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Kapite 8. Organisation, Haushalt und Mitarbeiterstab

Author(s):
International Monetary Fund
Published Date:
October 2002
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Das Geschäftsjahr 2002 erlebte mehrere größere Änderungen innerhalb der Institution. Im Laufe des Jahres verabschiedete der IWF den Ersten Stellvertretenden Geschäftsführenden Direktor, Stanley Fischer, und den Wirtschaftsberater und Direktor der Forschungsabteilung, Michael Mussa, und begrüßte als ihre Nachfolger Anne Krueger und Kenneth Rogoff. Jack Boorman, der sein Amt als Direktor der Abteilung Entwicklung und Überprüfung der Wirtschaftspolitik (PDR) niederlegte, behielt seine Position als Berater und wurde Sonderberater des Geschäftsführenden Direktors. Sein Nachfolger als Direktor der Abteilung PDR wurde Timothy Geithner. Gerd Häusler kam zum Fonds als Berater und Direktor der neuen Abteilung Internationale Kapitalmärkte, die im Geschäftsjahr 2002 gegründet wurde. Darüber hinaus nahm das Unabhängige Evaluierungsbüro (Independent Evaluation Office – IEO) unter der Führung von Montek Singh Ahluwalia seine Arbeit auf.

Externe Fachleute gaben den Anstoß für weitere bedeutende Entwicklungen. Im Juni 2001 legte eine Gruppe von externen Experten dem Exekutivdirektorium einen Bericht über das interne Haushaltsverfahren des IWF vor. Der Bericht empfahl eine Reihe von Änderungen im Haushaltssystem des IWF, von denen mehrere bereits in die Praxis umgesetzt worden sind. Weitere Reformen werden in den Geschäftsjahren 2003 und 2004 in Angriff genommen. Anfang 2002 wurde dem Direktorium darüber hinaus von einer Gruppe von Experten ein Bericht über die Systeme und Verfahren zur Lösung von beschäftigungsbezogenen Streitigkeiten zwischen dem IWF und seinen Stabsmitarbeitern übergeben. Während der Bericht im Allgemeinen die bestehende Politik des IWF unterstützte, unterbreitete er eine Reihe von Verbesserungsvorschlägen, die nahezu alle von der Geschäftsleitung akzeptiert worden sind. Sie sollen im Geschäftsjahr 2003 umgesetzt werden.

Darüber hinaus überprüfte der IWF seine Notfalloperationen und Pläne zur Geschäftskontinuität und testete seine lang- und kurzfristigen Pläne. Als Ergebnis verbessert der IWF jetzt seine Computer-Backup-Kapazitäten und seine Pläne zur Geschäftskontinuität.

Organisation

Der IWF wird von seinem Gouverneursrat geleitet, und seine Geschäfte werden von einem Exekutivdirektorium, einem Geschäftsführenden Direktor, einem Ersten Stellvertretenden Geschäftsführenden Direktor, zwei weiteren Stellvertretenden Geschäftsführenden Direktoren und einem aus internationalen Beamten bestehenden Mitarbeiterstab, der allein dem IWF verantwortlich ist, geführt. Das der Institution zugrunde liegende IWF-Übereinkommen verlangt, dass vom IWF eingestellte Mitarbeiter die höchsten Standards an Leistungsfähigkeit und professioneller Kompetenz aufweisen und die vielfältige Mitgliedschaft der Organisation widerspiegeln.

Exekutivdirektorium

Das aus 24 Mitliedern bestehende Exekutivdirektorium des IWF führt als ständiges Entscheidungsgremium des IWF die Tagesgeschäfte der Institution. Im Kalenderjahr 2001 traf das Direktorium zu 129 offiziellen Sitzungen, 8 Seminaren und 111 informellen Ausschusssitzungen und anderen Sitzungen zusammen.

Das Exekutivdirektorium stützt seine Aussprachen hauptsächlich auf Studien, die von der IWF-Geschäftsleitung und dem Mitarbeiterstab angefertigt werden. Im Jahr 2001 widmete das Direktorium etwa 70% seiner Zeit länderbezogenen Angelegenheiten (insbesondere Konsultationen nach Artikel IV sowie Überprüfungen und Genehmigungen von IWF-Kreditvereinbarungen); 20% seiner Zeit der multilateralen Überwachung und wirtschaftspolitischen Themen (Weltwirtschaftsausblick, Entwicklungen auf den internationalen Kapitalmärkten, Berichte zur Stabilität des globalen Finanzsystems, Finanzierungsmittel des IWF, Stärkung des internationalen Finanzsystems sowie die Schuldensituation und Fragen im Zusammenhang mit den IWF-Kreditfazilitäten und der Programmgestaltung) und seine übrige Zeit Verwaltungs- und anderen Angelegenheiten.

Abteilungen

Der IWF-Mitarbeiterstab gliedert sich in erster Linie in Abteilungen für länder- oder regionenbezogene Aufgaben, für funktionsbezogene Gebiete, für Information und Liaison sowie für unterstützende Dienstleistungen (Schaubild 8.1). Diese Abteilungen werden von Direktoren geleitet, die dem Geschäftsführenden Direktor unterstellt sind.

Schaubild 8.1Organigramm des IWF

(Stand vom 30. April 2002)

1 Dem Büro des GescbäftslüKrenden Direktors angegliedeft

Länderabteilungen

Sechs Länderabteilungen – Afrika, Asien und Pazifik, Europa I, Europa II, Naher Osten und Westliche Hemisphäre – beraten die Geschäftsleitung und das Exekutivdirektorium hinsichtlich der wirtschaftlichen Entwicklungen und der Politikmaßnahmen in den Ländern ihrer Region. Ihre Mitarbeiter sind zudem dafür verantwortlich, die Kreditvereinbarungen zur Unterstützung der wirtschaftlichen Reformprogramme der Mitglieder zu konzipieren und die Fortschritte unter diesen IWF-gestützten Anpassungsprogrammen zu überprüfen. Zusammen mit den einschlägigen Fachabteilungen stellen sie den Mitgliedsländern wirtschaftspolitische Beratung und technische Hilfe zur Verfügung und stehen in ständigem Kontakt mit regionalen Organisationen und multilateralen Institutionen in ihren geografischen Gebieten. Mit Unterstützung von Stabsangehörigen aus den entsprechenden Fachabteilungen leisten die Länderabteilungen über direkte Kontakte mit den Mitgliedsländern einen Großteil der bilateralen Überwachungsarbeit des IWF. Außerdem sind 86 Stabsangehörige aus den Länderabteilungen Mitgliedsländern als örtliche Vertreter des IWF zugewiesen (siehe Kasten 8.1).

Fachabteilungen und Abteilungen für besondere Dienstleistungen

Die Abteilung Eiskaipolitik ist für Aktivitäten im Zusammenhang mit den öffentlichen Finanzen der Mitgliedsländer verantwortlich. Sie beteiligt sich an Missionen der Länderabteilungen zur Untersuchung fiskalischer Fragen, überprüft die fiskalischen Aspekte der wirtschaftspolitischen Empfehlungen des IWF sowie der fondsgestützten Anpassungsprogramme und leistet technische Hilfe auf dem Gebiet der öffentlichen Finanzen. Sie führt zudem wissenschaftliche und wirtschaftspolitische Untersuchungen zu fiskalischen Fragestellungen sowie zu den Themen Einkommensverteilung und Armut, soziale Sicherungsnetze, staatliche Ausgabenpolitik und Umwelt durch.

Kasten 8.1Örtliche Vertreter des IWF

Ende April 2002 hatte der IWF insgesamt 86 örtliche Vertreter, die 87 Mitgliedsländer in Afrika, Asien, Europa, im Nahen Osten und in der Westlichen Hemisphäre abdecken. Zudem gab es Pläne, neue Posten in Afghanistan, Kosovo und in der Demokratischen Republik Kongo zu eröffnen. Diese Stellen, die üblicherweise mit einem einzigen IWF Stabsangehörigen besetzt werden, der von lokalen Kräfiten unterstützt wird, helfen die wirtschaftspolitische Beratung durch den IWF zu stärken und werden oft im Zusammenhang mit einem IWF-gestützten Anpassungsprogramm eingerichtet. Die Vertreter, die in der Regel guten Zugang zu wichtigen nationalen politischen Entscheidungsträgern haben, können die Qualität der Länderarbeit des IWF maßgeblich beeinflussen. Insbesondere tragen die örtlichen Vertreter zur Formulierung der wirtschaftspolitischen Beratung des IWF bei, überwachen die Einhaltung der Zielvorgaben – insbesondere im Rahmen eines IWF-gestützten Programms – und koordinieren die technische Hilfe. Zudem machen sie den IWF und das Gastland frühzeitig auf mögliche Politikabweichungen aufmerksam, unterstützen das Programm vor Ort und spielen eine aktive Rolle im Hinblick auf die Außenwirkung des IWF in den Mitgliedsländern. Seit dem Beginn der erweiterten Initiativen für einkom-mensschwache Länder helfen die örtlichen Vertreter Mitgliedsländern, ihre Armutsbekämpfungs-Strategien zu entwickeln. Dies erfolgt durch Teilnahme an den vom jeweiligen Land geführten Strategiediskussionen und durch Erläuterung der IWF-Sicht. Sie unterstützen außerdem die Überwachung der Programmunisetzung und des Institutionenaufbaus, wobei sie mit verschiedenen Regierungsstellen, Organisationen der Zivilgesellschaft, Gebern und anderen Beteiligten zusammenarbeiten.

Die Abteilung Internationale Kapitalmärkte, die im Mai 2001 eingerichtet worden ist, unterstützt kutivdirektorium und die Geschäftsleitung bei der Überwachung des internationalen Währungs- und Finanzsystems und stärkt die Arbeit des IWF zur Vorbeugung und Bewältigung von Krisen. Als Teil der Überwachungstätigkeit erstellt sie einen vierteljährlichen Bericht zur Stabilität des globalen Finanzsystems (siehe Kasten 2.2), der die Entwicklungen und systemischen Fragestellungen auf den internationalen Kapitalmärkten bewertet. Die Abteilung hält Verbindung mit privaten Kapitalmarktteilnehmern, mit den für das Finanzsystem zuständigen nationalen Behörden und mit offiziellen Gremien, die sich mit dem internationalen Finanzsystem befassen. Darüber hinaus spielt die Abteilung eine führende Rolle bei der konzeptionellen und politischen Arbeit des IWF, die sich mit dem Zugang zu internationalen Kapitalmärkten befasst. Sie berät Mitgliedsländer hinsichtlich des Zugangs zu den internationalen Märkten und über die Vorteile der Interaktion mit den Märkten sowie über Strategien zur Verwaltung von Auslandsschulden.

Das IWF-Institut bildet Beamte der Mitgliedsländer – insbesondere aus Entwicklungsländern – auf Gebieten wie Finanzplanung und -politik, Außenwirtschaftspolitik, Zahlungsbilanzmethodik, volkswirtschaftliche Gesamtrechnung und Haushaltsstatistik sowie öffentliche Finanzen aus. Zudem führt das Institut ein aktives Programm von Kursen und Seminaren in Volkswirt schaft, Finanzen und Ökonometrie für IWF-Volkswirte durch. (Siehe Kapitel 7.)

Die Abteilung Recht berät die Geschäftsleitung, das Exekutivdirektorium und den Mitarbeiterstab hinsichtlich der zu beachtenden rechtlichen Bestimmungen. Sie bereitet die meisten Entscheidungen und sonstigen Rechtsakte vor, die zur Erfüllung der Aufgaben des IWF notwendig sind. Die Abteilung dient dem IWF bei Rechtsstreitigkeiten und Schiedsgerichtsverfahren als Anwalt, leistet technische Hilfe bei Rechtsreformen, überprüft die Übereinstimmung von Gesetzen und Regulierungen mit ausgewählten internationalen Standards und Kodizes, beantwortet Anfragen nationaler Behörden sowie internationaler Organisationen zu den Rechtvorschriften des IWF und formuliert Rechtsauslegungen, die die Zuständigkeit des IWF für Wechselkursmaßnahmen und Devisenbeschränkungen betreffen.

Die Abteilung Geld- und Wechselkurspolitik stellt Mitgliedsländern und Länderabteilungen analytische und technische Unterstützung zur Verfügung, einschließlich Entwicklung und Verbreitung bewährter wirtschaftspolitischer Maßnahmen und beispielhafter Verfahren. Die Themen umfassen die Finanzsektorsysteme und deren Solidität – dazu gehören die aufsichtsrechtlichen Vorschriften, die Bankenaufsicht und die Umstrukturierung des Systems, das Zentralbankwesen, die Geld- und Wechselkurspolitik und deren Instrumente sowie die Kapitalbewegungen und Wechselkursmaßnahmen und -Systeme. Im Zusammenhang mit den Überwachungstätigkeiten und Anträgen für die Inanspruchnahme von IWF-Finanzhilfen prüft die Abteilung Fragen, die in ihren Aufgabenbereich fallen und stellt ihre Fachkompetenz bei der Beurteilung und Ausarbeitung wirtschaftspolitischer Programme zur Verfügung. Darüber hinaus gewährt und leistet sie auf diesen Gebieten technische Hilfe, wobei sie die Zusammenarbeit mit Zentralbanken, Aufsichtsbehörden und anderen internationalen Organisationen koordiniert.

Die Abteihing Entwicklung und Überprüfung der Wirtschaftspolitik spielt bei der Gestaltung und Implementierung der finanziellen Fazilitäten, bei der Überwachungstätigkeit und anderen Maßnahmen des IWF eine zentrale Rolle. Sie überprüft die Länder- und Politikmaßnahmen und sorgt damit für eine konsistente Anwendung der IWF-Politik innerhalb der gesamten Institution. In den letzten Jahren hat sie bei der Arbeit des IWF im Zusammenhang mit der Stärkung des internationalen Finanzsystems, bei der Straffung und Fokussierung der Konditionalität sowie bei der Entwicklung der Armutsbekämpfungs- und Wachstumsfazilität und der HIPC-Initiative eine führende Rolle eingenommen. Gemeinsam mit Mitarbeitern aus den Länderabteilungen nehmen Volkswirte dieser Abteilung an Ländermissionen teil und helfen Mitgliedsländern, die IWF-Mittel in Anspruch nehmen, weitere Finanzquellen zu erschließen. Die Abteilung spielt eine wichtige Rolle bei der Vorbereitung der Tagungen des IMFC und des Entwicklungsausschusses, und sie vertritt den IWF in anderen Gruppen (z. B. G-24) und bei anderen Institutionen (insbesondere der Weltbank).

Die Abteilung Forschung führt Politikanalysen und wissenschaftliche Studien auf Gebieten durch, die in Verbindung mit der Arbeit des IWF stehen. Die Abteilung spielt eine herausragende Rolle bei der Überwachungstätigkeit und bei der Entwicklung der politischen Linie des IWF in Bezug auf das internationale Währungssystem. Sie arbeitet bei der Formulierung der wirtschaftspolitischen Empfehlungen des IWF an die Mitgliedsländer mit anderen Abteilungen zusammen. Sie koordiniert die Arbeiten am halbjährlichen Bericht über die weltwirtschaftlichen Aussichten und erstellt Analysen für die Beratungen der Siebenergruppe, der Zwanzigergruppe und anderer regionaler Gruppierungen wie der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftlichen Zusammenarbeit (APEC) zur wirtschaftspolitischen Überwachung. Sie ist auch zuständig für die Vorbereitung der Seminare des Exekutivdirektoriums über die Entwicklungen in der Weltwirtschaft und auf den Finanzmärkten. Die Abteilung unterhält zudem Beziehungen zum Hochschulbereich und zu anderen Forschungseinrichtungen.

Die Abteilung Statistik führt Datenbanken mit Wirtschafts- und Finanzstatistiken für Länder, Regionen und die Weltwirtschaft und überprüft Länderdaten zur Unterstützung der Überwachungstätigkeit des IWF. Sie ist außerdem für die Entwicklung statistischer Konzepte im Bereich der Zahlungsbilanz, der öffentlichen Finanzen, der monetären und der Bankenstatistik sowie für die Erarbeitung methodologischer Handbücher zuständig. Die Abteilung leistet technische Hilfe und Ausbildung, um Mitglie dern bei der Entwicklung ihrer statistischen Systeme zu helfen. Darüber hinaus gibt sie die statistischen Veröffentlichungen des IWF heraus. Außerdem ist sie für die Entwicklung und Aufrechterhaltung der Standards zur Veröffentlichung von Daten durch die Mitgliedsländer zuständig.

Die Abteilung Finanzen formuliert die Politik des IWF hinsichtlich seiner finanziellen Politikmaßnahmen und Geschäftspraktiken. Sie wickelt die finanziellen Operationen und Transaktionen in der Allgemeinen Abteilung, der SZR-Abteilung und den treuhänderisch verwalteten Konten ab und kontrolliert diese. Sie überwacht die Ausgaben im Rahmen der Verwaltungs- und Kapitalhaushalte und führt die IWF-Konten sowie das Rechnungswesen. Zu den Aufgaben der Abteilung gehören auch die Quotenüberprüfungen, die Finanzierung und die Liquidität des IWF, Kreditaufnahmen, Mittelanlagen, das IWF-Einkommen und die operationalen SZR-Politikmaßnahmen. Darüber hinaus ist sie die federführende Abteilung für die Durchführung von Sicherungsbewertungen bei Zentralbanken der Mitgliedsländer.

Information und Liaison

Die Abteilung Öffentlichkeitsarbeit hat die wichtige Aufgabe, das Verständnis der Öffentlichkeit und die Unterstützung für den IWF und seine Politik zu fördern. Sie ist bestrebt, die Politik des IWF verständlich zu machen durch viele Aktivitäten, die auf Transparenz, Kommunikation und Auseinandersetzung mit einem weiten Spektrum an interessierten Partnern zielen. Sie erstellt, redigiert und veröffentlicht den größten Teil der IWF-Publikationen und anderes Material, fördert Kontakte mit der Presse und anderen externen Gruppen, wie Nichtregierungs-Organisationen und Parlamentariern, und betreut die IWF-Webseite (siehe auch Anhang V).

Die IWF-Büros in Asien, Europa und bei den Vereinten Nationen halten enge Kontakte zu anderen internationalen und regionalen Institutionen (siehe Anhang IV). Das VN-Büro leistet einen wesentlichen Beitrag zum Prozess der Entwicklungsfinanzierung.

Unterstützende Dienstleistungen

Die Abteilung Humanressourcen hilft sicherzustellen, dass der IWF die richtige Mischung von Fähigkeiten, Erfahrungen und Vielfalt der Mitarbeiter aufweist, um den wechselnden Anforderungen an die Organisation zu genügen. Sie gewährleistet, dass die Humanressourcen betreut, organisiert und so eingesetzt werden, dass ihre Wirksamkeit maximiert, die Kosten niedrig und die Arbeitsbelastung sowie der Stress auf einem annehmbaren Niveau gehalten werden. Die Abteilung entwickelt Prinzipien und Verfahren, die dem IWF helfen, seine Arbeitsziele zu erreichen. Sie steuert die Gehaltszahlungen und Sozialleistungen, Einstellungen sowie Karriereplanungs-Programme und erhöht die organisatorische Effektivität, indem sie andere Abteilungen bei der Verfolgung ihrer personalpolitischen Ziele unterstützt.

Die Abteilung Sekretariat organisiert und berichtet über die Arbeit der leitenden Gremien des IWF und stellt ihnen und der Gruppe der 24 Sekretariatsdienste zur Verfügung. Insbesondere unterstützt sie die Geschäftsleitung bei der Vorbereitung und Koordinierung des Arbeitsprogramms des Exekutivdirektoriums und anderer offizieller Gremien. Dazu zählt auch die Termingestaltung und die Unterstützung bei der Durchführung der Direktoriumssitzungen. In Zusammenarbeit mit der Weltbank organisiert die Abteilung zudem die Jahrestagungen.

Die Abteilung Technologie und allgemeine Dienste stellt eine breite Palette von Leistungen zur Verfügung, die für die Tätigkeit des IWF wesentlich sind. Hierzu gehören Informationsdienste (Informationstechnologie, Telekommunikation, Dokumenten-, Protokollund Archivverwaltung sowie Bibliotheksdienste), Gebäudebau und -Verwaltung, allgemeine Verwaltungsdienste (Reisestelle, Konferenz- und Catering-Dienste, Grafiken und Beschaffungsdienste sowie Sicherungsdienste für die Zentrale, für Vor-Ort-Einrichtungen und für die Informationstechnologie) und Sprachendienste (Übersetzung, Dolmetschen und nicht-englischsprachige Veröffentlichungen). Als Folge der terroristischen Angriffe vom 11. September 2001 in New York und Washington und angesichts der erhöhten Sensibilität für Sicherheitsfragen in den letzten Jahren schuf die Abteilung ein neues Referat, um ihre Sicherheitsdienste zu koordinieren.

Der IWF verfügt außerdem über Büros, die für interne Revision und Überprüfung des Arbeitsablaufes, Haushaltsfragen, technische Hilfe und Investitionen im Rahmen des Angestelltenpensionsplans zuständig sind.

Unabhängiges Evaluierungsbüro

Das Unabhängige Evaluierungsbüro, das im Juli 2001 vom Exekutivdirektorium des Internationalen Währungsfonds eingerichtet worden ist, sorgt für eine objektive und unabhängige Bewertung der Angelegenheiten, die den IWF betreffen. Das IEO arbeitet unabhängig von der IWF-Geschäftsleitung und ist rechtlich selbständig gegenüber dem Exekutivdirektorium des IWF. Das Büro verbessert die Lernkultur im IWF, fördert ein besseres Verständnis der Arbeit des IWF und unterstützt das Exekutivdirektorium bei seiner Lenkungs- und Aufsichtsfunktion.

Nach umfassenden Beratungen mit Regierungsstellen, Nichtregierungs-Organisationen, Vertretern der Wissenschaft und des Finanzbereichs wie auch mit dem Stab, der Geschäftsführung und dem Exekutivdirektorium wurde das Arbeitsprogramm des IEO für das Geschäftsjahr 2003 abschließend erstellt. Die ersten drei ausgewählten Projekte sind (1) eine Untersuchung von übermäßig langer Inanspruchnahme von IWF-Finanzmitteln und der Auswirkung davon auf den IWF, (2) eine Prüfung der fiskalischen Anpassung einer Gruppe von Ländern mit niedrigen und mittleren Einkommen in IWF-gestützten Programmen und (3) eine Bewertung der Rolle des IWF in drei jüngeren Fällen von Kapitalbilanzkrisen (Brasilien, Indonesien und Korea). Eine Beschreibung des Arbeitsprogramms und des Aufgabenbereichs sowie Fachdokumente für die ersten drei Projekte sind auf der Webseite des IEO zu finden.

Verwaltungs- und Kapitalhaushalte

Haushaltsreformen

Eine Gruppe von externen Experten überprüfte 2001 das interne Haushaltsverfahren des IWF. Ihr Bericht enthielt eine Reihe von Empfehlungen, die eine Verbesserung der Transparenz, Rechenschaftspflicht und Effizienz des Haushaltssystems des IWF zum Ziel haben. Auf einem Direktoriumsseminar im Juni 2001 unterstützten die Exekutivdirektoren weitgehend eine Reihe von unmittelbaren Reformen. Dazu zählen:

  • ein Übergang zu einer Gesamtkostenrechnung unter Beibehaltung einer Obergrenze für den Mitarbeiterstab;

  • eine umfassende Kostenanalyse für neue Vorschläge, um in Zukunft unterfinanzierte Aufträge zu vermeiden;

  • die Wiedereinführung eines mittelfristigen Rahmenwerkes; sowie

  • die Erstellung von abteilungsbezogenen Geschäftsplänen.

In Übereinstimmung mit dem Bericht der Expertengruppe verlangten die Exekutivdirektoren weitere Arbeiten um festzustellen, wie bei der Erstellung des Haushalts eine stärkere Konzentration auf Ergebnisse erreicht werden kann. Die Geschäftsführung schuf eine Arbeitsgruppe, die solche Reformen untersuchen und spezifische Vorschläge entwickeln soll. Tabelle 8.1 stellt die wesentlichen Empfehlungen und den Stand ihrer Umsetzung per Ende April 2002 dar. Einige Reformen werden im Geschäftsjahr 2003 vorgenommen, während andere gegenwärtig geprüft und gegebenenfalls im Geschäftsjahr 2004 umgesetzt werden sollen. Darüber hinaus wurde auch das Kapitalhaushaltsverfahren reformiert, um seine Transparenz und Effizienz zu erhöhen.

Tabelle 8.1Für das interne Haushaltsverfahren des IWF empfohlene Reformen
EmpfehlungStatus
Die Geschäftsführung entwickelt ein Haushaltsverfähren von oben nach unten.Verabschiedet
Die Abteilungen erstellen einen GeschäftsplanVerabschiedet
Identifizierung von Leistungen und Leistungsgruppen als Schwerpunkt der IWF-TätigkeitÜberprüfung durch Arbeits gruppe
Unterscheidung zwischen Linien- und Zentralabteilungen sowie Gesamtkostcnrcchmmg für die den Leistungen zugeordneten MittelÜberprüfung durch Arbcits gruppe
Bessere Berichterstattung über Zeitaufwand und Art der TätigkeitÜberprüfung durch Arbcits gruppe
Erstellung von Vorausschätzungen nach Abteilung, wobei die Schätzung dir das erste zukünftige Jahr den Ausgangspunkt für den nächsten Haushalt darstcllt.Umzusetzen im Haushalt des Gl 2003
Aufnahme der Kosten aller neuen Aktivitäten in Haushalt und Vorausschätzungcn zum Zeitpunkt der Grundsatzentscheidung.Verabschiedet
Entwicklung von Leistungsmesswerten und Null-Basis-Überprütimg der Leistlingen.Überprüfung durch Arbeits gruppe
Weitere Prüfung des Spielraums für Fremdbeschaffung.Im Gang
Beibehaltung der Tabellen für die Pcrsonalobcrgrenze als Anhang im HaushahsvcrtährcnVerabschiedet

Haushalte und tatsächliche Ausgaben im Geschäftsjahr 2002

Der Verwaltungshaushalt des IWF für das am 30. April 2002 abgelaufene Geschäftsjahr (GJ 2002) genehmigte Gesamtausgaben von 736,9 Mio. $ (oder netto 695,4 Mio. $ nach Abzug geschätzter Rückvergütungen). Der Kapitalhaushalt des Geschäftsjahres 2002 in Höhe von 40 Mio. $ schloss 14,8 Mio. $ für Gebäudeausstattung, 15,4 Mio. S für Projekte der Informationstechnologie und 9,8 Mio. $ für größere Softwareentwicklungen mit ein. Die während des Geschäftsjahres tatsächlich entstandenen Bruttovenvaltungskosten beliefen sich auf insgesamt 721,3 Mio. $ (676,7 Mio. S nach Abzug von Rückvergütungen); die Ausgaben für Investitionsprojekte erreichten insgesamt 61,5 Mio. $ (Tabelle 8.2).

Tabelle 8.2Verwaltungs- und Kapitalhauslialte für die Geschäftsjahre 2000–20031(Beträge in Millionen US-Dollar oder SZR)
Am 30. April 2000 abgelaufenes Geschäftsjahr: Tatsächliche AusgäbenAm 30. April 2001 abgelaufenes Geschäftsjahr: Tatsächliche AusgabenAm 30. April 2002 abgelaufenes Geschäftsjahr: Tatsächliche AusgabenAm 30. April 2003 abgelaufenes Geschäftsjahr: gelaufenes Geschäftsjahr: Haushalt
Verwaltungshaushalt(Millionen US-Dollar)
I. Personalausgaben
Gellälter267,7292,1320,7348,2
Sonstige Personalausgaben149,4154,0161,0173,7
Zwischensumme417,1446,1481,7521,9
II. Sonstige Ausgaben
Reisen84,591,394,4112,9
Sonstige Ausgaben122,7138,1145,3159,5
Zwischensumme207,2229,4239,6272,4
III. Rückvergütungen(41,3)(37,5)(44,6)(47,9)
Gesamter Verwaltungshaushält583,0638,0676,7746,4
Kapitalhaushalt
Investitionsprojekte39,534,661,5215,0
Merkposten(Millionen SZR)
Im Jahresabschluss angegebene
Verwaltungsausgaben2448,4384,6530,8585,0

Verwaltung und Kapitalhaushalte, die vom Direktorium für das am 30. April 2003 ablaufende Geschäftsjahr gebilligt wurden, gegenüber tatsächlich entstandenen Ausgaben für die jeweils am 30. April abgelaufenen Geschäftsjahre 2000, 2001 und 2002.

Der Jahresabschluss des IWF wird nach den Internationalen Rechnungslegungsstandards (IAS) in SZR erstellt. Er enthält Abschreibungen für einige Projekte des Kapitalhaushalts und berücksichtigt Zusatzlcistungen für Bedienstete gemäß IAS 19 sowie andere Abstimmungen mit dem in US-Dollar ausgedrückten Haushalt.

Verwaltung und Kapitalhaushalte, die vom Direktorium für das am 30. April 2003 ablaufende Geschäftsjahr gebilligt wurden, gegenüber tatsächlich entstandenen Ausgaben für die jeweils am 30. April abgelaufenen Geschäftsjahre 2000, 2001 und 2002.

Der Jahresabschluss des IWF wird nach den Internationalen Rechnungslegungsstandards (IAS) in SZR erstellt. Er enthält Abschreibungen für einige Projekte des Kapitalhaushalts und berücksichtigt Zusatzlcistungen für Bedienstete gemäß IAS 19 sowie andere Abstimmungen mit dem in US-Dollar ausgedrückten Haushalt.

Damit blieben die tatsächlichen Verwaltungsausgaben um 18,7 Mio. $ unterhalb der Ausgabenermächtigungen. Die wichtigsten Faktoren dafür, dass das Verwaltungsbudget im Geschäftsjahr 2002 nicht ausgeschöpft wurde, sind:

  • einmalige Gutschriften über insgesamt 8 Mio. $ aufgrund von in der Vergangenheit erfolgten Überzahlungen fiir die Krankenversicherung und die Gruppenlebensversicherung;

  • niedrigere als im Haushaltsplan angesetzte Reisekosten nach den Angriffen vom 11. September 2001; sowie

  • die Absage der Jahrestagung 2001.

Die obigen Posten wurden jedoch teilweise durch Ausgaben für erhöhte Sicherheitsmaßnahmen kompensiert.

Haushalte im Geschäftsjahr 2003

Im April 2002 billigte das Exekutivdirektorium einen Bruttoverwaltungshaushalt in Höhe von 794,3 Mio. S für das Geschäftsjahr 2003 (746,4 Mio. S nach Abzug von geschätzten Rückzahlungen). Dies stellt eine Bruttoerhöhung von 7,8% (7,3% netto) gegenüber dem genehmigten Haushalt des Vorjahres dar. Drei Faktoren waren für den Anstieg verantwortlich: die intensivierte Bekämpfung der Geldwäsche und der Finanzierung des Terro rismus, höhere Sicherheitsausgaben und die Einrichtung von zwei Regionalen Zentren für technische Hilfe in Afrika (AFRITACs; siehe Kapitel 7). Die Kosten aller anderen inhaltlichen und verwaltungspolitischen Änderungen wurden durch während der Haushaltsberatungen beschlossene effizienzbedingte Einsparungen mehr als ausgeglichen.

Der oben erwähnte Bericht der externen Prüfer über die interne Budgetierung empfahl, im Haushaltsverfahren sowohl auf die Leistungs- wie auch auf die Kostenseite zu achten. Die Mittel entfallen auf vier Leistungsgruppen: Überwachung, Einsatz von IWF-Mitteln, Stärkung der Kapazitäten (einschließlich technischer Hilfe und externer Ausbildung) und Forschung. Ihr auf der Basis verfügbarer Informationen geschätzter Anteil wird in Schaubild 8.2 aufgeführt.

Schaubild 8.2Anteil der Mittel nach Leistungskategorie, GJ 2003

(Prozent der Gesamfkosten)

Das Exekutivdirektorium billigte im Kapitalhaushalt Ausgabenermächtigungen von 215,0 Mio. $ für die nächsten drei Jahre, die sowohl Projekte betreffen, die im Geschäftsjahr 2003 beginnen, als auch den Abschluss von Projekten, die in früheren Jahren in Angriff genommen worden waren. 43,2 Mio. S dieser Summe entfallen auf Gebäudeeinrichtungen und 42,5 Mio. $ auf den Bereich der Informationstechnologie. Die verbleibenden 129,3 Mio. S stehen für das zweite Gebäude der Zentrale (Headquarter 2 – HQ2) zur Verfügung und erhöhen damit das Gesamtbudget für das HQ2-Gebäude auf 149,3 Mio. S.

Mittelfristiges Rahmenwerk

Das mittelfristige Ziel der Geschäftsleitung ist, die Größe der Institution zu konsolidieren und nicht auszuweiten. Dabei sollen effizienzbedingte Einsparungen und Reduzierungen bei weniger vordringlichen Arbeiten angestrebt werden, um den neuen Prioritäten gerecht zu werden und den Stress für die Mitarbeiter zu senken. Auf Basis der geschätzten Kosten der derzeitigen Politiken wurde ein nominaler Anstieg des Verwaltungshaushaltes von rund 4,5% sowohl für das Geschäftsjahr 2004 als auch für das Geschäftsjahr 2005 angesetzt.

Veränderungen in der Geschäftsleitung und in den Führungspositionen des Mitarbeiterstabes

  • Erster Stellvertretender Geschäftsführender Direktor. Am 31. August 2001 legte der Erste Stellvertretende Geschäftsführende Direktor, Stanley Fischer, sein Amt, das er seit 1994 innehatte, nieder. Seine Nachfolgerin, Anne Krueger, Professorin an der Stanford-Universität und ehemalige Vizepräsidentin der Weltbank, nahm ihre Arbeit am 1. September 2001 auf.

  • Wirtschaftsberater und Direktor der Abteilung Forschung. Nach zehn Jahren in Diensten des IWF stellte Michael Mussa am 29. Juni 2001 seinen Posten zur Verfügung. Kenneth S. Rogoff, Professor an der Harvard-Universität und eine anerkannte Persönlichkeit auf dem Gebiet der internationalen Volkswirtschaft, trat am 2. August 2001 die Nachfolge von Michael Mussa an.

  • Direktor der Abteilung Entwicklung und Überprüfung der Wirtschaftspolitik. Der langjährige PDR-Direktor Jack Boorman, zuletzt Berater, verzichtete am 30. November 2001 auf seinen Posten. Sein Nachfolger Timothy Geithner, ehemaliger Staatssekretär für internationale Angelegenheiten im US-Finanzministerium und „Senior Fellow” für internationale Volkswirtschaft im „Council on Foreign Relations”, nahm seine Amtsgeschäfte als Direktor am 3. Dezember 2001 auf.

  • Direktor der Abteilung Internationale Kapitalmärkte. Gerd Häusler, ehemaliger Leiter des Investmentbanking-Bereichs der Dresdner Bank AG und Mitglied des Vorstandes der Bankengruppe, wurde am 1. August 2001 Berater und erster Direktor der neuen Abteilung Internationale Kapitalmärkte.

  • Direktor für Sonderaufgaben. Anoop Singh, ehemaliger Stellvertretender Direktor der Abteilung Asien und Pazifik, wurde am 25. Februar 2002 in die neugeschaffene Position des Direktors für Sonderaufgaben berufen. Die Position schließt die Verantwortung für die Führung der IWF-Mitarbeitergruppe ein, die mit den argentinischen Behörden zusammenarbeitet. (Später, am 10. Juni, wurde verkündet, dass Anoop Singh Claudio Loser als Direktor der Abteilung Westliche Hemisphäre nachfolgen wird und dass die Arbeitseinheit Sonderaufgaben bis zum Ende des Sommers in die Organisationsstruktur des IWF integriert wird.)

Mitarbeiterstab

Der Geschäftsführende Direktor ernennt einen Mitarbeiterstab, der ausschließlich dem IWF verantwortlich ist und einem „Höchstmaß” an Leistungsfähigkeit und Sachkunde, wie es im IWF-Übereinkommen heißt, genügen muss. Die nationale Vielfait des Mitarbeiterstabs spiegelt die Mitgliedschaft wider und es ist „gebührend darauf zu achten, dass die Auswahl auf möglichst breiter geografischer Grundlage erfolgt”. Diesen hohen Standards entsprechend hat der IWF ein Offenlegungsverfahren der Finanzen seiner Mitarbeiter eingeführt.

Da die Erhaltung der Kontinuität und des institutionellen Gedächtnisses im Interesse der Mitgliedschaft sind, hat die Beschäftigungspolitik des IWF das Ziel, ein Korps internationaler Beamter zu rekrutieren und an sich zu binden, die daran interessiert sind, ihre berufliche Laufbahn oder einen wesentlichen Teil davon im IWF zu verbringen. Angesichts des sich ändernden Arbeitsmarktes und des Nutzens neuer Sichtweisen erkennt der IWF aber gleichzeitig die Vorteile an, die kürzerfristige Beschäftigungsverhältnisse und die Einstellung von Fachkräften mit mehrjähriger Berufserfahrung bieten. Bei einer Reihe von Fertigkeiten und Tätigkeiten, die hauptsächlich mit bestimmten Dienstleistungen und hochspezialisierten Wirtschafts- und Finanzkenntnissen zusammenhängen, ist es aus geschäftspolitischen Gründen sinnvoll, befristete Einstellungen vorzunehmen oder Stellen außerhalb des IWF mit den Arbeiten zu betrauen.

Am 31. Dezember 2001 beschäftigte der IWF 787 Mitarbeiter als Stabsassistenten und 1 846 Fachkräfte (etwa zwei Drittel davon Volkswirte). Zusätzlich zu seinem regulären Personal verfügte der IWF über 343 Angestellte mit befristetem Arbeitsvertrag, zu denen Technische-Hilfe-Sachverständige, Berater und andere vorübergehende Stabsmitarbeiter, die nicht unter das reguläre Stabskontingent fielen, zählten. Von den 183 Mitgliedsländern des IWF waren 133 im Mitarbeiterstab des IWF vertreten. (Siehe Tabelle 8.3 zur Entwicklung der Nationalitätenverteilung beim Fachpersonal des IWF seit 1980.)

Einstellungen und Beschäftigungsdauer

Im Laufe des Jahres 2001 traten 324 neue Mitarbeiter ihren Dienst beim IWF an – 231 extern eingestellte und 93 durch Umwandlung ihrer Arbeitsverhältnisse in Stabsstellen. Die 231 externen Einstellungen (125 Volkswirte, 37 Mitarbeiter als Fachkräfte sowie in Führungspositionen in spezialisierten Laufbahnen und 69 Stabsassistenten) stellen gegenüber den 229 Stabsmitarbeitern, die 2000 eingestellt wurden, eine Steigerung um zwei Stellen dar. Von den externen Einstellungen des Jahres 2001 hatten 78 Volkswirte eine mehrjährige berufliche Erfahrung und 36 (plus ein Fall von interner Einstellung) begannen mit dem Einstiegsprogramm für Volkswirte. Dabei handelt es sich um ein zweijähriges Programm, dessen Zweck darin besteht, die „Neueinsteiger” unter den Volkswirten mit der Arbeit des IWF vertraut zu machen, indem sie zwei verschiedenen IWF-Abteilungen jeweils für zwölf Monate zugeordnet werden. Denjenigen, die sich bewähren, werden dann reguläre Stabspositionen angeboten.

Im Jahr 2001 haben 146 Stabsangehörige die Organisation verlassen. Die Abgangsrate von Mitarbeitern in den Fach- und Leitungsstufen belief sich im Jahr 2001 auf 5,5% (101 Mitarbeiter). Dies bedeutet einen Anstieg gegenüber 5,1% (88 Mitarbeiter) im Jahr 2000 und einen Rückgang gegenüber 5,9% (92 Mitarbeiter) im Jahr 1999.

Schlichtung von Streitigkeiten

Anfang 2001 ernannte die Geschäftsführung eine externe Gruppe von drei unabhängigen Fachleuten, die eine umfassende Überprüfung des Systems und der Verfahren zur Schlichtung von beschäftigungsbezogenen Streitigkeiten zwischen IWF und Mitarbeitern durchführen sollten. Die Expertengruppe berichtete der Geschäftsführung Anfang 2002. Sie kam zu dem Schluss, dass der IWF ein umfangreiches internes Rechtsinstrumentarium entwickelt hat, das die Beschäftigungsvorschriften und -bedingungen wie auch die Aufgaben, Pflichten und Rechte der Stabsmitglieder angemessen abdeckt. Darüber hinaus hat der IWF umfassende formale und informelle Systeme für die Beschäftigten aufgebaut, damit diese ihre Anliegen über Regeln im Bereich der Beschäftigungsvorschriften und -bedingungen zum Ausdruck bringen können und um beschäftigungsbezogene Streitigkeiten zu schlichten. Dennoch empfahl die Expertengruppe eine Reihe von Änderungen oder Klarstellungen im derzeitigen System und bei den derzeitigen Verfahren. Nahezu alle Empfehlungen wurden von der Geschäftsleitung akzeptiert. Sie werden während des Jahres 2002 umgesetzt. Ein Bericht, der die Ansichten der Geschäftsführung zu den Empfehlungen darstellt, wurde dem Exekutivdirektorium im April 2002 vorgelegt.

Gehaltsstruktur

Um den erforderlichen Mitarbeiterstab anzuwerben und zu halten, hat der IWF ein Entlohnungs- und Sozialleistungssystem entwickelt, das wettbewerbsfähig ist, gute Leistungen belohnt und die besonderen Bedürfnisse eines multinationalen und überwiegend aus dem Ausland stammenden Mitarbeiterstabs berücksichtigt. Die Gehaltsstruktur des IWF wird jährlich überprüft und, falls erforderlich, angepasst. Dies erfolgt auf der Basis eines Vergleichs mit den Gehältern ausgewählter privater Finanz- und Wirtschaftsunternehmen sowie von Organisationen des öffentlichen Sektors in den Vereinigten Staaten, Frankreich und Deutschland. Nach Untersuchungen aktualisierter Vergleichsgehälter wurde die Gehaltsstruktur im Geschäftsjahr 2002 um 4,8% angehoben; für das Geschäftsjahr 2003 hat das Direktorium eine Erhöhung um 4,0% gebilligt (Tabelle 8.4).

Tabelle 8.4IWF-Gehaltsstruktur(US-Dollar, mit Wirkung vom 1. Mai 2002)
GehaltsstufeBereich MinimumBereich MaximumStelletibezeichnung
A122 21033 350Nicht zutreffend (Tätigkeiten auf dieser Ebene werden extern beschafft)
A224 90037 320Fahrer
A327 85041 790Stabsassistent (Büro)
A431 20046 840Stabsassistent (Sekretariat, Anfangsgehalt)
A534 99052 470Stabsassistent (Sekretariat, Anfangsgehalt)
A639 10058 720Leitender Sekretariatsassistent, Sonstige Assistenten (z. B. Redaktion, Computer-Systeme, Humanressourcen)
A743 86065 800Forschungsassistent, Verwaltungsassistent
A849 12073 700Leitender Verwaltungsassistent (z. B. Buchführung, Humanressourcen)
A952 24078 400Bibliothekar, Übersetzer, Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Bediensteter für Humanressourcen
A1060 10090 140Finanzbuchhalter, Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Verwaltungshedienstetcr
A1169 010103 550Volkswirt (promoviert, Einstiegsebene), Rechtsanwalt, Fachkraft (z. B. Buchführung, Computer-Systeme, Humanressourcen)
A1277 280115 940Volkswirt, Rechtsanwalt, Fachkraft (z. B, Buchführung, Computer-Systeme, Humanressourcen)
A1386 580129 840Volkswirt, Rechtsanwalt, Fachkraft (z. B, Buchführung, Computer-Systeme, Humanressourcen)
A1496 950145 450Stellvertretender Referatsleiter, Leitender Volkswirt
A15/B1109 560164 380Referatsleiter, Stellvertretender Referatsleiter
B2126 310183 270Referatsleiter
B3150 100195 310Beigeordneter Abteilungsleiter, Berater
B4174 920218 640Stellvertretender Abteilungsleiter, Leitender Berater
B5205 980247 260Abteilungsleiter
Hinweis: Die obige Gehaltsstruktur für IWF-Bedienstete zielt darauf ab, international konkurrenzfähig zu sein, um es dem IWF zu ermöglichen, hochqualifizierte Mitarbeiter aus allen Mitglieds ländern anzuziehen. Die Gehälter werden jährlich durch das Exekutivdirektorium überprüft. Sie stehenim Einklang mit den Gehältern für vergleichbare Gehaltsstellen und Stellen in Finanz und Industrieunternehmen des Privatsektors sowie in repräsentativen öffentlichen Institutionen, hauptsächlich in den Vereinigten Staaten. Da die IWF Bediensteten, mit Ausnahme son US Bürgern, normalerweise keine Einkommenssteuer auf ihre IWF Vergütung bezahlen müssen, werden die Gehälter im Nettobetrag festgelegt, der im Allgemeinen dem Nettogehalt – nach Abzug der Steuern – der Beschärtigicn der öffentlichen und privaten Unternehmen entspricht, von denen die IWF Gehälter abgeleitet werden.
Hinweis: Die obige Gehaltsstruktur für IWF-Bedienstete zielt darauf ab, international konkurrenzfähig zu sein, um es dem IWF zu ermöglichen, hochqualifizierte Mitarbeiter aus allen Mitglieds ländern anzuziehen. Die Gehälter werden jährlich durch das Exekutivdirektorium überprüft. Sie stehenim Einklang mit den Gehältern für vergleichbare Gehaltsstellen und Stellen in Finanz und Industrieunternehmen des Privatsektors sowie in repräsentativen öffentlichen Institutionen, hauptsächlich in den Vereinigten Staaten. Da die IWF Bediensteten, mit Ausnahme son US Bürgern, normalerweise keine Einkommenssteuer auf ihre IWF Vergütung bezahlen müssen, werden die Gehälter im Nettobetrag festgelegt, der im Allgemeinen dem Nettogehalt – nach Abzug der Steuern – der Beschärtigicn der öffentlichen und privaten Unternehmen entspricht, von denen die IWF Gehälter abgeleitet werden.

Bezüge der Geschäftsleitung

Die Bezüge der Geschäftsleitung spiegeln die Verantwortung jeder Führungsposition sowie das Verhältnis zwischen den Gehaltsstrukturen in der Geschäftsleitung und im Stab wider. Sie beliefen sich per 1. Juli 2001 auf:

Geschäftsführender Direktor327.880 $1
Erster Stellv.279.596 $
Geschäftsführender Direktor
Stellv. Geschäftsführende Direktoren266.276 $

Die Bezüge der Geschäftsleitung unterliegen einer Kombination aus regelmäßigen strukturellen Überprüfungen durch das Exekutivdirektorium und jährlichen Überprüfungen. Sie werden unabhängig festgelegt und sind nicht formal an die Bezüge in anderen internationalen Organisationen gebunden.

Bezüge des Exekutivdirektoriums

Auf Empfehlung des Ausschusses des Gouverneursrats für die Bezüge der Exekutivdirektoren billigten die Gouverneure mit Wirkung vom 1. Juli 2001 eine Erhöhung der Bezüge der Exekutivdirektoren und ihrer Stellvertreter um 4,3%. Die Bezüge der Exekutivdirektoren belaufen sich auf 175.910 $.2 Die Bezüge der Stellvertretenden Exekutivdirektoren betragen 152.160 S.3

Diversity

Das Exekutivdirektorium unterstrich erneut, dass die Vielfalt im Mitarbeiterstab wichtig ist, um die Leistungsfähigkeit des IWF als internationale Institution zu verbessern. Der Diversity-Berater des IWF, der dem Geschäftsführenden Direktor unterstellt ist, hat Indikatoren weiterentwickelt, um die Nationalitäten- und Geschlechterzusammensetzung (Tabellen 8.3, 8.5 und 8.6) sowie das Diversity-Management innerhalb der Organisation zu überprüfen und zu stärken. Im Einklang mit der Diversity-Strategie des IWF konzentrierte sich die Abteilung Humanressourcen im Kalenderjahr 2001 darauf, die Vielfalt in ihre Personalverwaltungspolitik und -praxis zu integrieren, einschließlich Leistungsförderung und Fiihrungsentwicklung. Zudem begann sie die Arbeit an neuen Programmen und Benchmarks, um den Bemühungen des IWF um die Vielfalt Orientierung zu geben.

Tabelle 8.3Verteilung des Fachpersonals nach Nationalität(Prozent)
Gebiet 1198019902001
Afrika3,85,86,6
Asien12,312,716,3
Japan1,41,91,3
Sonstige10,910,815,0
Europa39,535,129,7
Frankreich6,95,53,9
Deutschland3,74,33,7
Italien1,71,42,2
Vereinigtes Königreich8,28,06,2
Russland und Läarider der ehemaligen Sowjetunion2,0
Osteuropa und Baltische Staaten1.9
Sonstige19,015,99,8
Naher Osten5,45,54,5
Westliche Hemisphäre39,141,042,9
Kanada2,62,83,2
Vereinigte Staaten25,925,925,4
Sonstige10,612,314,3
Insgesamt100,0100,0100,0

Gebiete werden entsprechend der Verteilung der Länder auf die einzelnen Länderabteilungen des IWF definiert. Das Gebiet Europa enthält Länder aus den beiden Europa Abteilungen des IWF (Europa I und Europa II). Das Gebiet Naher Osten enthält Länder in Nordafrika.

Gebiete werden entsprechend der Verteilung der Länder auf die einzelnen Länderabteilungen des IWF definiert. Das Gebiet Europa enthält Länder aus den beiden Europa Abteilungen des IWF (Europa I und Europa II). Das Gebiet Naher Osten enthält Länder in Nordafrika.

Tabelle 8.5Verteilung des Personals nach Geschlccht
1980199020011
PersonalAnzahlProzentAnzahlProzentAnzahlProzent
Gesamtes Personal
Insgesamt1 444100,01 774100,02 633100,0
Frauen67646,882746,61 22446,5
Männer76853,294753,41 40953,5
Unterstützungs-Personal
Insgesamt613100,0642100,0787100,0
Frauen49280,354084,166284,1
Männer12119,710215,912515,9
Fachpersonal
Insgesamt646100,0897100,01 494100,0
Frauen17326,827430,551334,3
Männer47373,262369,598165,7
Volkswirte
Insgesamt362100,0529100,0936100,0
Frauen4211,67013,221122,5
Männer32088,445986,872577,5
Spezialisierte Lautbahnen
Insgesamt284100,0368100,0558100,0
Frauen13146,120455,430254,1
Männer15353,916444,625645,9
Führungskräfte
Insgesamt185100,0235100,0352100,0
Frauen115,9135,54913,9
Männer17494,122294,530386,1
Volkswirte
Insgesamt99100,0184100,0287100,0
Frauen44,094,93110,8
Männer9596,017595,125689,2
Spezialisierte Laufbahnen
Insgesamt86100,051100,065100,0
Frauen78,147,81827,7
Männer7991,94792,24772,3

Personal im Dienst.

Personal im Dienst.

Tabelle 8.6Verteilung des Personals nach Entwieklungs- und Industrieländern
19902001
PersonalAnzahlProzentAnzahlProzent
Gesamtes Personal
Insgesamt1 774100,02 633100,0
Entwicklungsländer73141,21 12942,9
Industrieländer1 04358,81 50457,1
Unterstützungs-Personal
Insgesamt642100,0787100,0
Entwicklinigslander32851,143955,8
Industrieländer31448,934844,2
Fachpersonal
Insgesamt897100,01 494100,0
Entwicklungsländer34338,258639,2
Industrieländer55461,890860,8
Volkswirte
Insgesamt529100,0936100,0
Entwicklungsländer22041,638541,1
Industrieländer30958,455158,9
Spezialisierte Laufbahnen
Insgesamt368100,0558100,0
Entwicklungsländer12333,420136,0
Industrieländer24566,635764,0
Führungskräfte
Insgesamt235100,0352100,0
Entwicklungsländer6025,510429,5
Industrieländer17574,524870,5
Volkswirte
Insgesamt713100,0287100,0
EnrtwicklLingsländer27438,49232,1
Industrieländer43961,619567,9
Spezialisierte Laufbahnen
Insgesamt51100,065100,0
Entwicklungsländer611,81218,5
Industrieländer4588,25381,5

Der Berater arbeitet eng mit der Abteilung Humanressourcen und anderen Abteilungen zusammen, um die Notwendigkeiten und Möglichkeiten zur Förderung der Vielfalt aufzuzeigen und um Maßnahmenpläne der Abteilungen umzusetzen, die seit 1996 jedes Jahr erstellt und überwacht werden. Im Geschäftsjahr 2002 haben die Abteilungen diese Maßnahmenpläne in umfassende Humanressourcen-Pläne aufgenommen, die künftig einen Rahmen für die Bemühungen des IWF um Vielfalt abstecken werden. In der Regel umfassen diese Maßnahmen Initiativen in Bezug auf Einstellungen und Karriereentwicklung, Orientierungsund Betreuungsprogramme für neue Mitarbeiter und Maßnahmen zur Verbesserung der Kommunikation und zur stärkeren Transparenz von Vorgehensweisen, Verfahren und Statistik im Bereich der Humanressourcen.

Neben den Diversity-spezifischen Maßnahmen mit dem Ziel der Problembewältigung und -vermeidung legt der IWF bei der Beurteilung von Leistungen von Vorgesetzten sowie bei Entscheidungen über Einstellungen und Beförderungen größeres Gewicht auf Personalführungs-Fähigkeiten und Feingefühl auf dem Gebiet der Vielfalt. Dies ist gerade für eine Institution mit einem heterogenen Mitarbeiterstab von besonderer Bedeutung. Zur Förderung familienfreundlicher Arbeitsbedingungen und Sozialleistungen eröffnete der IWF ein Tagesbetreuungszentrum und weitete die meisten Sozialleistungen auf Lebensgefährten aus.

Die jährlichen Abteilungsfortschrittsberichte, die der Abteilung Humanressourcen im Geschäftsjahr 2002 vorgelegt wurden, sowie ergänzende Beiträge der Abteilungen an den Diversity-Berater zeigten ein gestiegenes Bewnsstsein und größere Fähigkeiten hinsichtlich der Vielfalt, systematischere und stärker strukturierte Vorgehensweisen sowie bessere Praktiken bei der Personalfürung. Fortschritte wurden zudem bei der Einstellung, Förderung und gesamten Präsenz schwach vertretener Mitarbeitergruppen erzielt. Nach einem Stillstand im Jahr 2001 wurden Fortschritte in Richtung eines höhereu Anteils von Frauen in Führungspositionen erreicht. Die Anzahl von Mitarbeitern aus Entwicklungsländern in Führungspositionen ging allerdings leicht zurück. Die Verwirklichung einer ausreichenden Vielfalt im Mitarbeiterstab ist für eine Institution, die Beschäftigungsverhältnisse über die gesamte berufliche Laufbahn anstrebt, ein ständiges Ziel, dem gemeinsame Anstrengungen gewidmet werden müssen. Der Fortschritt wird überwacht und über Probleme wird in sehr transparenter Weise berichtet, unter anderem im Diversity-Jahresbericht auf der Webseite des IWF.

Neues Gebäude

Die Planungen, ein zweites Gebäude für die IWF Zentrale auf einem Gelände zu errichten, das dem IWF gehört und an das bestehende Gebäude der Zentrale angrenzt, befinden sich in einem fortgeschrittenen Stadium. Im April 2002 erhielt der IWF die Baugenehmigung von der Baubehörde des District of Columbia. Der Abbruch des bestehenden Gebäudes hat begonnen. Nach der Prüfung der Bauangebote und der Auswahl eines Unternehmers beabsichtigt die Baugesellschaft des IWF, im Herbst 2002 mit dem Bau zu beginnen. Nach den gegenwärtigen Prognosen kann mit dem neuen Gebäude der gesamte Mitarbeiterstab in den Einrichtungen der Zentrale untergebracht werden. Damit können Kosten eingespart werden, da dann kein Büroraum mehr angemietet werden muss. Voraussichtlich wird das Projekt bis 2006 fertiggestellt.

Darüber hinaus wird eine Aufwandsentschädigung von 58.680 $ gewährt.

Bei der Errechnung der Gehaltsangleichung der Exekutivdirektoren für das Jahr 2001 berücksichtigte der Ausschuss die prozentuale Änderung der Entlohnung der höchsten Beamten der Finanzministerien und Zentralbanken ausgewählter Mitgliedsländer und die Änderung des Verbraucherpreisindexes in dem jeweiligen Land.

Diese Angaben gelten nicht für den Exekutivdirektor und den Stellvertretenden Exekutivdirektor der USA, die den Gehaltsobergrenzen des US-Kongresses unterliegen.

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