, hat die Beschäftigungspolitik des IWF das Ziel, ein Korps internationaler Beamter zu rekrutieren und an sich zu binden, die daran interessiert sind, ihre berufliche Laufbahn oder einen wesentlichen Teil davon im IWF zu verbringen. Angesicht des sich ändernden Arbeitsmarktes und des Nutzens neuer Sichtweisen erkennt der IWF aber gleichzeitig die Vorteile an, die kürzerfristige Beschäftigungsverhältnisse und die Einstellung von Fachkräften mit mehrjähriger Berufserfahrung bieten. Bei einer Reihe von Fertigkeiten und Tätigkeiten, die hauptsächlich mit bestimmten Dienstleistungen und hochspezialisierten Wirtschafts-und Finanzkenntnissen zusammenhängen, ist es aus geschäftspolitischen Gründen sinnvoll, befristete Einstellungen vorzunehmen oder Stellen außerhalb des IWF mit den Arbeiten zu betrauen.

Am 31. Dezember 2003 beschäftigte der IWF 1 954 Fachund Führungskräfte (etwa zwei Drittel davon Volkswirte) und 739 Mitarbeiter als Stabsassistenten. Zusätzlich zu seinem Personal waren beim IWF 317 Angestellte mit befristetem Arbeitsvertrag tätig, zu denen Sachverständige für technische Hilfe, Berater und andere vorübergehende Angestellte, die nicht unter das Stabskontingent fielen, zählten. Von den 184 Mitgliedsländern des IWF waren 141 im Mitarbeiterstab des IWF vertreten (siehe Tabelle 8.2 zur Entwicklung der Nationalitätenverteilung beim Fachpersonal des IWF seit 1980).

Tabelle 8.2Verteilung des Fach-und Führungspersonals nach Nationalität1(Prozent)
Gebiet2198019902003
Afrika3,85,85,4
Asien12,312,715,5
Japan1,41,91,5
Sonstige10,910,814,0
Europa39,535,134,5
Deutschland3,74,35,0
Frankreich6,95,54,4
Italien1,71,42,8
Vereinigtes Königreich8,28,05,4
Transformationsländer4,5
Sonstige19,015,912,4
Naher Osten5,45,54,6
Westliche Hemisphäre39,141,040,1
Kanada2,62,83,8
Vereinigte Staaten25,925,924,6
Sonstige10,612,311,7
Insgesamt100,0100,0100,0

Erfasst die Gehaltsstufen A9-B5.

Gebiete werden entsprechend der Verteilung der Länder auf die einzelnen Länderabteilungen des IWF definiert. Das Gebiet Europa enthalt Russland und Lãnder der ehemaligen Sowjetunion. Das Gebiet Naher Osten enthalt Lãnder in Nordafrika.

Erfasst die Gehaltsstufen A9-B5.

Gebiete werden entsprechend der Verteilung der Länder auf die einzelnen Länderabteilungen des IWF definiert. Das Gebiet Europa enthalt Russland und Lãnder der ehemaligen Sowjetunion. Das Gebiet Naher Osten enthalt Lãnder in Nordafrika.

Veränderungen in der Geschäftsleitung und in den Führungspositionen des Mitarbeiterstabes

Der Geschäftsführende Direktor Horst Köhler verließ am 4. März 2004 den Fonds, nachdem er die Kandidatur für das Amt des deutschen Bundespräsidenten angenommen hatte. In seinem Kommunikee vom April sprach der IMFC Herrn Köhler seine Anerkennung aus für die Führung des IWF in den vergangenen vier Jahren und für sein Bemühen, eine enge internationale Zusammenarbeit zu fördern, damit alle Menschen an den Vorteilen der Globalisierung teilhaben können. Am 4. Mai 2004 wählte das Exekutivdirektorium Rodrigo de Rato mit Wirkung vom 7. Juni 2004 zum Geschäftsführenden Direktor für einen Zeitraum von fünf Jahren. Herr de Rato ist spanischer Staatsbürger. Von 2000 bis 2004 war er Wirtschaftsminister und Vizepräsident und davor war er spanischer Wirtschafts-und Finanzminister.

Am 31. Januar 2004 trat der Stellvertretende Geschäftsführende Direktor Shigemitsu Sugisaki in den Ruhestand. Er hatte dieses Amt seit Februar 1997 inne und davor war er seit August 1994 Sonderberater des Geschäftsführenden Direktors. Am 4. Februar 2004 übernahm Takatoshi Kato das Amt des Stellvertretenden Geschäftsführenden Direktors, nachdem er eine glänzende Karriere in der japanischen Regierung, in internationalen Organisationen und im akademischen Bereich durchlaufen hatte, darunter Ernennung zum japanischen Vize-Finanzminister für internationale Angelegenheiten und in jüngerer Zeit zum Berater des Präsidenten der Bank of Tokyo-Mitsubishi und zum Gastprofessor an der Waseda-Universität.

Agustín Carstens übernahm am 1. August 2003 als Nachfolger von Eduardo Aninat das Amt des Stellvertretenden Geschäftsführenden Direktors. Vor Antritt seines derzeitigen Amtes war er Stellvertretender Finanzminister in Mexiko und von 1999 bis 2000 war er – nach einer Karriere bei der Banco de Mexico – Exekutivdirektor beim IWF.

Im Oktober 2003 übernahm Raghuram G. Rajan das Amt des Volkswirtschaftlichen Beraters und Direktors der Abteilung Forschung. Vor seiner Ernennung lehrte er an der Graduate School of Business der Universität von Chicago, an der er die Joseph-L.-Gidwitz-Professur für Finanzen innehat.

Einstellungen und Beschäftigungsdauer

Im Jahr 2003 wurden 175 Personen neu in den Mitarbeiterstab des IWF aufgenommen, gegenüber 216 Personen im Jahr 2002. Unter den Neueinstellungen waren 74 Volkswirte, 51 Fachkräfte in anderen spezialisierten Laufbahnen und 50 Stabsassistenten, Von den Einstellungen hatten 32 Volkswirte mehrjährige Berufserfahrung und 35 begannen mit dem zweijährigen Einstiegsprogramm für Volkswirte, das die Berufsanfänger unter den Volkswirten mit der Arbeit des IWF vertraut machen soll. Die Teilnehmer an diesem Programm werden zwei verschiedenen Abteilungen jeweils für zwölf Monate zugeordnet. Danach werden denjenigen, die sich bewähren, reguläre Stabspositionen angeboten.

Im Jahr 2003 haben 167 Stabsangehörige die Organisation verlassen, davon 112 in den Fach-und Leitungsstufen. Die Abgangsrate unter den Mitarbeitern belief sich auf 6,0 %.

Gehaltsstruktur

Um den erforderlichen hoch qualifizierten Mitarbeiterstab anzuwerben und zu halten, hat der IWF ein Entlohnungsund Sozialleistungssystem entwickelt, das international wettbewerbsfähig ist, gute Leistungen belohnt und die besonderen Bedürfnisse eines multinationalen und überwiegend aus dem Ausland stammenden Mitarbeiterstabs berücksichtigt. Die Gehaltsstruktur des IWF wird jährlich vom Exekutivdirektorium überprüft und, falls erforderlich, angepasst. Dies erfolgt auf der Basis eines Vergleichs mit den Gehältern ausgewählter privater Finanz-und Wirtschaftsunternehmen in den Vereinigten Staaten, Frankreich und Deutschland sowie repräsentativer Organisationen des öffentlichen Sektors, vor allem in den Vereinigten Staaten. Nach Untersuchungen aktueller Vergleichsgehälter wurde die Gehaltsstruktur im Geschäftsjahr 2004 um 4,0 % angehoben; für das Geschäftsjahr 2005 hat das Direktorium eine Erhöhung um 3,6 % gebilligt (Tabelle 8.3).

Tabelle 8.3Gehaltsstruktur des IWF-Stabs(US-Dollar, mit Wirkung vom 1. Mai 2004)
Gehalts-

stufe
Bereich

Minimum
Bereich

Maximum
Stellenbezeichnung
A123 93035 930Nicht zutreffend (Tātigkeiten auf dieser Ebene werden extern beschafft)
A226 81040 210Fahrer
A330 00045 020Stabsassistent (Büro)
A433 62050 460Stabsassistent (Sekretariat. Anfangsgehalt)
A537 71056 530Stabsassistent (Sekretariat, Berufserfahrung)
A642 12063 280Leitender Sekretariatsassistent, sonstige Assistenten (z. B. Redaktion, Computer-Systeme, Personalwesen)
A747 25070 890Forschungsassistent, Verwaltungsassistent
A852 92079 420Leitender Verwaltungsassistent (z. B. Buchführung, Personalwesen)
A956 28084 480Bibiliothekar, Übersetzer, Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Bediensteter für Personalwesen
A1064 73097 130Finanzbuchhalter, Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Verwaltungsbediensteter
A1174 350111 570Volkswirt (promoviert, Einstiegsebene), Rechtsanwalt, Fachkraft (z. B, Buchführung, Computer-Systeme, Personalwesen)
A1283 250124 930Volkswirt, Rechtsanwalt. Fachkraft (z. B, Buchführung, Computer-Systeme, Personalwesen)
A1393 280139 900Volkswirt, Rechtsanwalt, Fachkraft (z. B. Buchführung, Computer-Systeme, Personalwesen)
A14104 460156 720Stellvertretender Referatsleiter, Leitender Volkswirt
A15/B1118 040177 120Referatsleiter, Stellvertretender Referatsleiter
B2136 090197 470Referatsleiter, Berater
B3161 720210 430Beigeordneter Abteilungsleiter. Berater
B4188 460235 580Stellvertretender Abteilungsleiter, Leitender Berater
B5221 910266 410Abteilungsleiter
Hinweis: Da die IWF-Bediensteten, mit Ausnahme von US-Bürgern, normalerweise keine Einkommenssteuer auf ihre IWF-Vergütung bezahlen müssen, werden die Gehälter im Nettobetrag festgelegt, der im Allgemeinen dem Nettogehalt -nach Abzug der Steuern -der Beschäftigten der öffentlichen und privaten Unternehmen entspricht, von denen die IWF-Gehälter abgeleitet werden.
Hinweis: Da die IWF-Bediensteten, mit Ausnahme von US-Bürgern, normalerweise keine Einkommenssteuer auf ihre IWF-Vergütung bezahlen müssen, werden die Gehälter im Nettobetrag festgelegt, der im Allgemeinen dem Nettogehalt -nach Abzug der Steuern -der Beschäftigten der öffentlichen und privaten Unternehmen entspricht, von denen die IWF-Gehälter abgeleitet werden.

Bezüge der Geschäftsleitung

Die Bezüge der Geschäftsleitung spiegeln die Verantwortung jeder Führungsposition sowie das Verhältnis zwischen den Gehaltsstrukturen in der Geschäftsleitung und im Stab wider. Sie beliefen sich zum 1. Juli 2003 auf:

Geschäftsführender Direktor344 820 $2
Erster Stellv. Geschäftsführender Direktor302 410 $
Stellv. Geschäftsführende Direktoren288 010 $

Die Bezüge der Geschäftsleitung unterliegen regelmäßigen strukturellen Überprüfungen durch das Exekutivdirektorium und jährlichen Anpassungen. Sie werden unabhängig festgelegt und sind nicht formal an die Bezüge in anderen internationalen Organisationen gebunden.

Bezüge des Exekutivdirektoriums

Auf Empfehlung des Ausschusses des Gouverneursrats für die Bezüge der Exekutivdirektoren billigten die Gouverneure mit Wirkung vom 1. Juli 2003 eine Erhöhung der Bezüge der Exekutivdirektoren und ihrer Stellvertreter um 3,5 %. Die Bezüge der Exekutivdirektoren belaufen sich auf 188 980 $.3 Die Bezüge der Stellvertretenden Exekutivdirektoren betragen 163 470 $.4

Personelle Vielfalt

Das Exekutivdirektorium unterstrich 2003 erneut, dass die Vielfalt im Mitarbeiterstab wichtig ist, um die Leistungsfähigkeit des IWF als internationale Institution zu verbessern. Bei der Einstellung und Beförderung von mehreren schwach vertretenen Mitarbeitergruppen wurden große Fortschritte erzielt, auch wenn noch mehr getan werden muss, um eine ausgewogene regionale Verteilung in allen Gehaltsstufen zu erreichen. In Führungspositionen stieg der Anteil der Frauen und der Anteil der Stabsmitarbeiter aus Entwicklungsländern leicht auf 15,4 % bzw. 31,1 % an. In beiden Kategorien gibt es noch Raum für Verbesserungen.

Der IWF legt bei der Beurteilung von Vorgesetzten und bei Einstellungsund Beförderungsentscheidungen großen Wert auf Fähigkeiten der Personalführung und auf ein Bewusstsein für die personelle Vielfalt, da dies in einer Institution mit einer vielfältigen Mitarbeiterschaft besonders wichtig ist. Seit 1995 berät der Leitende Berater für personelle Vielfalt, der dem Geschäftsführenden Direktor unterstellt ist, die Geschäftsleitung, die Abteilung Personalwesen und andere Abteilungen über Möglichkeiten, die Nationalitäten-und Geschlechterzusammensetzung (Tabellen 8.2, 8.4 und 8.5) sowie das Diversity-Management zu verbessern und zu überprüfen. Die Abteilung Personalwesen legt im Einklang mit der Diversity-Strategie des IWF den Schwerpunkt weiterhin darauf, die personelle Vielfalt in ihre Personalverwaltungspolitik, -verfahren und -praxis zu integrieren.

Tabelle 8.4Verteilung des Personals nach Geschlecht
1980199020031
AnzahlProzentAnzahlProzentAnzahlProzent
Gesamtes Personal1444100,01774100,02 693100,0
Frauen67646,882746.6123946,0
Männer76853,294753,4145454,0
Unterstützungs-Personal2613100,0642100,0739100,0
Frauen49280,354084,162284.2
Männer12119,710215,911715.8
Fachpersonal3646100,0897100,01,597100,0
Frauen17326,827430,556235,2
Männer47373,262369,51,03564,8
Volkswirte362100,0529100,0968100,0
Frauen4211,67013,223524.3
Männer32088,445986,873375,7
Spezialisierte Laufbahnen284100,0368100,0629100,0
Frauen13146,120455,432752,0
Männer15353,916444,630248,0
Führungskräfte4185100,0235100,0357100,0
Frauen115,9135,55515,4
Männer17494,122294,530284,6
Volkswirte99100,0184100,0286100,0
Frauen44,094,93110,8
Männer9596,017595,125589.2
Spezialisierte Laufbahnen86100,051100,071100,0
Frauen78,147,82433.8
Männer7991,94792,24766,2

Personal im Dienst Unterscheidet sich von der Zahl der genehmigten Stellen.

Personal in den Gehaltsstufen A1-A8

Personal in den Gehaltsstufen A9-A15.

Personal in den Gehaltsstufen B1-B5.

Personal im Dienst Unterscheidet sich von der Zahl der genehmigten Stellen.

Personal in den Gehaltsstufen A1-A8

Personal in den Gehaltsstufen A9-A15.

Personal in den Gehaltsstufen B1-B5.

Tabelle 8.5Verteilung des Personals nach Entwicklungsund Industrieländern
199020031
PersonalAnzahlProzentAnzahlProzent
Gesamtes Personal1774100,02693100.0
Entwicklungsländer73141,2116843,4
Industrieländer104358,8152556,6
Unterstützungs-Personal2642100,0739100,0
Entwicklungsländer32851,140855,2
Industrieländer31448,933144,8
Fachpersonal3897100,01,597100,0
Entwicklungsländer34338.264940.6
Industrieländer55461,894859,4
Volkswirte529100,0968100,0
Entwicklungsländer22041,641943,3
Industrieländer30958,454956,7
Spezialisierte Laufbahnen368100,0629100,0
Entwicklungsländer12333,423036,6
Industrieländer24566,639963,4
Führungskräfte4235100,0357100,0
Entwicklungsländer6025,511131.1
Industrieländer17574,524668.9
Volkswirte184100,0286100,0
Entwicklungsländer5429,39332.5
Industrieländer13070,719367,5
Spezialisierte Laufbahnen51100,071100,0
Entwicklungsländer611,81825.4
Industrieländer4588,25374,6

Personal im Dienst. Unterscheidet sich von der Zahl der genehmigten Stellen.

Personal in den Gehaltsstufen A1-A8

Personal in den Gehaltsstufen A9-A15.

Personal in den Gehaltsstufen B1-B5.

Personal im Dienst. Unterscheidet sich von der Zahl der genehmigten Stellen.

Personal in den Gehaltsstufen A1-A8

Personal in den Gehaltsstufen A9-A15.

Personal in den Gehaltsstufen B1-B5.

Im Jahr 2003 wurde ein Aktionsplan zur Förderung der personellen Vielfalt eingeführt. Der Plan enthält quantitative und qualitative Eckwerte für die besonders unterrepräsentierten Mitarbeitergruppen – Frauen und Mitarbeiter aus Entwicklungsländern sowie Staatsangehörige aus Afrika, dem Nahen Osten und aus Schwellenländern. Ein fondsweites Betreuungsprogramm für berufserfahrene neue Mitarbeiter wurde eingeführt und die Auswahlverfahren sowie das Programm für die Sonderbeauftragten wurden überarbeitet, um besser auf die Erfordernisse der personellen Vielfalt reagieren zu können. Familienfreundliche Arbeitsvereinbarungen und Vergünstigungen wurden verbessert. Ferner verstärkte der IWF seine Antidiskriminierungspolitik und fasste die bisherigen Maßnahmen und Stellungnahmen, die die Diskriminierung betreffen, in einem Dokument zusammen.

Die Verwirklichung einer ausreichenden Vielfalt im Mitarbeiterstab ist für eine Institution, die Beschäftigungsverhältnisse über die gesamte berufliche Laufbahn anstrebt, eine ständige Herausforderung, die gemeinsamer Anstrengungen bedarf. Der Fortschritt wird überwacht, und über Probleme wird in unterschiedlicher und transparenter Weise auf der Webseite des IWF berichtet, unter anderem im Diversity Annual Report. Der Leitende Berater des IWF für personelle Vielfalt arbeitet eng mit der Abteilung Personalwesen und anderen Abteilungen zusammen, um in den jährlichen Personalplänen der einzelnen Abteilungen, die einen geschäftsrelevanten und systematischen Rahmen für die Bemühungen des IWF um die personelle Vielfalt bieten, die Notwendigkeiten und Möglichkeiten zur Förderung der Vielfalt aufzuzeigen. In der Regel umfassen die abteilungs-und fondsweiten Diversity-Maßnahmen Initiativen im Bereich der Einstellung und Karriereentwicklung, Orientierungs-und Betreuungsprogramme für neue Mitarbeiter und Maßnahmen zur Verbesserung der Leistungsbeurteilung sowie der Führungskräfteauswahl und -entwicklung. Der Fonds unternimmt besondere Anstrengungen, um die Transparenz im Bereich der Personalpolitik sowie bei den damit verbundenen Verfahren und Statistiken zu erhöhen.

Organisation

Der Gouverneursrat ist das höchste Entscheidungsgremium des IWF (Schaubild 8.2). Er besteht aus je einem Gouverneur und einem stellvertretenden Gouverneur aus jedem der 184 Mitgliedsländer des IWF. Alle Gouverneure kommen einmal pro Jahr anlässlich der IWF-Weltbank-Jahrestagung zusammen. 24 dieser Gouverneure sind Mitglied des Internationalen Währungs-und Finanzausschusses (IMFC) und tagen zweimal im Jahr. Die Tagesgeschäfte des IWF werden in der Zentrale in Washington, D.C., vom 24-köpfigen Exekutivdirektorium geführt. Das Direktorium lässt sich in seiner Arbeit von den Vorgaben des IMFC leiten und wird vonden Fachkräften im Mitarbeiterstab unterstützt. Der Geschäftsführende Direktor führt den Vorsitz im Exekutivdirektorium und ist Leiter des IWF-Mitarbeiterstabes. Er wird von drei Stellvertretenden Geschäftsführenden Direktoren unterstützt. (Weitere Informationen zur Führung des IWF, siehe Kapitel 6.)

Schaubild 8.2Organigramm des IWF

(Stand vom 30. April 2004)

1Am 1. November 2003 wurden die Abteilungen Europa I, Europa II sowie Naher Osten zur Abteilung Europa und der Abteilung Naher Osten und Zentralasien umstrukturiert.

2Dem Büro des Geschäftsführenden Direktors angegliedert.

Der IWF-Mitarbeiterstab ist hauptsächlich tätig in den Abteilungen für länder-bzw. regionenbezogene Aufgaben, für funktionsbezogene Gebiete, für Information und Liaison sowie für unterstützende Dienstleistungen. Diese Abteilungen werden von Direktoren geleitet, die dem Geschäftsführenden Direktor unterstellt sind.

Länderabteilungen

Angesichts des fortgeschrittenen Transformationsprozesses und der Aussicht für eine Reihe von Übergangsländern, der Europäischen Union beizutreten, wurde die Abteilung Europa II im November 2003 aufgelöst und damit die Anzahl der Länderabteilungen von sechs auf fünf reduziert. Die Übergangsländer wurden zwei anderen, vergrößerten Abteilungen zugeordnet – der Abteilung Europa und der Abteilung Naher Osten und Zentralasien (vorher Abteilung Naher Osten).

Fünf Länderabteilungen – Afrika, Asien und Pazifik, Europa, Naher Osten und Zentralasien sowie Westliche Hemisphäre – beraten die Geschäftsleitung und das Exekutivdirektorium hinsichtlich der wirtschaftlichen Entwicklungen und der Politikmaßnahmen in den Ländern der jeweiligen Region. Ihre Mitarbeiter sind zudem dafür verantwortlich, die Kreditvereinbarungen zur Unterstützung der wirtschaftlichen Reformprogramme der Mitglieder zu konzipieren und die Fortschritte im Rahmen dieser IWF-gestützten Anpassungsprogramme zu überprüfen. Zusammen mit den einschlägigen Fachabteilungen stellen sie den Mitgliedsländern wirtschaftspolitische Beratung und technische Hilfe zur Verfügung und stehen in ständigem Kontakt mit regionalen Organisationen und multilateralen Institutionen in ihren geografischen Gebieten. Mit Unterstützung von Stabsangehörigen aus den entsprechenden Fachabteilungen leisten die Länderabteilungen über direkte Kontakte mit den Mitgliedsländern einen Großteil der bilateralen Überwachungsarbeit des IWF. Außerdem sind aus den Länderabteilungen 90 Stabsangehörige als örtliche Vertreter des IWF in Mitgliedsländern tätig (siehe Kasten 8.2).

Fachabteilungen und Abteilungen für besondere Dienstleistungen

Die Abteilung Finanzen hat die Aufgabe, die Finanzmittel des IWF zu mobilisieren, zu verwalten und zu sichern um zu gewährleisten, dass sie entsprechend dem übergeordneten Mandat des Fonds verwendet werden. Damit sind wesentliche Zuständigkeiten für die Finanzpolitik der Institution und für die Durchführung, Verbuchung und Kontrolle aller finanziellen Transaktionen verbunden. Darüber hinaus sichert die Abteilung die finanzielle Position des IWF durch die Bewertung der Angemessenheit der Kapitalbasis des Fonds (Quoten), der Nettoeinkommensziele, der Risikorücklagen und der Gebühren-und Vergütungssätze. Andere Zuständigkeiten umfassen die Anlage von Mitteln zur Unterstützung von einkommensschwachen Ländern und die Begutachtung von Zentralbanken der Mitgliedsländer, die Kredite aufnehmen.

Die Abteilung Fiskalpolitik ist für Aktivitäten im Zusammenhang mit den öffentlichen Finanzen der Mitgliedsländer verantwortlich. Sie beteiligt sich an Missionen der Länderabteilungen zur Untersuchung fiskalischer Fragen, überprüft die fiskalischen Aspekte der wirtschaftspolitischen Empfehlungen des IWF sowie der fondsgestützten Anpassungsprogramme und leistet technische Hilfe auf dem Gebiet der öffentlichen Finanzen. Sie führt zudem wissenschaftliche und wirtschaftspolitische Untersuchungen zu fiskalischen Fragestellungen sowie zu den Themen Einkommensverteilung und Armut, soziale Sicherungsnetze, staatliche Ausgabenpolitik und Umwelt durch.

Das IWF-Institut bietet Aus-und Weiterbildung für Beamte der Mitgliedsstaaten – insbesondere aus Entwicklungsländern – auf Gebieten wie Finanzplanung und –politik, Außenwirtschaftspolitik, Zahlungsbilanzmethodik, volkswirtschaftliche Gesamtrechnung und Statistik der öffentlichen Finanzen sowie öffentliche Finanzen. Außerdem führt das Institut ein aktives Programm von Kursen und Seminaren in den Bereichen Volkswirtschaft, Finanzen und Ökonometrie für IWF-Volkswirte durch (siehe Kapitel 5).

Die Abteilung Internationale Kapitalmärkte unterstützt das Exekutivdirektorium und die Geschäftsleitung bei der Überwachung des internationalen Währungs-und Finanzsystems und stärkt die Arbeit des IWF zur Vorbeugung und Bewältigung von Krisen. Als Teil der Überwachungstätigkeit erstellt die Abteilung einen halbjährlichen Bericht zur Stabilität des globalen Finanzsystems, der die Entwicklungen und systemischen Fragestellungen auf den internationalen Kapitalmärkten bewertet. Stabsmitglieder stehen in Verbindung mit privaten Kapitalmarktteilnehmern, mit den für das Finanzsystem zuständigen nationalen Behörden und mit offiziellen Gremien, die sich mit dem internationalen Finanzsystem befassen. Darüber hinaus spielt die Abteilung eine führende Rolle bei der konzeptionellen und politischen Arbeit des IWF in Bezug auf den Zugang zu internationalen Kapitalmärkten. Sie berät Mitgliedsländer, wie der Zugang zu den internationalen Märkten zu erreichen ist und wie er genutzt werden kann, sowie im Hinblick auf Strategien zur Verwaltung von Auslandsschulden.

Kasten 8.2Vor-Ort-Vertreter

Ende April 2004 hatte der IWF insgesamt 90 örtliche Vertreterstellen, die 84 Mitgliedsländer in Afrika, Asien, Europa, im Nahen Osten und in der Westlichen Hemisphäre abdecken. Zudem ist geplant, neue Büros in Jordanien (zur Unterstützung des Irak) und in der Dominikanischen Republik zu eröffnen. Diese Stellen – die üblicherweise mit einem einzigen IWF-Stabsangehörigen besetzt werden, der von lokalen Kräften unterstützt wird – helfen, die wirtschaftspolitische Beratung durch den IWF zu stärken und werden oft im Zusammenhang mit einem Reformprogramm eingerichtet. Die Vertreter, die in der Regel guten Zugang zu wichtigen nationalen Regierungsvertretern haben, können die Qualität der Länderarbeit des IWF maßgeblich beeinflussen. Die örtlichen Vertreter tragen insbesondere zur Formulierung der wirtschaftspolitischen Beratung des IWF bei, sie überwachen den wirtschaftspolitischen Erfolg – insbesondere im Rahmen IWF-gestützter Programme – und koordinieren die technische Hilfe. Zudem machen sie den IWF und das Gastland frühzeitig auf mögliche wirtschaftspolitische Zielverfehlungen aufmerksam, unterstützen das Programm vor Ort und spielen eine aktive Rolle im Hinblick auf die Außenwirkung des IWF in den Mitgliedsländern. Seit Beginn der erweiterten Initiativen für einkommensschwache Länder helfen die Vor-Ort-Vertreter Mitgliedsländern bei der Entwicklung ihrer Armutsbekämpfungsstrategien (siehe Kapitel 4), indem sie an den im jeweiligen Land geführten Strategiediskussionen teilnehmen und die jeweilige IWF-Sicht erläutern. Sie unterstützen außerdem die Überwachung der Programmumsetzung und des Institutionenaufbaus, wobei sie mit verschiedenen Regierungsstellen, Organisationen der Zivilgesellschaft, Gebern und anderen Interessengruppen zusammenarbeiten.

Die Abteilung Recht berät die Geschäftsleitung, das Exekutivdirektorium und den Mitarbeiterstab hinsichtlich der zu beachtenden rechtlichen Bestimmungen. Sie bereitet die meisten Entscheidungen und sonstigen Rechtsakte vor, die zur Erfüllung der Aufgaben des IWF notwendig sind. Die Abteilung dient dem IWF bei Rechtsstreitigkeiten und Schiedsgerichtsverfahren als Anwalt, leistet technische Hilfe bei Rechtsreformen, überprüft die Vereinbarkeit von Gesetzen und Bestimmungen mit ausgewählten internationalen Standards und Kodizes, beantwortet Anfragen nationaler Behörden und internationaler Organisationen zu den Rechtsvorschriften des IWF und formuliert Rechtsauslegungen, die die Zuständigkeit des IWF für Wechselkursmaßnahmen und Devisenbeschränkungen betreffen.

Die Abteilung Währungs-und Finanzsysteme gliedert sich in vier operationale Bereiche – Überwachung des Finanzsystems, Bankenaufsicht und Krisenlösung, Infrastruktur und Operationen im Bereich der Geld-und Wechselkurspolitik sowie technische Hilfe. Sie bietet den Mitgliedsländern und Länderabteilungen analytische, operationale und technische Unterstützung, einschließlich der Entwicklung und Verbreitung bewährter wirtschaftspolitischer Maßnahmen und beispielhafter Verfahren. Eine wichtige Aufgabe besteht darin, die Zusammenarbeit mit Zentralbanken, Aufsichtsbehörden und anderen internationalen Organisationen zu koordinieren. Die mit Wirkung vom 1. Mai 2003 erfolgte Umbenennung von Abteilung Geld-und Wechselkurspolitik spiegelt die erweiterten Zuständigkeiten der umorganisierten Abteilung wider, die nun auch das Programm zur Bewertung des Finanzsektors und die Überprüfung der Bekämpfung der Geldwäsche und der Terrorismusfinanzierung einschließt.

Die Abteilung Entwicklung und Überprüfung der Wirtschaftspolitik spielt eine zentrale Rolle bei der Gestaltung und Implementierung der Finanzfazilitäten, der Überwachungstätigkeit und anderer Maßnahmen des IWF. Durch Überprüfung der Länderarbeit und der Politikmaßnahmen sorgt die Grundsatzabteilung für eine konsistente Anwendung der IWF-Grundsätze innerhalb der gesamten Institution. Seit einigen Jahren nimmt sie eine führende Rolle ein bei der Arbeit des IWF im Zusammenhang mit der Stärkung des internationalen Finanzsystems, bei der Straffung und Fokussierung der Konditionalität sowie bei der Entwicklung der Armutsbekämpfungs-und Wachstumsfazilität (PRGF) und der HIPC-Initiative. Gemeinsam mit Mitarbeitern aus den Länderabteilungen nehmen Volkswirte aus der Grundsatzabteilung an Ländermissionen teil und helfen Mitgliedsländern, die IWF-Mittel in Anspruch nehmen, weitere Finanzquellen zu erschließen.

Die Abteilung Forschung führt Politikanalysen und wissenschaftliche Studien auf Gebieten durch, die in Verbindung mit der Arbeit des IWF stehen. Die Abteilung spielt eine herausragende Rolle bei der Überwachungstätigkeit und bei der Entwicklung der IWF-Politik in Bezug auf das internationale Währungssystem. Sie arbeitet bei der Formulierung der wirtschaftspolitischen Empfehlungen des IWF an die Mitgliedsländer mit anderen Abteilungen zusammen. Sie koordiniert die Arbeiten am halbjährlichen Bericht über die weltwirtschaftlichen Aussichten und erstellt Analysen für die überwachungsbezogenen Beratungen in der Siebenergruppe, der Zwanzigergruppe und in anderen regionalen Gruppierungen wie der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftlichen Zusammenarbeit (APEC). Sie ist außerdem zuständig für die Vorbereitung der Seminare des Exekutivdirektoriums über die Entwicklungen in der Weltwirtschaft und an den Finanzmärkten. Die Abteilung unterhält zudem Beziehungen zum Hochschulbereich und zu anderen Forschungseinrichtungen.

Die Abteilung Statistik führt Datenbanken mit Wirtschaftsund Finanzstatistiken für Länder, Regionen und die Weltwirtschaft und überprüft Länderdaten zur Unterstützung der Überwachungstätigkeit des IWF. Sie ist außerdem für die Entwicklung statistischer Konzepte im Bereich der Zahlungsbilanz, der öffentlichen Finanzen, der monetären und der Finanzstatistik sowie für die Erarbeitung methodischer Handbücher zuständig. Die Abteilung bietet technische Hilfe und Ausbildung, um den Mitgliedern bei der Entwicklung ihrer statistischen Systeme zu helfen. Zudem gibt sie die statistischen Veröffentlichungen des IWF heraus. Darüber hinaus ist sie für die Entwicklung und Aufrechterhaltung der Standards für die Veröffentlichung von Daten durch die Mitgliedsländer zuständig.

Information und Liaison

Die Abteilung Öffentlichkeitsarbeit hat die wesentliche Aufgabe, in der Öffentlichkeit die Kenntnisse über und die Unterstützung für den IWF und seine Politik zu fördern. Sie ist bestrebt, die Politik des IWF durch eine Vielzahl von Aktivitäten verständlich zu machen, die auf Transparenz, Kommunikation und Auseinandersetzung mit einem weiten Spektrum an Interessengruppen abzielen. Sie erstellt, redigiert und veröffentlicht den größten Teil der IWF-Publikationen und anderes Material, fördert Kontakte mit der Presse und anderen externen Gruppen, wie Organisationen der Zivilgesellschaft und Parlamentariern, und betreut die IWF-Webseite (siehe auch Anhang V).

Die IWF-Büros in Asien, Europa und bei den Vereinten Nationen halten enge Kontakte zu anderen internationalen und regionalen Institutionen. Das VN-Büro leistet zudem einen positiven Beitrag zum Prozess der Entwicklungsfinanzierung. Die Büros in Asien und Europa dagegen leisten einen Beitrag zur bilateralen und regionalen Überwachung und haben einen wesentlichen Anteil an der Kommunikationsarbeit des IWF. (Siehe Anhang IV.)

Unterstützende Dienstleistungen

Die Abteilung Personalwesen hilft sicherzustellen, dass der Mitarbeiterstab des IWF die richtige Mischung von Fähigkeiten, Erfahrungen und Vielfalt aufweist, um den sich ändernden Anforderungen an die Organisation zu genügen. Sie gewährleistet, dass die Humanressourcen so betreut, organisiert und eingesetzt werden, dass ihre Wirksamkeit maximiert wird, die Kosten sich im Rahmen halten und die Arbeitsbelastung sowie der Stress in einem erträglichen Ausmaß gehalten werden. Die Abteilung entwickelt Grundsätze und Verfahren, die dem IWF helfen, seine Arbeitsziele zu erreichen. Sie verwaltet Gehaltszahlungen und Sozialleistungen, Einstellungen sowie Karriereplanungs-Programme und fördert die organisatorische Wirksamkeit, indem sie andere Abteilungen bei der Verfolgung ihrer personalpolitischen Ziele unterstützt.

Die Abteilung Sekretariat organisiert und berichtet über die Arbeit der leitenden Gremien des IWF und stellt ihnen sowie der G-24 Sekretariatsdienste zur Verfügung. Sie unterstützt insbesondere die Geschäftsleitung bei der Vorbereitung und Koordinierung des Arbeitsprogramms des Exekutivdirektoriums und anderer offizieller Gremien. Dazu zählt auch die Termingestaltung und die Unterstützung bei der Durchführung der Direktoriumssitzungen. In Zusammenarbeit mit der Weltbank organisiert die Abteilung zudem die Jahrestagung.

Die Abteilung Technologie und allgemeine Dienste stellt eine umfassende Palette von Leistungen zur Verfügung, die für die Tätigkeit des IWF wesentlich sind. Hierzu gehören Informationsdienste (Informationstechnologie, Bibliotheksdienste, Multimediadienste, Datei-und Archivverwaltung sowie Telekommunikation), Gebäudedienste (Bauprojekte und Gebäudeverwaltung), allgemeine Verwaltungsdienste (Reiseservice, Konferenz-und Cateringdienste sowie Beschaffungswesen), Sprachendienste (Übersetzung, Dolmetschen und nicht-englischsprachige Veröffentlichungen) und eine weite Bandbreite von Diensten für die Sicherheit und zur Aufrechterhaltung des Geschäfts (dazu zählen die Sicherheitsdienste in der Zentrale und vor Ort sowie die Sicherheit der Informationstechnologie).

Der IWF verfügt zudem über Büros, die für interne Revisionen und Überprüfungen des Arbeitsablaufes, Haushaltsfragen, technische Hilfe und Investitionen im Rahmen des Mitarbeiterpensionsplans zuständig sind.

Unabhängiges Evaluierungsbüro

Das Unabhängige Evaluierungsbüro (IEO) sichert eine objektive und unabhängige Bewertung der Angelegenheiten, die den IWF betreffen. Das Büro arbeitet unabhängig von der IWF-Geschäftsleitung und ist rechtlich unabhängig vom Exekutivdirektorium des IWF. Das IEO stärkt die Lernkultur des IWF, fördert die Kenntnisse über die Arbeit des IWF und unterstützt das Direktorium in der Ausübung seiner Lenkungs-und Aufsichtsfunktion. (Für nähere Informationen über das IEO siehe Kapitel 3.)

Die elektronische Fassung des Haushaltsdokumentes kann eingesehen werden unter http://www.jmf.org./external/np/obp/budget/040104.htm.

Darüber hinaus wird eine Aufwandsentschädigung von 61 700 $ gewährt.

Bei der Errechnung der Gehaltsangleichung der Exekutivdirektoren berücksichtigte der Ausschuss die prozentualen Änderungen der Entlohnung der höchsten Beamten der Finanzministerien und Zentralbanken ausgewählter Mitgliedsländer und die Änderungen der Verbraucherpreisindizes in diesen Ländern.

Diese Angaben gelten nicht für den Exekutivdirektor und den Stellvertretenden Exekutivdirektor der USA, die den Gehaltsobergrenzen des US-Kongresses unterliegen.

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