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Kapitel 8. Kapitel Organisation, Mitarbeiterstab und Haushalt

Author(s):
International Monetary Fund
Published Date:
September 2001
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Das Geschäftsjahr 2001 zeichnete sich aus durch eine Expansion bei ausgewählten IWF-Initiativen, aber auch durch Ressourcenbeschränkungen auf den meisten Gebieten des Arbeitsprogramms. Das Direktorium billigte die Neubewertung von 217 Stellen, womit die Umwandlung einiger befristeter in dauerhafte Stellen einherging, sowie die Neuausrichtung und Konsolidierung von Vereinbarungen zur Auslagerung von Arbeiten. Der Beschäf’tigungs-Rahmenplan wurde überarbeitet und umgesetzt, um die Beschäftigungskriterien klarer und strikter zu gestalten und gleichzeitig mehr Flexibilität bei der Deckung des Personalbedarfs zu ermöglichen. Auβerdem wurden mehrere Initiativen ergriffen, um den Arbeitsdruck, der auf dem IWF-Stab lastet, zu reduzieren, und es wurden Richtlinien über die ethischen Standards für den Stab und das Exekutivdirektorium in die Website des IWF eingestellt (siehe Kasten 8.1). Bezüglich des Verwaltungshaushalts verständigte sich das Exekutivdirektorium auf einen Rahmenplan für das Geschäftsjahr 2002, der auf einem Nullwachstum im Personalbestand basiert, mit einer kleinen Aufstockung für ausgewählte Aktivitäten, hauptsächlich im Bereich der Arbeit des IWF zur Verhütung von Finanzkrisen. Das Geschäftsjahr 2001 war auch ein Jahr, in dem der IWF, mit Blick auf eine bessere Transparenz und Rechenschaftslegung seiner Aktivitäten, Schritte unternahm, um ein unabhängiges Bewertungsbüro zu errichten, das die Geschäftsführung des Fonds objektiv überprüfen und bewerten soll.

Am S. Mai 2001, kurz nach dem Ende des Geschäftsjahres, kündigte der Erste Stellvertretende Geschäftsführende Direktor Stanley Fischer seine Absicht an, sein Amt im Laufe des Jahres 2001 aufzugeben. Am 7. Juni gab der Geschäftsführende Direktor Horst Köhler bekannt, dass Anne Krueger die Nachfolgerin von Herrn Fischer wird. Gleichzeitig erklärte er seine Absicht, angesichts des Ausscheidens der bisherigen Stelleninhaber neue Direktoren für die Abteilung Forschung und die Abteilung Entwicklung und Überprüfung der Wirtschaftspolitik zu berufen. Auβerdem benannte er den Direktor für die neue Abteilung Internationale Kapitalmärkte.

Organisation

Der IWF wird von seinem Gouverneursrat verwaltet, und seine Geschäfte werden von einem Exekutivdirektorium, einem Geschäftsführenden Direktor, einem Ersten Stellvertretenden Geschäftsführenden Direktor, zwei weiteren Stellvertretenden Geschäftsführenden Direktoren und einem aus internationalen Beamten bestehenden Mitarbeiterstab geführt. Das der Institution zugrunde liegende IWF-Übereinkommen verlangt, dass vom IWF eingestellte Mitarbeiter die höchsten Standards an Leistungsfähigkeit und professioneller Kompetenz aufweisen und die vielfältige Mitgliedschaft der Organisation widerspiegeln.

Als der Erste Stellvertretende Geschäftsführende Direktor Stanley Fischer Anfang Mai 2001 seine Absicht verkündete, aus dem IWF auszuscheiden, erklärte er, dass er im Laufe des Jahres 2001 sein Amt niederlegen werde, sobald eine reibungslose Amtsübergabe an seinen Nachfolger gewährleistet sei. Der Geschäftsführende Direktor Köhler würdigte Herrn Fischer mit den Worten: „Als ich vor einem Jahr zum IWF kam, versprach Stan Fischer, zumindest während meiner Anfangszeit als Geschäftsführender Direktor mit mir zu arbeiten. Er war groβartig. Zu gegebener Zeit wird es für den Fonds -und für mich selbst -vielfältige Gelegenheiten geben, die Dienste von Stan Fischer für diese Institution und seine 183 Mitgliedsländer während der vergangenen sieben Jahre in aller Form zu würdigen.

Im Moment möchte ich mich auf ein persönliches Wort beschränken. Stan Fischer ist ein hervorragender Volkswirt und Staatsbeamter. Sein Rat und seine Unterstützung haben mir in meinem ersten Jahr im Fonds ungemein genützt. Vor allem seine Integrität und seine Humanität waren eine groβe Hilfe für mich. Es tut mir leid, dass er uns so bald verlässt, und ich wünschte, er wäre länger geblieben.”

Exekutivdirektorium

Das aus 24 Mitgliedern bestehende Exekutivdirektorium des IWF führt als ständiges Entscheidungsgremium des IWF die Tagesgeschäfte der Institution. Im Jahre 2000 traf das Direktorium zu 130 offiziellen Sitzungen, 5 Seminaren und 100 informellen Ausschussund anderen Sitzungen zusammen. Das Exekutivdirektorium stützt seine Aussprachen hauptsächlich auf Studien, die von der IWF-Geschäftsleitung und dem Mitarbeiterstab angefertigt werden. Im Jahr 2000 widmete das Direktorium 60 % seiner Zeit länderbezogenen Angelegenheiten (Konsultationen nach Artikel IV sowie Überprüfungen und Genehmigungen von IWF-Kreditvereinbarungen); 33 % seiner Zeit der multilateralen Überwachung und wirtschaftspolitischen Themen (Weltwirtschaftsausblick, Entwicklungen auf den internationalen Kapitalmärkten, Finanzierungsmittel des IWF, Stärkung des internationalen Finanzsystems, sowie die Schuldensituation und Fragen im Zusammenhang mit den IWF-Kreditfazilitäten und der Programmgestaltung) und seine übrige Zeit Verwaltungsund anderen Angelegenheiten.

Kasten 8.1Verhaltenskodex für Exekutivdirektoren und Website zu ethischen Fragen

Als Teil der kontinuierlichen Bemühungen des IWF um beispielhafte Geschäftspraktiken und Transparenz bei seiner eigenen Arbeit verkündete die Institution während des Geschäftsjahres zwei Initiativen auf dem Gebiet des ethischen Verhaltens.

Im August 2000 schuf das Exekutivdirektorium ausgehend von bestehenden internen Praktiken einen Verhaltenskodex, der darauf zielt, den Exekutivdirektoren eine Orientierung für die ethischen Standards in ihrer Rolle und ihrer Verantwortlichkeit im IWF zu geben. Der Kodex, der für das 24 Mitglieder zählende Exekutivdirektorium, die Stellvertretenden Exekutivdirektoren und die Berater der Exekutivdirektoren gilt, fordert regelmäβige Offenlegungsberichte über ihre Finanzen und unterstreicht die Bedeutung, die der Einhaltung der höchsten ethischen Standards zukommt.

Neben der Festlegung von Richtlinien für die finanzielle Offenlegung und von Verhaltensgrundsätzen setzt der Kodex einen Ethik-Ausschuss ein, der aus fünf Exekutivdirektoren besteht und Fragen in Bezug auf die Beachtung der Bestimmungen des Kodex behandelt. Diese Direktoren gehören dem Ausschuss jeweils zwei Jahre an.

Im Februar 2001 richtete der IWF eine Rubrik auf seiner Website ein, die Richtlinien und Fragen im Zusammenhang mit der Ethik im Stab, der finanziellen Offenlegung und der Lösung von Arbeitskonflikten beleuchtet. Diese Rubrik enthält elektronische Verknüpfungen zu den Kodizes für ethisches Verhalten und den Regeln zur Offenlegung der Finanzen, die IWF-Stabsmitarbeiter und Exekutivdirektoren beachten müssen. Die Aufgabenbeschreibung des Ethik-Beauftragten und der Vertrauensperson des IWF sind ebenfalls über diese Rubrik der öffentlichen Website zugänglich.

Zusätzlich zur Veröffentlichung der ethischen Kodizes und Standards des IWF werden nun auch Urteile, Anordnungen und andere Informationen, die Maβnahmen der verwaltungsrechtlichen Schiedsstelle des IWF zur Lösung von Arbeitskonflikten betreffen, über die öffentliche Website des IWF verbreitet. Die verwaltungsrechtliche Schiedsstelle, die am 13. Januar 1994 errichtet wurde, bietet ein rechtliches Forum zur Lösung von Arbeitskonflikten, die zwischen Stabsmitgliedern und dem IWF entstehen.

Abteilungen

Der IWF-Mitarbeiterstab gliedert sich in erster Linie in Abteilungen für Länder-(oder Regionen-) bezogene Aufgaben, für funktionsbezogene Gebiete, für Information und Liaison sowie für unterstützende Dienstleistungen (Schaubild 8.1). Diese Abteilungen werden von Direktoren geleitet, die dem Geschäftsführenden Direktor unterstellt sind.

Schaubild 8.1Organigramm des IWF

(Stand vom 30 April 2001)

1 Operationell im Geschäftsjahr 2002

2 Dem Boro des Geschäftsführenden Direktors angegliede/t

Länderabteilungen

Sechs Länderabteilungen -Afrika, Asien und Pazifik, Europa I, Europa II, Naber Osten und Westliche Hemisphäre -beraten die Geschäftsleitung und das Exekutivdirektorium hinsichtlich der wirtschaftlichen Entwicklungen und der Politikmaβnahmen in den Ländern ihrer Region. Ihre Mitarbeiter sind zudem dafür verantwortlich, die Kreditvereinbarungen zur Unterstützung der wirtschaftlichen Refomiprogramme der Mitglieder zu konzipieren und die Fortschritte unter diesen IWF-gestützten Anpassungsprogrammen zu überprüfen. Zusammen mit den einschlägigen Fachabteilungen stellen sie den Mitgliedsländern wirtschaftspolitische Beratung und technische Hilfe zur Verfügung und stehen in ständigem Kontakt mit regionalen Organisationen und multilateralen Institutionen in ihren geographischen Gebieten. Mit Unterstützung von Stabsangehörigen aus den entsprechenden Fachabteilungen leisten die Länderabteilungen über direkte Kontakte mit den Mitgliedsländern einen Groβteil der bilateralen Überwachungsarbeit des IWF. Auβerdem sind 81 Stabsangehörige aus den Länderabteilungen Mitgliedsländern als örtliche Vertreter des IWF zugewiesen (siehe Kasten 8.2 und 8.3).

Fachabteilungen und Abteilungen für besondere Dienstleistungen

Die Abteilung Fiskalpolitik ist für Aktivitäten im Zusammenhang mit den öffentlichen Finanzen der Mitgliedsländer verantwortlich. Sie beteiligt sich an Missionen der Länderabteilungen zur Untersuchung fiskalischer Fragen, überprüft die fiskalischen Aspekte der wirtschaftspolitischen Empfehlungen des IWF sowie der fondsgestützten Anpassungsprogramme und leistet technische Hilfe auf dem Gebiet der öffentlichen Finanzen. Sie führt zudem wissenschaftliche und wirtschaftspolitische Untersuchungen zu fiskalischen Fragestellungen sowie zu den Themen Einkommensverteilung und Armut, soziale Sicherungsnetze, staatliche Ausgabenpolitik und Umwelt durch.

Kasten 8.2örtliche Vertreter des IWF

Ende April 2001 hatte der IWF insgesamt 81 Örtliche Vertreter, die 89 Mitgliedsländer in Afrika, Asien, Europa, im Nahen Osten und in der Westlichen Hemisphäre abdecken. Diese Stellen -die üblicherweise mit einem einzigen IWF-Stabsangehörigen besetzt werden, der von lokalen Kräften unterstützt wird helfen die wirtschaftspolitische Beratung durch den IWF zu stärken und werden oft im Zusammenhang mit einem IWF-gestützten Anpassungsprogramm eingerichtet. Die Vertreter, die in den meisten Fällen guten Zugang zu wichtigen nationalen Regierungsvertretern haben, können die Qualität der Länderarbeit des IWF maβgeblich beeinflussen. Insbesondere machen die örtlichen Vertreter den IWF und das Gastland frühzeitig auf mögliche Politikabweichungen aufmerksam und unterstützen das Programm vor Ort. Sie können auch eine aktive Rolle im Hinblick auf die Einflussmöglichkeiten des IWF in den Mitgliedsländern spielen. Und seit dem Beginn der erweiterten Initiativen für einkommensschwache Länder helfen die örtlichen Vertreter Mitgliedern, ihre Armutsbekämpfungs-Strategien zu entwickeln (siehe Kapitel 5). Dies erfolgt durch Teilnahme an den vom jeweiligen Land geführten Strategiediskussionen und durch Erläuterung der IWF-Sicht. Sie unterstützen auβerdem die Überwachung der Programmumsetzung und des Institutionenaufbaus, wobei sie mit veschiedenen Regierungsstellen, Organisationen der Zivilgesellschaft, Gebern und anderen Beteiligten zusammenarbeiten.

Das IWF-Institut bildet Beamte der Mitgliedsländer #x2014; insbesondere aus Entwicklungsländern -auf Gebieten wie Finanzplanung und -politik, Auβenwirtschaftspolitik, Zahlungsbilanzmethodologie, volkswirtschaftliche Gesamtrechnung und Haushaltsstatistik sowie öffentliche Finanzen aus.

Die Abteilung Recht berät die Geschäftsleitung, das Exekutivdirektorium und den Mitarbeiterstab hinsichtlich der zu beachtenden rechtlichen Bestimmungen. Sie bereitet die meisten Entscheidungen und sonstigen Rechtsakte vor, die zur Erfüllung der Aufgaben des IWF notwendig sind. Die Abteilung dient dem IWF bei Rechtsstreitigkeiten und Schiedsgerichtsverfahren als Anwalt, leistet technische Hilfe bei Rechtsreformen, beantwortet Anfragen nationaler Behörden sowie internationaler Organisationen zu den Rechtsvorschriften des IWF und formuliert Rechtsauslegungen betreffend die Zuständigkeit des IWF für Wechselkursmaβnahmen und Devisenbeschränkungen.

Die Abteilung Geld-und Wechselkurspolitik stellt Mitgliedsländern und Länderabteilungen analytische und technische Unterstützung zur Verfügung, einschlieβlich Entwicklung und Verbreitung bewährter wirtschaftspolitischer Maβnahmen und beispielhafter Verfahren. Die Themen umfassen die Finanzsektorsysteme und deren Solidität -dazu gehören die Bankenregulierung und -aufsicht und die systematische Umstrukturierung, das Zentralbankwesen, die Geld-und Wechselkurspolitik und deren Instrumente, sowie die Kapitalbewegungen und Wechselkursmaβnahmen und -systeme. Im Zusammenhang mit den Überwachungstätigkeiten und Anträgen für die Inanspruchnahme von IWF-Finanzhilfen prüft die Abteilung Fragen, die in ihren Aufgabenbereich fallen, und stellt ihre Fachkompetenz bei der Beurteilung und Ausarbeitung wirtschaftspolitischer Programme zur Verfügung. Darüber hinaus gewährt und leistet sie auf diesen Gebieten technische Hilfe, wobei sie die Zusammenarbeit mit Zentralbanken, Aufsichtsbehörden und anderen internationalen Organisationen koordiniert.

Die Abteilung Entwicklung und Überprüfung der Wirtschaftspolitik spielt bei der Gestaltung und Implementierung der finanziellen Fazilitäten und anderen Maβnahmen des IWF eine zentrale Rolle. Die Abteilung überprüft die Länder-und Politikmaβnahmen und sorgt damit im Zusammenhang mit der bi-und multilateralen Überwachung und den IWF-gestützten Wirtschaftsprogrammen der Mitglieder, einschlieβlich kritischer Gebiete wie Transparenz und Krisenprävention, für eine für die gesamte Institution geltende konsistente Anwendung der IWF-Politik und Ziele. In den letzten Jahren hat sie bei der Arbeit des IWF im Zusammenhang mit der Stärkung des internationalen Finanzsystems, bei der Fokussierung und Prioritätensetzung der Konditionalität, sowie bei der Armutsbekämpfungs-und Wachstumsfazilität und der Initiative für hochverschuldete arme Länder (HIPC-Initiative) eine Führungsrolle eingenommen. Gemeinsam mit den Länderabteilungen hilft die Abteilung Entwicklung und Überprüfung der Wirtschaftspolitik den Mitgliedsländern, die IWF-Mittel in Anspruch nehmen, weitere Finanzquellen zu erschlieβen; darunter die Arbeit in Bezug auf die Finanzierung von Schulden und Programmen (durch den Pariser Club und internationale Banken). Die Abteilung spielt eine wichtige Rolle bei der Vorbereitung der Tagungen des Internationalen Währungsund Finanzausschusses und des Entwicklungsausschusses, und sie vertritt den IWF in anderen Gruppen (z. B. G-24) und bei anderen Institutionen (insbesondere der Weltbank).

Die Abteilung Forschung führt Politikanalysen und wissenschaftliche Studien auf Gebieten durch, die in Verbindung mit der Arbeit des IWF stehen. Die Abteilung spielt eine herausragende Rolle bei der Entwicklung der politischen Linie des IWF in Bezug auf das internationale Währungssystem und die Überwachung. Sie arbeitet bei der Formulierung der wirtschaftspolitischen Empfehlungen des IWF an die Mitgliedsländer mit anderen Abteilungen zusammen. Sie koordiniert die Arbeiten am halbjährlichen Bericht über die weltwirtschaftlichen Aussichten und fertigt den jährlich erscheinenden Bericht über die internationalen Kapitalmärkte (International Capital Markets) an. Auβerdem erstellt sie Analysen für die Beratungen der Siebenergruppe, der Zwanzigergruppe und anderer regionaler Gruppierungen wie des Forums der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftlichen Zusammenarbeit (APEC) zur wirtschaftspolitischen Überwachung. Sie ist auch zuständig für die Vorbereitung der Seminare des Exekutivdirektoriums über die Entwicklungen in der Weltwirtschaft und auf den Finanzmärkten. Die Abteilung unterhält auch Beziehungen zum Hochsehulbereich und zu anderen Forschungseinrichtungen.

Die Abteilung Statistik führt Datenbanken mit Wirtschafts-und Finanzstatistiken für Länder, Regionen und die Weltwirtschaft und überprüft Länderdaten zur Unterstützung der Überwachungstätigkeit des IWF. Sie ist auβerdem für die Entwicklung statistischer Konzepte im Bereich der Zahlungsbilanz, der öffentlichen Finanzen, der monetären und Bankenstatistik sowie für die Erarbeitung methodologischer Handbücher zuständig. Die Abteilung stellt technische Hilfs-und Ausbildungsdienste zur Verfügung, um Mitgliedern bei der Entwicklung ihrer statistischen Systeme zu helfen. Darüber hinaus gibt sie die statistischen Veröffentlichungen des IWF heraus. Auβerdem ist sie für die Entwicklung und Aufrechterhaltung der Standards zur Veröffentlichung von Daten durch die Mitgliedsländer zuständig.

Die Abteilung Finanzen erarbeitet die Politik des IWF hinsichtlich seiner finanziellen Politikmaβnahmen und Geschäftspraktiken; sie wickelt die finanziellen Operationen und Transaktionen in der Allgemeinen Abteilung, der SZR-Abteilung und den treuhänderisch verwalteten Konten ab und kontrolliert diese; sie überwacht die Ausgaben im Rahmen der Verwaltungs-und Kapitalhaushalte und führt die IWF-Konten sowie das Rechnungswesen. Zu den Aufgaben der Abteilung gehören auch die Quotenüberprüfungen, die Finanzierung und die Liquidität des IWF, Kreditaufnahmen, Mittelanlagen, das IWF-Einkommen und die operationalen SZR-Politikmaβnahmen; sie ist auβerdem die federführende Abteilung für die Durchführung von Sicherheitsprüfungen bei Zentralbanken der Mitgliedsländer.

Im März 2001 verkündete der Geschäftsführende Direktor seine Absicht, eine Abteilung Internationale Kapitalmärkte zu errichten, in der Funktionen zusammengefasst werden, die zuvor von den Abteilungen Entwicklung und Überprüfung der Wirtschaftspolitik, Geld-und Wechselkurspolitik sowie Forschung wahrgenommen wurden (siehe Kasten 3.5).

Information und Liaison

Die Abteilung Öffentlichkeitsarbeit hat die wichtige Aufgabe, die Politik und die Arbeit des IWF der Öffentlichkeit und den vielen Personen und Institutionen verständlich zu machen, die am IWF ein starkes Interesse hegen. Sie redigiert, erstellt und veröffentlicht die nicht-statistischen Publikationen des IWF; sie versorgt Presse und Öffentlichkeit mit Informationen; unterhält Kontakte zu Nichtregierungs-Organisationen und parlamentarischen Gremien; erstellt Redeentwürfe für die Geschäftsleitung und betreut die Website des IWF (siehe auch Anhang V).

Kasten 8.3Auβenstelle in Hongkong eröffnet

Anfang Januar 2001 eröffnete der IWF in der Sonderverwaltungszone (SVZ) Hongkong eine Auβenstelle seines örtlichen Vertretungsbüros in der Volksrepublik China. Bei der Eröffnung gab der Geschäftsführende Direktor des IWF Horst Köhler folgende Erklärung ab:

,,Ich freue mich, Hongkong anlässlich der Eröffnung der Auβenstelle des IWF zu besuchen. Das Hauptziel der Auβenstelle besteht darin, die finanziellen und wirtschaftlichen Entwicklungen in der Region zu überwachen. Hongkong war eine folgerichtige Wahl, da die Märkte der SVZ Hongkong als bedeutendes Finanzzentrum eine zentrale Rolle als Intermediär der Kapitalströme in der Region spielen. Wir glauben, dass unsere Präsenz in der SVZ Hongkong die Überwachungstätigkeit des IWF erheblich fördern wird und uns hilft, entstehende wirtschaftliche und finanzielle Fragen besser zu verstehen. Das Büro dürfte eine wichtige Rolle bei der Förderung und Aufrechterhaltung des Dialogs mit der internationalen Finanzgemeinschaft spielen und dadurch dem Fonds und den privaten Kapitalmärkten helfen, zur Stabilität des internationalen Finanzsystems beizutragen. Ich möchte den Behörden für ihre Unterstützung und Ermutigung bei der Eröffnung dieser Auβenstelle danken.”

Die IWF-Büros in Asien und im pazifischen Raum, in Europa, in Genf und bei den Vereinten Nationen unterhalten enge Kontakte zu anderen internationalen und regionalen Institutionen (siehe Anhang IV).

Unterstützende Dienstleistungen

Die Abteilung Technologie und allgemeine Dienste stellt eine umfassende Palette von Leistungen zur Verfügung, die für die Tätigkeit des IWF wesentlich sind. Hierzu gehören Informationsdienste (Informationstechnologie, Telekommunikation, Dokumentenverwaltung und Bibliotheksdienste), Hausdienste und allgemeine Verwaltungsdienste (Hausverwaltung, Bauprojekte, Reisesteile, Grafiken und Beschaffungsdienste) und Sprachendienste (Übersetzung, Dolmetschen und nichtenglischsprachige Veröffentlichungen). Die Zusammenfassung dieser Dienste in einer Abteilung erleichtert die Planung für die Bereitstellung der Dienste. Sie erhöht die Leistungsfähigkeit durch Abbau von Doppelarbeiten in ähnlichen Bereichen und hilft, gemein-same Verfahren für die Erfassung und Bewertung von Diensten zu entwickeln und anzuwenden. Dies ermöglicht auch eine sachgerechtere Verteilung von Haushaltsmitteln zur Deckung des Bedarfs an Diensten.

Die Abteilung Humanressourcen führte im Geschäftsjahr 2000 eine umfassende Überprüfung ihrer Arbeit durch, die zu einer Neuformulierung der Humanressourcen-Strategie und zu einer Umorganisation der Abteilung führte. Damit soll ihre Fähigkeit gestärkt werden, andere Abteilungen bei der Festlegung und Erreichung ihrer Ziele im Bereich der Humanressourcen zu unterstützen.

Die Abteilung Sekretariat organisiert die Arbeit der leitenden Gremien des IWF und stellt ihnen Sekretariatsdienste zur Verfügung. Insbesondere unterstützt sie die Geschäftsleitung bei der Vorbereitung und Koordination des Arbeitsprogramms des Exekutivdirektoriums und anderer offizieller Gremien. Dazu zählt auch die Termingestaltung und die Unterstützung bei der Durchführung der Direktoriumssitzungen. In Zusammenarbeit mit der Weltbank organisiert die Abteilung zudem die Jahrestagungen.

Der IWF verfügt auβerdem über Büros und Sekretariate, die verantwortlich sind für die interne Rechnungsprüfung, Überprüfung der Geschäftspraktiken, Haushaltsfragen, technische Hilfe und Mittelanlagen im Rahmen des Pensionsplans des Stabes.

Mitarbeiterstab

Der Geschäftsführende Direktor ernennt einen Mitarbeiterstab, der ausschlieβlich dem IWF verantwortlich ist und dessen Leistungsfähigkeit und fachliche Kompetenz, wie es im IWF-Übereinkommen heiβt, den „höchsten Ansprüchen” genügen muss. Die nationale Vielfalt des Mitarbeiterstabs spiegelt die Mitgliedschaft wider und unterstreicht, dass „besonderes Augenmerk auf die Notwendigkeit gerichtet wird, dass die Auswahl auf möglichst breiter geographischer Grundlage erfolgt”. Die Erhaltung der Kontinuität und des institutionellen Gedächtnisses sind im Interesse der Mitgliedschaft, daher hat die Beschäftigungspolitik das Ziel, ein Korps internationaler Beamter zu rekrutieren und an sich zu binden, die daran interessiert sind, ihre berufliche Lautbahn oder einen wesentlichen Teil davon im IWF zu verbringen. Angesichts des sich ändernden Arbeitsmarktes und des Nutzens neuer Sichtweisen erkennt der IWF aber gleichzeitig die Vorteile an, die kürzerfristige Beschäftigungsverhältnisse und die Einstellung von Fachkräften mit mehrjähriger Berufserfahrung bieten. Bei einer Reihe von Fertigkeiten und Tätigkeiten, die hauptsächlich mit bestimmten Dienstleistungen und hochspezialisierten Wirtschafts und Finanzkenntnissen zusammenhängen, ist es aus geschäftspolitischen Gründen sinnvoll, befristete Einstellungen vorzunehmen oder Stellen auβerhalb des IWF mit den Arbeiten zu betrauen.

Am 31. Dezember 2000 beschäftigte der IWF 728 Mitarbeiter als Stabsassistenten und 1.727 Fachkräfte (etwa zwei Drittel davon waren Volkswirte). Zusätzlich zu seinem regulären Personal verfügte der IWF über 380 Angestellte mit befristetem Arbeitsvertrag, zu denen Sachverständige, Berater und andere vorübergehende Stabsmitarbeiter gehörten. Von den 183 Mitgliedsländern des IWF waren 133 im Mitarbeiterstab des IWF vertreten. (Siehe Tabelle 8.1 zur Entwicklung der Nationalitätenverteilung beim Fachpersonal des IWF seit 1980.)

Tabelle 8.1Verteilung der Nationalitäten des Fachpersonals nach Gebieten(Prozent)
Gebiet1198019902000
Afrika3,85,85,7
Asien12,312,714,8
Japan1,41,91,4
Sonstige10,910,813,4
Europa39,535,135,1
Frankreich6,95,54,8
Deutschland3,74,35,3
Italien1,71,43,1
Vereinigtes Königreich8,28,06,2
BRS-Länder21,9
Sonstige19,015,913,8
Naher Osten5,45,55,4
Westliche Hemisphäre39,141,039,0
Kanada2,62,83,9
Vereinigte Staaten25,925,924,8
Sonstige10,612,310,3
Insgesamt100,0100,0100,0

Die Gebiete werden entsprechend der Verteilung der Länder auf die einzelnen Länderabteilungen des IWF-definiert. Das Gebiet Europaenthält Länder aus den beiden Europa-Abteilungen des IWF (Europa I und Europa II). Das Gebiet Naher Osten enthält Länder in Nordafrika.

Die Baltischen Staaten, Russland und sonstige Länder der ehemaligen Sowjetunion.

Die Gebiete werden entsprechend der Verteilung der Länder auf die einzelnen Länderabteilungen des IWF-definiert. Das Gebiet Europaenthält Länder aus den beiden Europa-Abteilungen des IWF (Europa I und Europa II). Das Gebiet Naher Osten enthält Länder in Nordafrika.

Die Baltischen Staaten, Russland und sonstige Länder der ehemaligen Sowjetunion.

Beschäftigungskategorien

Die Beschäftigungspolitik des IWF wurde im Januar 1999 überarbeitet, um die Beschäftigungskriterien klarer und strikter zu fassen und eine flexible Deckung des Personalbedarfs zu ermöglichen. Gestützt auf die Ergebnisse einer Überprüfung der Stellen und Funktionen, die Ende 1999 und Anfang 2000 durchgeführt wurde, billigte das Direktorium die Empfehlung der Geschäftsleitung, 217 Planstellen neu einzuordnen. Von diesen wurden 181 befristete Arbeitsverhältnisse und 34 indirekte ausgelagerte Arbeitsverhältnisse in Stabsstellen sowie zwei indirekte ausgelagerte Arbeitsverhältnisse in befristete Arbeitsverhältnisse umgewandelt.

Diese Stellen wurden dann durch ein Ausschreibungsverfahren besetzt. Das Direktorium billigte auch eine Rationalisierung und Konsolidierung der Vereinbarungen zur Auslagerung von Tätigkeiten.

Einstellungen und Beschäftigungsdauer

Im Laufe des Jahres 2000 traten 311 neue Mitarbeiter ihren Dienst beim IWF an -229 extern Eingestellte und 82 durch Umwandlung ihrer Arbeitsverhältnisse in Stabsstellen im Rahmen der Überprüfung der Beschäftigungskategorien (oben beschrieben). Die 229 Neueinstellungen (140 Volkswirte, 30 Mitarbeiter als Fachkräfte und in Führungspositionen in spezialisierten Laufbahnen und 59 Stabsassistenten) stellen gegenüber den 218 Stabsmitarbeitern, die 1999 eingestellt wurden, eine Steigerung um 11 Stellen dar. Von den Neueinstellungen des Jahres 2000 hatten 86 Volkswirte eine mehrjährige berufliche Erfahrung und 47 begannen mit dem Einstiegsprogramm für Volkswirte. Dabei handelt es sich um ein zweijähriges Programm, dessen Zweck darin besteht, die „Neueinsteiger” unter den Volkswirten mit der Arbeit des IWF vertraut zu machen, indem sie zwei verschiedenen IWF-Abteilungen jeweils für 12 Monate zugeordnet werden. Denjenigen, die sich bewähren, wird dann ein unbefristetes Beschäftigungsverhältnis angeboten.

Im Jahr 2000 haben 129 Stabsangehörige die Organisation verlassen. Die Abgangsrate von Mitarbeitern in den Fach-und Leitungsstufen belief sich im Jahr 2000 auf 5,5 % (88 Mitarbeiter). Dies bedeutet einen Rückgang gegenüber 5,9 % (92 Mitarbeiter) im Jahr 1999 und 8,1 % (122 Mitarbeiter) im Jahr 1998. (Die erhöhte Abgangsrate im Jahr 1998 war vor allem auf einen plötzlichen kräftigen Anstieg des Ausscheidens von Volkswirten zurückzuführen, die ein neues Beschäftigungsverhältnis bei Unternehmen im privaten Finanzsektor aufnahmen, sowie auf eine höhere Zahl von Abgängen in den Ruhestand, die zum Teil durch Anreize zur Pensionierung gefördert waren.) Zehn der 29 Volkswirte, die im Jahr 2000 kündigten, traten in Institute des privaten Finanzsektors ein, die in den letzten Jahren mehr als 60 IWF-Volkswirte gewinnen konnten.

IWF-Mitarbeiter unter Stress

Arbeitsbezogener Stress hat im IWF-Stab in den letzten Jahren als Folge sowohl externer als auch interner Anforderungen stetig zugenommen. Die Exekutivdirektoren haben sich besorgt über die hohe Arbeitsbelastung geäuβert. Ende 1999 legte eine von der Geschäftsleitung eingesetzte Arbeitsgruppe Stress einen Bericht vor, der praktische Vorschläge zur Reduzierung des negativen Stresses enthält. Darüber hinaus schloss das IWF-Büro für interne Revision und Inspektion im März 2000 eine Überprüfung der Personalführung in den IWF-Abteilungen ab. Schlieβlich schlug eine Untersuchung des IWF-Personalvertretungs-Ausschusses Maβnahmen vor, um den Stress abzubauen, der mit den Stabsmissionen in die Mitgliedsländer verbunden ist.

Auf der Grundlage dieser Empfehlungen gaben die Geschäftsleitung und die Abteilung Humanressourcen eine Erklärung heraus, mit der eine Reihe von Initiativen eingeleitet wurden, um den Stress abzubauen und die Praktiken bei der Verwaltung der Humanressourcen zu verbessern. Der Plan umfasste Vorschläge in sechs Bereichen: (1) Schaffung einer gröβeren Ausgewogenheit zwischen Arbeitsbelastung und Mitteleinsatz; (2) Verbesserung des Führungsstils und Stärkung der Verantwortlichkeit; (3) gröβere Flexibilität der Arbeitseinteilung; (4) Verbesserung der Arbeitsbedingungen im Rahmen von Missionen; (5) Verbesserung der Beratung von Mitarbeitern für den Umgang mit Stress; sowie (6) Bewältigung von Stress, der durch das Leben im Ausland und die häufige Reisetätigkeit entsteht.

Das Exekutivdirektorium, die Geschäftsleitung und der Stab waren sich in Bezug auf die zu groβe Arbeitsbelastung darin einig, dass einerseits ein stärker zielgerichtetes institutionelles Mandat mit klaren Prioritäten nötig ist, wobei Tätigkeiten mit geringer Priorität abzuschaffen sind, und dass andererseits ausreichende Mittel für neue Aufgaben bereitzustellen sind. Die Abteilung Humanressourcen beschloss, vierteljährliche Überprüfungen des Stresses im Stab durchzuführen, um den Fortschritt zu prüfen. Der Plan zum Abbau des Stresses sieht vor:

  • besseres Ressourcen-Management durch jährliche Humanressourcen-Pläne der Abteilungen;

  • in den Beförderungsstandards und den jährlichen Leistungsbewertungen sollen gute Führungspraktiken und gutes Führungsverhalten des leitenden Stabs erwartet und gefördert werden;

  • gröβere Flexibilität der Arbeitsbedingungen durch Umsetzen eines verdichteten Arbeitsplans in einer Reihe von Abteilungen;

  • Aufstellen eines Verfahrenskodex für Missionen, um den Stress bei Missionen abzubauen. Ein zur Verabschiedung vorgesehener Verfahrenskodex wird von den Abteilungen geprüft; und

  • Information und Beratung der Stabsmitarbeiter, um ihnen zu helfen, Stress zu bewältigen.

Um Familien, einschlieβlich Paaren, in denen beide Partner berufstätig sind, beim Abbau des Stresses zu unterstützen, hat der IWF in seiner Washingtoner Zentrale einen Kinderhort eingerichtet. Er hat sich zudem gegen Missionsreisen während der ersten 60 Tage der Beschäftigung beim Fonds sowie vor und nach der Geburt/Adoption eines Kindes ausgesprochen. Die Abteilung Humanressourcen und die Geschäftsleitung haben auβerdem damit begonnen, alle Mitarbeiter zu überwachen, deren Reisetätigkeit 50 Arbeitstage im Jahr überschreitet.

Gehaltsstruktur

Um den benötigten Mitarbeiterstab anzuwerben und zu halten, hat der IWF ein Entlohnungs-und Sozialleistungssystem entwickelt, das wettbewerbsfähig ist, gute Leistungen belohnt und die besonderen Bedürfnisse eines multinationalen und überwiegend aus dem Ausland stammenden Mitarbeiterstabs berücksichtigt. Die Gehaltsstruktur des IWF wird jährlich überprüft und, falls erforderlich, angepasst. Dies erfolgt auf der Basis eines Vergleichs mit den Gehältern ausgewählter privater Finanz -und Wirtschaftsunternehmen sowie von Organisationen des öffentlichen Sektors, hauptsächlich in den Vereinigten Staaten, aber auch in Frankreich und Deutschland. Auf der Grundlage aktualisierter Untersuchungen der Vergleichsgehälter wurde die Gehaltsstruktur im Geschäftsjahr 2001 um 4.5% angehoben, und für das Geschäftsjahr 2002 hat das Direktorium eine Erhöhung um 4.8 % gebilligt (siehe Tabelle 8.2 zur Gehaltsstruktur im IWF-Stab).

Tabelle 8.2IWF-Gehaltsstruktur mit Wirkung vom 1. Mai 2001(In US-Dollar)
Gehalts-stufeBereich

Minimum
Bereich

Maximum
Stellen bczcichnung
A121 36032 060Nicht zutreffend (Tätigkeiten auf dieser Ebene werden extern beschafft)
A223 94035 880Fahrer
A326 78040 180Stabsassistent (Büro)
A430 00045 040Stabsassistent (Sekretariat, Anfangsgehalt)
A533 65050 450Stabsassistent (Sekretariat, Berufserfahrung)
A637 60056 460Leitender Sekretariatsassistent, Sonstige Assistenten (z. B. Redaktion, Computer-Systeme, Humanressourcen)
A742 17063 270Forschungsassistent, Verwaltungsassistent
A847 23070 870Leitender Verwaltungsassistent (z. B. Buchführung, Humanressourcen)
A950 24075 380Bibliothekar, Übersetzer, Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Bediensteter für Humanressourcen
A1057 79086 670Finanzbuchhalter, Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Verwaltungs-Bediensteter
A1166 36099 560Volkswirt (Dr. -Einstiegsebene), Rechtsanwalt, Fachkraft (z. B. Buchführung, Computer-Systeme, Humanressourcen)
A1274 310111 470Volkswirt, Rechtsanwalt, Fachkraft (z. B. Buchführung, Computer-Systeme, Humanressourcen)
A1383 250124 850Volkswirt, Rechtsanwalt, Fachkraft (z. B. Buchführung, Computer-Systeme, Humanressourcen)
A1493 220139 860Stellvertretender Referatsleiter, Leitender Volkswirt
A15/B1105 350158 050Referatsleiter, Stellvertretender Referatsleiter
B2121 460176 220Referatsleiter
B3144 330187 800Beigeordneter Abteilungsleiter, Berater
B4168 190210 230Stellvertretender Abteilungsleiter, Leitender Berater
B5198 060237 740Abteilungsleiter
Hinweis: Die obige Gehaltsstruktur für die IWF-Mitarbeiter zielt darauf ab, international konkurrenzfähig zu sein, um es dem IWF zu ermöglichen, hochqualifizierte Mitarbeiter aus allen Mitgliedsländern anzuziehen. Die Gehälter werden jährlich durch das Exekutivdirektorium überprüft. Sie stehen im Einklang mit den Gehältern für vergleichbare Gehaltsstufen und Stellen in Finanz-und Industrieunternehmen des Privatsektors sowie in repräsentativen öffentlichen Institutionen, hauptsächlich in den USA, aber auch in Frankreich und Deutschland Da die IWF-Bediensteten mit Ausnahme von US-Bürgern normalerweise keine Einkommenssteuer auf ihre IWF-Vergütung bezahlen müssen, werden die Gehälter im Nettobetrag festgelegt, der im Allgemeinen dem Nettogehalt der Beschäftigten -nach Abzug der Steuern -der öffentlichen und privaten Unternehmen, von denen die IWF-Gehälter abgeleitet werden, entspricht.
Hinweis: Die obige Gehaltsstruktur für die IWF-Mitarbeiter zielt darauf ab, international konkurrenzfähig zu sein, um es dem IWF zu ermöglichen, hochqualifizierte Mitarbeiter aus allen Mitgliedsländern anzuziehen. Die Gehälter werden jährlich durch das Exekutivdirektorium überprüft. Sie stehen im Einklang mit den Gehältern für vergleichbare Gehaltsstufen und Stellen in Finanz-und Industrieunternehmen des Privatsektors sowie in repräsentativen öffentlichen Institutionen, hauptsächlich in den USA, aber auch in Frankreich und Deutschland Da die IWF-Bediensteten mit Ausnahme von US-Bürgern normalerweise keine Einkommenssteuer auf ihre IWF-Vergütung bezahlen müssen, werden die Gehälter im Nettobetrag festgelegt, der im Allgemeinen dem Nettogehalt der Beschäftigten -nach Abzug der Steuern -der öffentlichen und privaten Unternehmen, von denen die IWF-Gehälter abgeleitet werden, entspricht.

Bezüge der Geschäftsleitung

Die Bezüge der Geschäftsleitung spiegeln die Verantwortung jeder Führungsposition sowie das Verhältnis zwischen den Gehaltsstrukturen in der Geschäftsleitung und im Stab wider. Sie beliefen sich per 1. Juli 2000 auf:

Geschäftsführender Direktor317.710 S1
Erster Stellv. Geschäftsführender Direktor266.790 S
Stellv. Geschäftsführende Direktoren254.080 S

Die Gehaltsstruktur in der Geschäftsleitung unterliegt einer Kombination aus regelmäβigen strukturellen Überprüfungen durch das Exekutivdirektorium und jährlichen Überprüfungen. Sie wird unabhängig festgelegt und ist nicht formal an die Bezüge in anderen internationalen Organisationen gebunden.

Bezüge des Exekutivdirektoriums

Auf Empfehlung des Ausschusses des Gouverneursrats für die Bezüge der Exekutivdirektoren billigten die Gouverneure mit Wirkung vom 1. Juli 2000 eine Erhöhung der Bezüge der Exekutivdirektoren um 5,0 % und der Bezüge der Stellvertretenden Direktoren um 5.6%. Die Bezüge der Exekutivdirektoren belaufen sich auf 168.660 S.2 Die Bezüge der Stellvertretenden Direktoren betragen 145.890 S.3 In den Vorjahren bezogen Exekutivdirektoren und Stellvertretende Exekutivdirektoren eine zusätzliche Aufwandsentschädigung. Im Juli 2000 empfahl der Ausschuss des Gouverneursrats für die Bezüge der Exekutivdirektoren, die Aufwandsentschädigung zu einem Gehaltsbestandteil zu machen. Die Gouverneure billigten diese Änderung.

Vielfalt

Das Exekutivdirektorium unterstrich erneut, dass die Vielfalt im Mitarbeiterstab wichtig ist, um die Leistungsfähigkeit des IWF als internationale Institution zu verbessern. Der Diversity-Berater des IWF, der dem Geschäftsführenden Direktor unterstellt ist, hat eine Reihe von Initiativen und Indikatoren entwickelt, um die Nationalitäten-und Geschlechterzusammensetzung (siehe Tabellen 8.1 und 8.3) sowie das Diversity-Management innerhalb der Organisation zu stärken und zu überprüfen. Der Berater arbeitet eng mit der Abteilung Humanressourcen und anderen Abteilungen zusammen, um die Notwendigkeiten und Möglichkeiten zur Förderung der Vielfalt aufzuzeigen und um Maβnahmenpläne der Abteilungen umzusetzen, die seit 1996 jährlich erstellt und überwacht werden. Im Geschäftsjahr 2001 haben die Abteilungen diese Maβnahmenpläne in umfassende Humanressourcen-Pläne aufgenommen, die künftig einen Rahmen für die Bemühungen des IWF um Vielfalt abstecken werden. In der Regel umfassen diese Maβnahmen Schritte, um die Gleichheit bei Einstufung und Gehalt zu gewährleisten, Initiativen in Bezug auf Einstellungen und Karriereentwicklung, Orientierungs-und Betreuungsprogramme für neue Mitarbeiter, Maβnahmen zur Verbesserung der Kommunikation und zur Erhöhung der Transparenz der Politik und Verfahren im Bereich der Humanressourcen, sowie die Förderung familienfreundlicher Arbeitsbedingungen und Sozialleistungen, wozu auch die Deckung von Lebensgefährten durch die Krankenversicherung zählt.

Tabelle 8.3Verteilung des Personals nach Geschlecht
198019902000
PersonalAnzahlProzentAnzahlProzentAnzahlProzent
Gesamtes Personal
Insgesamt1 444100,01 774100,02 456100,0
Frauen67646,882746,61 14246,5
Männer76853,294753,41 31453,5
Personal in Unterstützungsfunktionen
Insgesamt613100,0642100,07281100,0
Frauen49280,354084,161884,9
Männer12119,710215,911015,1
Fachpersonal
Insgesamt646100,0897100,01 386100,0
Frauen17326,827430,548434,9
Männer47373,262369,5902651
Volkswirte
Insgesamt3621000529100,0877100,0
Frauen4211,67013,220122,9
Männer32088,445986,867677,1
Spezialisierte Laufbahnen
Insgesamt284100,0368100,0509100,0
Frauen13146,120455,428355,6
Männer15353,916444,622644,4
Führungskräfte
Insgesamt185100,0235100,03421100,0
Frauen115,9135,54011,7
Männer17494,122294,530288,3
Volkswirte
Insgesamt99100,0184100,0271100,0
Frauen44,094,9259,2
Männer9596,017595,124690,8
Spezialisierte Laufbahnen
Insgesamt86100,051100,071100,0
Frauen78,147,81521,1
Männer7991,94792,25678,9

Personal im Dienst.

Personal im Dienst.

Auβerdem legt der IWF bei der Beurteilung von Leistungen von Vorgesetzten sowie bei Entscheidungen über Beförderungen gröβeres Gewicht auf Personalführungsfahigkeiten und Feingefühl auf dem Gebiet der Vielfalt. Dies ist gerade für eine Institution mit einem heterogenen Mitarbeiterstab von besonderer Bedeutung.

Die jährlichen Fortscbrittsherichte, die der Abteilung Humanressourcen im Geschäftsjahr 2001 vorgelegt wurden, zeigten eine Steigerung im Bewusstsein für die Bedeutung der Vielfalt sowie eine Verbesserung in den systematischen Vorgehensweisen und im Führungsverhalten. In der ganzen Organisation wurden bei den Stabsmitgliedern der unteren Kategorien durchwegs Fortschritte bei der Einstellung, Förderung und gesamten Präsenz schwach vertretener Mitarbeitergruppen erzielt. In Bezug auf die Führungspositionen konnten im Geschäftsjahr 2000 jedoch keine weiteren Fortschritte in Richtung eines höheren Anteils von Frauen und von Mitarbeitern aus Entwicklungsländern erzielt werden. Anhaltende Anstrengungen werden erforderlich sein, um das Verhältnis auf dieser Ebene zu verbessern. Die Verwirklichung einer ausreichenden Vielfalt im Mitarbeiterstab ist für eine Institution, die Beschäftigungsverhältnisse über die gesamte berufliche Laufbahn anstrebt, ein ständiges Ziel, dem gemeinsame Anstrengungen gewidmet werden müssen.

Verwaltungs-und Kapitalhaushalte

Der IWF ist in eine neue Phase eingetreten, die von ihm eine fokussiertere und verstärkte Rolle im internationalen Währungssystem erfordert. Das soll ohne eine weitere deutliche Ausweitung der Gröβe der Institution erreicht werden. Während der vergangenen Jahre expandierte der IWF im Gefolge der Krisen in Asien und anderen Regionen, um den unmittelbaren Bedarf der betroffenen Länder zu decken, sowie um zur Verhütung und Lösung von Finanzkrisen beizutragen. Dieser Expansion ging eine fünfjährige Phase mit geringem oder keinem Personalwachstum voraus.

Das interne Haushaltsverfahren des IWF wurde Ende 2000 durch eine Gruppe externer Experten überprüft. Ihr Bericht und ihre Schlussfolgerungen wurden im Frühjahr 2001 auf einem Seminar des Exekutivdirektoriums erörtert. Die meisten Direktoren billigten die allgemeine Ausrichtung der im Evaluierungsbericht vorgeschlagenen Reformen, die auf den Änderungen der beiden letzten Jahre aufbauen können. Das Exekutivdirektorium billigte den Vorschlag der Geschäftsleitung, eine Arbeitsgruppe zu bilden, die zusammen mit den Abteilungen die schrittweise Einführung eines mehr ertragsorientierten Budgets untersuchen soll. Die Arbeitsgruppe wird auch bestimmte spezifische Vorschläge prüfen, die eher unmittelbare Verbesserungen der Transparenz, Rechenschaftspflicht und Effizienz im Haushaltssystem des IWF zum Ziel haben. Ferner herrschte Einvernehmen, das im Vorjahr ausgesetzte mittelfristige Budget wieder aufzunehmen.

Haushaltsrahmen für das Geschäftsjahr 2002

Der Haushaltsausschuss (ein Unterausschuss des Exekutivdirektoriums) verständigte sich auf einen Haushaltsrahmen auf der Grundlage eines Nullwachstums bei der Zahl der Stabsmitarbeiter, mit Ausnahme von 15 neuen Stellen für die Abteilung Internationale Kapitalmärkte und eine kleine Untersektion für strategische Forschung sowie einer bescheidenen Zunahme im Dollar-denominierten Budget. Die neuen haushaltspolitischen Ziele des Rahmens sind, zu einer Fokussierung der Arbeit und der Mittel des IWF auf seine Kernaufgaben beizutragen, Arbeitsdruck und Stress abzubauen und die Gröβe der Institution zu wahren. Erreicht werden sollen diese Ziele durch Umschichtungen im Mitarbeiterstab, einen Abbau von Tätigkeiten und eine Rationalisierung von Geschäftspraktiken. Etwa 26 Stellen sollen -verteilt über den gesamten Fonds -eingespart und auf vorrangigen Gebieten, insbesondere im Bereich der neuen Initiativen, neu geschaffen werden. Voraussichtlich werden weitere 40-50 Stellen umgeschichtet, um die Errichtung der Abteilung Internationale Kapitalmärkte zu unterstützen.

Programme, Haushalte und tatsächliche Ausgaben im Geschäftsjahr 2001

Die wichtigsten Funktionen des IWF lassen sich in Form von drei zentralen Programmgebieten darstellen: Überwachung, Finanzierung und technische Hilfe. (Siehe Tabelle 8.4 zu den geschätzten Verwaltungskosten dieser drei wichtigsten Tätigkeiten sowie der unterstützenden Dienstleistungen, des Gouverneursrats und des Exekutivdirektoriums, sowie Schaubild 8.2 für die Verteilung der im Geschäftsjahr 2001 auf diese Programme zugewiesenen Ausgaben.) Der Verwaltungshaushalt des IWF für das am 30. April 2001 abgelaufene Geschäftsjahr genehmigte Gesamtausgaben von 689,9 Mio. S oder netto 650,9 Mio. S nach Abzug geschätzter Rückvergütungen. Der Kapitalhaushalt des Geschäftsjahrs 2001 in Höhe von 50,6 Mio. S schloss 23,5 Mio. S für Gebäudeausstattung und 27,1 Mio. S für Projekte der Informationstechnologie mit ein. Die während des Geschäftsjahres tatsächlich entstandenen Verwaltungskösten beliefen sich auf insgesamt 638.0 Mio. S netto nach Abzug der Rückvergütungen; die Ausgaben für Investitionsprojekte erreichten insgesamt 34.6 Mio. S (siehe Tabelle 8.5).

Tabelle 8.4Geschätzte Kosten der wichtigsten Aktivitäten des IWF in den Geschäftsjahren 2000-20021(Millionen US-Dollar)
ActivitätGeschäfts-

jahr

2000
Prozen

tualer

Anteil
Geschäfts

jahr

2001
Prozen

tualer

Anteil
Haushalt

Geschäfts

jahr 2002
Prozen

tualer

Anteil
Personal und Geschäfts
führung2
überwachungstätigkeit151,125,9162,825,5188,027,0
Verwendung der IWF-Mittel123,521,2137,121,5157,422,6
Technische Hilfe110,018,9118,418,6124,517,9
Unterstiltzimgsfunktionen143,124,6159,325,0160,323,1
Zwischensumme527,990,5577,690,5630,290,6
Gouverneursrat und
Exekutivdirektorium355,19,560,49,565,29,4
Insgesamt583,0100,0638,6100,0695,4100,0
Hinweis: Differenzen in den Summen durch Runden der Zahlen.

Kostenschätzungen für die Geschäftsjahre 2000 und 2001 beruhen auf Angaben zum Jahresende.

Die Kosten der allgemeinen Aufsicht, der Fortbildungsmaβnahmen, der Berufsförderung und der Fehltage wurden proportional auf alle anderen Kategorien verteilt.

Die Kosten für das Exekutivdirektorium enthalten Gehälter und Vergütungen der Exekutivdirektoren sowie ihrer Stellvertreter und Assistenten; Geschäfts-und sonstige Reisen; Kommunikation; Belegung von Gebäuden; Bücher und Druckerei; Bürobedarf und -einrichtung; Informationstechnologie; sowie sonstige in den Büros der Exekutivdirektoren anfallende Kosten. Die Kosten für den Gouverneursrat enthalten in erster Linie Reise und Unterhaltszuschüsse für die Gouverneure, die Kosten der ihnen bereitgestellten unterstützenden Dienstleistungen, einschlieβlich der Kosten für die Jahrestagungen und sonstige Verwaltungs Dienstleistungen.

Hinweis: Differenzen in den Summen durch Runden der Zahlen.

Kostenschätzungen für die Geschäftsjahre 2000 und 2001 beruhen auf Angaben zum Jahresende.

Die Kosten der allgemeinen Aufsicht, der Fortbildungsmaβnahmen, der Berufsförderung und der Fehltage wurden proportional auf alle anderen Kategorien verteilt.

Die Kosten für das Exekutivdirektorium enthalten Gehälter und Vergütungen der Exekutivdirektoren sowie ihrer Stellvertreter und Assistenten; Geschäfts-und sonstige Reisen; Kommunikation; Belegung von Gebäuden; Bücher und Druckerei; Bürobedarf und -einrichtung; Informationstechnologie; sowie sonstige in den Büros der Exekutivdirektoren anfallende Kosten. Die Kosten für den Gouverneursrat enthalten in erster Linie Reise und Unterhaltszuschüsse für die Gouverneure, die Kosten der ihnen bereitgestellten unterstützenden Dienstleistungen, einschlieβlich der Kosten für die Jahrestagungen und sonstige Verwaltungs Dienstleistungen.

Tabelle 8.5Verwaltungs-und Kapitalhaushalte für die Geschäftsjahre 1999-20021(Die Beträge werden in Millionen US-Dollar und SZR ausgedriickt:)
Am 30. April 1999 ab-gelaufeiu-s Geschäftsjahr Tatsächliche AusgabenAm 30. April 2000 ab gelaufenes Geschäftsjahr Tatsächliche AusgabenAm 30. April 2001 ab gelaufenes Geschäftsjahr Tatsächliche AusgabenAm 30. April 2002 ab laufendes Geschäftsjahr Haushalt
(Milliionen US-Dollar)
Verwaltungshaushalt
1. Personalausgaben Gehälter249,2267,7292,1322,7
Sonstige Personalausgaben122,0149,4154,0162,9
Zwischensumme371,2417,1446,1485,6
II. Sonstige Ausgaben
Geschäftsreisen47,148,856,365,5
Sonstige Reisen28,135,635,038,1
Kommunikation11,011,611,913,6
Gebäudebezug44,948,153,258,2
Bücher und Druckerei9,711,612,813,1
Bürobedarf und -einrichtungen9,58,510,010,4
Informationstechnologie26,025,030,531,6
Verschiedenes13,618,019,720,8
Zwischensumme189,9207,2229,4251,4
III. Rückvergütungen(40,5)(41,3)(37,5)(41,6)
Gesamter Verwaltungshaushalt520,6583,0638,0695,4
Abzüglich: Rückvergütung der Verwaltungskosten der SZR-Abteilung(4,8)(4,5)(3,1)(4,7)
Rückvergütung der Verwaltungskosten der SAF/ESAF2
Nettoausgaben des Verwaltungshaushalts3515,9578,5634,9690,6
Kapitalhaushalt
Haushalt für Investitionsprojekte414,467,350,640,0
Auszahlungen für Investitionsprojekte43,939,534,6n. z.
Haushaltsausgaben insgesamt5564,5622,5672,6n.z.
Merkposten(Millionen SZR)
Im Jahresabschluss angegebene Verwaltungsausgaben6392,1448,4384,6n. z.

Verwaltungshaushalt wie vom Direktorium für das am 30. April 2002 ablaufende Geschäftsjahr gebilligt, gegenüber tatsächlich entstandenen Ausgaben für die jeweils am 30. April abgelaufenen Geschäftsjahre 1999, 2000 und 2001. sowie Kapitalhaushalt wie vom Direktorium für Investitionsprojekte in den Geschäftsjahren 1999, 2000, 2001 und 2002 gebilligt, Differenz in den Summen durch Runden der Zahlen.

Gemäβ Beschluss des Exekutivdirektoriums wurden die folgenden Rückvergütungen im Verwaltimgshaushalt nicht berücksichtigt: Geschäftsjahr 1999, 56 180 $; Geschäftsjahr 2000, 62 651 S. Geschäftsjahr 2001, 71 583 $; sowie Geschäftsjahr 2002, 79 506 $.

Die Nettoausgaben des Verwaltungshaushalts berücksichtigen keinen Wertgewinn bzw. -verlust bei verwaltungsmäβigen Wertbeständen.

Mehrjährige Kapitalhaushalte für jeweils in einem Geschäftsjahr anlaufende Projekte.

Ausgaben des Verwaltungshaushalts und Auszahlungen für Investitionsprojekte insgesamt.

Der Jahresabschluss des IWF, der nach den Internationalen Rechnungslegungsnormen (IAS) erstellt wird, enthält Abschreibungen und verbucht Zusatzleistungen gemäβ IAS 19. Diese Ausgaben werden für Haushaltszuecke etwas anders verbucht. Zu den Unterschieden gehört eine einmalige Berichtigung von 268 Millionen SZR im Geschäftsjahr 2000 im Jahresabschluss, die im Haushalt nicht verbucht wurde. Die Berichtigung erfolgte zur Einhaltung einer Revision der IAS 19.

Verwaltungshaushalt wie vom Direktorium für das am 30. April 2002 ablaufende Geschäftsjahr gebilligt, gegenüber tatsächlich entstandenen Ausgaben für die jeweils am 30. April abgelaufenen Geschäftsjahre 1999, 2000 und 2001. sowie Kapitalhaushalt wie vom Direktorium für Investitionsprojekte in den Geschäftsjahren 1999, 2000, 2001 und 2002 gebilligt, Differenz in den Summen durch Runden der Zahlen.

Gemäβ Beschluss des Exekutivdirektoriums wurden die folgenden Rückvergütungen im Verwaltimgshaushalt nicht berücksichtigt: Geschäftsjahr 1999, 56 180 $; Geschäftsjahr 2000, 62 651 S. Geschäftsjahr 2001, 71 583 $; sowie Geschäftsjahr 2002, 79 506 $.

Die Nettoausgaben des Verwaltungshaushalts berücksichtigen keinen Wertgewinn bzw. -verlust bei verwaltungsmäβigen Wertbeständen.

Mehrjährige Kapitalhaushalte für jeweils in einem Geschäftsjahr anlaufende Projekte.

Ausgaben des Verwaltungshaushalts und Auszahlungen für Investitionsprojekte insgesamt.

Der Jahresabschluss des IWF, der nach den Internationalen Rechnungslegungsnormen (IAS) erstellt wird, enthält Abschreibungen und verbucht Zusatzleistungen gemäβ IAS 19. Diese Ausgaben werden für Haushaltszuecke etwas anders verbucht. Zu den Unterschieden gehört eine einmalige Berichtigung von 268 Millionen SZR im Geschäftsjahr 2000 im Jahresabschluss, die im Haushalt nicht verbucht wurde. Die Berichtigung erfolgte zur Einhaltung einer Revision der IAS 19.

Schaubild 8.2Geschätzte Kosten der wichtigsten Aktivitäten des IWF, Geschäftsjahr 2001

(Prozent der Gesamtkosten)

Hinweis: Die Daten beruhen auf den im Geschäftsjahr 2001 tatsächlich entstandenen Ausgoben. Die Kosten der allgemeinen Aufsicht, der Fortbildungsmoβnahmen. der Berufsförderung und der Fehltage wurden proportional auf olle anderen Kotegorien verteilt.

Programme und Haushalt im Geschäftsjahr 2002

Im Laufe der letzten Jahre sind die Hauptprogrammgebiete des IWF um mehrere Initiativen erweitert worden. Dazu gehören das Programm zur Bewertung des Finanzsektors (FSAP) und die Berichte über die Einhaltung von Standards und Kodizes (ROSCs), die die Überwachung unterstützen. Die Armutsbekämpfungs-und Wachstumsfazilität (PRGF) für einkommensschwache Länder und die erweiterte Initiative für hochverschuldete arme Länder (HIPCs) stellen verbesserte Fazilitäten zur Nutzung von IWF-Mitteln dar. Darüber hinaus wird das Programm für technische Hilfe durch bessere Planung und Schwerpunktsetzung gestärkt. Der gröβte Teil der kürzlich gebilligten Aufstockung des Mitarbeiterstabs wurde benötigt, um diese neuen Aufgaben wahrzunehmen. Im Geschäftsjahr 2002 wurde eine kleine Aufstockung des Stabspersonals gebilligt, um die neuen Programme auf ihren geplanten Umtang zu bringen. Daneben wird die Schaffung der Abteilung Internationale Kapitalmärkte, die in erster Linie durch Umschichtung des Mitarbeiterstabes erfolgt, den IWF befähigen, sich mehr auf Finanzmarktfragen zu konzentrieren, ein Kerngebiet seines Mandats. Das Exekutivdirektorium billigte im April 2001 Ausgabenermächtigungen im Verwaltungshaushalt für das Geschäftsjahr 2002 von 736,9 Mio. S (oder netto 695,4 Mio. S nach geschätzten Rückvergütungen). Dies bedeutet eine Zunahme von 6,8 % gegenüber dem revidierten Haushalt des Vorjahres. Mehr als ein Drittel dieses Anstiegs basiert auf früheren Entscheidungen des Exekutivdirektoriums, und zwar die erstmals ganzjährig wirksam werdende Personalaufstockung für die neuen, im Geschäftsjahr 2001 gebilligten Initiativen, eine Zunahme des Mitarbeiterstabs in den meisten Büros der Exekutivdirektoren und die Schaffung seines unabhängigen Bewertungsbüros. Zusätzlich wurde ein Kapitalhaushalt von 40 Mio. S für Gebäudeeinrichtungen, Ausstattungen im Bereich Informationstechnologie und gröβere Software-Entwicklungen gebilligt.

Neues Gebäude

Es ist geplant, ein zweites Gebäude für die IWF-Zentrale auf einem Gelände zu errichten, das dem IWF gehört und direkt an das bestehende Gebäude der Zentrale angrenzt. Über ein Ausschreibungsverfahren wählte der IWF eine Baugesellschaft und ein Architekturbüro aus. Dessen Entwurf ist bereits weit fortgeschritten. Nach den gegenwärtigen Prognosen wird durch das neue Gebäude der gesamte Mitarbeiterstab in den beiden Bauten der Zentrale untergebracht werden können, was zu Kosteneinsparungen führen wird, da dann kein Büroraum mehr angemietet werden muss. Voraussichtlich wird das Projekt bis zum Jahre 2005 fertiggestellt.

Unabhängiges Bewertungsbüro

Während des Geschäftsjahrs 2000 beschloss das Exekutivdirektorium, ein unabhängiges Bewertungsbüro einzurichten, um die regelmäβigen internen und externen Überprüfungen und Evaluierungen der Arbeit des IWF zu ergänzen und so die Fähigkeit der Institution zu stärken. Lehren aus seinen Erfahrungen zu ziehen und Verbesserungen rascher in seine künftige Arbeit zu integrieren. Die wichtigsten Anliegen des Bewertungsbüros sind, die Lernprozesse innerhalb des IWF zu verbessern, die externe Glaubwürdigkeit des IWF zu stärken, ein besseres Verständnis der Arbeit des IWF zu fördern und das Exekutivdirektorium bei der Erfüllung seiner institutionellen Lenkungs-und Aufsichtspflichten zu unterstützen. Das Büro -das voraussichtlich zu den Jahrestagungen im Herbst 2001 seine Arbeit aufnehmen kann -wird objektive und unabhängige Evaluierungen der Geschäftspolitik und der Maβnahmen des IWF durchführen.

Hintergrund

Der Gedanke zur Errichtung eines unabhängigen Bewertungsbüros im IWF geht mindestens bis zum Januar 1993 zurück, als das Exekutivdirektorium einen Vorschlag der Geschäftsführung erörterte, ein separates Evaluierungsbüro zu schäften. Trotz intensiver Beratungen wurde damals jedoch kein Einvernehmen erzielt, den Vorschlag umzusetzen. Statt dessen setzte der IWF seine bestehende Praxis der internen Evaluierungen fort, die Selbst-Prüfungen von IWF-gestützten Programmen in der Asienkrise, der Erweiterten Strukturanpassungsfazilität (ESAF) und der Überwachung einschlossen. Zudem führte das Büro für interne Revision und Inspektion Überprüfungen der Verfahren bei der Entsendung örtlicher Vertreter sowie der technischen Hilfe des IWF durch.

In Anschluss daran finanzierte und veröffentlichte der IWF eine Reihe von Evaluierungen durch externe Experten, die auch solch grundlegende Aspekte seiner Arbeit betrafen wie die ESAF, seine internen Forschungsaktivitäten und die Überwachung. Im März 2000 erörterte das Exekutivdirektorium die Erfahrungen im Rahmen dieses Ansatzes. Dabei wurden Einschätzungen sowohl von innerhalb als auch auβerhalb des öffentlichen Sektors berücksichtigt. Zu den grundsätzlichen Anliegen, die in Bezug auf den ausschlieβlichen Einsatz externer Experten für unabhängige Evaluierungen geäuβert wurden, gehörte die Besorgnis, dass -trotz der bislang im Wesentlichen hohen Qualität der Evaluierungen -eine fehlende Vertrautheit mit den Einzelheiten von Arbeit und Mandat des IWF den praktischen Nutzen ihrer Empfehlungen begrenzen könnte. Zudem seien die externen Experten nicht verfügbar, um die Direktoren langfristig bei der Umsetzung ihrer Arbeit zu unterstützen und den durch spezielle Evaluierungen gewonnenen institutionellen Erfahrungsschatz zu erhalten.

Das Exekutivdirektorium beschloss daher am 10. April 2000, ein unabhängiges Bewertiingsbüro im IWF zu errichten. Der Internationale Währungs-und Finanzaussehuss (IMFC) förderte das Direktorium in seinem Kommuniqué vom 16. April 2000 auf, sich auf die Aufgabenbeschreibung, Struktur, Personalausstattung und Arbeitsverfahren zu einigen und dem Ausschuss auf seiner Tagung im Herbst 2000 darüber Bericht zu erstatten.

Entwicklungen während des Geschäftsjahres 2001

Das Exekutivdirektorium trat Anfang August 2000 zusammen, um ein Hintergrundpapier zu erörtern, das sich mit den Arbeitsmodalitäten des unabhängigen Bewertungsbüros auseinandersetzt. Das Papier klärt zwar grundsätzliche Fragen wie die institutionellen Rechenschaftspflichten, den Umfang der Aktivitäten, die Organisationsstruktur, die Verantwortlichkeiten des Direktors, den Haushalt sowie einige operationale Gesichtspunkte; die Direktoren waren sich jedoch der Notwendigkeit bewusst, einige andere Aspekte, wie die Führung dieser Einheit, nicht übermäβig zu regulieren. Sie erkannten an, dass die genaue Art und Weise seiner Führung, einschlieβlich der Einzelheiten seiner Einstellungspolitik, seinem Direktor überlassen bleiben sollte, um die Unabhängigkeit des Büros zu sichern.

Zum Schluss der Debatte kam das Direktorium überein, das Hintergrundpapier, auf das sich die Diskussion stützte, und die Zusammenfassung durch den Vorsitzenden in die Website des IWF einzustellen, um der Öffentlichkeit Gelegenheit zu Stellungnahmen zu geben. Die Direktoren unterstützten auβerdem die Vorbereitung der Aufgabenbeschreibung des Bewertungsbüros, die dem IMFC in Prag als Teil des Berichts vorgelegt werden sollte. Schlieβlich billigten sie die Empfehlung, das Verfahren einzuleiten, mit dem ein Unternehmen zur Vermittlung von Führungskräften beauftragt werden sollte, das Direktorium bei der Bestimmung des Büro-Direktors zu unterstützen.

Auf der Grundlage der Aussprache im August und der Anregungen der Öffentlichkeit unmittelbar nach dem Einstellen des Hintergrundpapiers in die Website entwarf die Evaluierungsgruppe von Exekutivdirektoren eine Aufgabenbeschreibung für das Bewertungsbüro (siehe Kasten 8.4). Diese wurde vom Exekutivdirektorium im September 2000 erörtert und gebilligt und später vom IMFC bestätigt.

Im Dezember beauftragte das Direktorium ein Unternehmen mit der Unterstützung bei der Suche nach Kandidaten für das Amt des Direktors des Büros. Im April 2001 bot das Direktorium Herrn Montek Singh Ahluwalia aus Indien die Position des ersten Direktors des unabhängigen IWF-Bewertungsbüros an. Wenig später nahm Herr Ahluwalia die Position mit Wirkung vom Juli 2001 an. Zur Zeit seiner Ernennung war Herr Ahluwalia Mitglied der Indischen Planungskommission und des Wirtschaftlichen Sachverständigenrats, der den Premierminister von Indien berät. Er war von 1993 bis 1998 Finanzsekretär im Finanzministerium von Indien und hat eine ganze Reihe höherer politischer Positionen in der indischen Regierung bekleidet. Herr Ahluwalia ist ein hervorragender Volkswirt, der sich in vielen Schriften und Reden mit nationalen und internationalen volkswirtschaftlichen Fragen befasst hat. Er war auch für die Weltbank tätig.

Verfahren zur Auswahl des Geschäftsführenden Direktors

Im Juli 2000 setzten IWF und Weltbank getrennte Arbeitsgruppen ein, um das Verfahren zur Auswahl der Leiter ihrer jeweiligen Institutionen zu überprüfen. Jede Gruppe trat mindestens einmal monatlich zusammen, um die Verfahren der Vergangenheit zu durchleuchten und Arbeitsprogramme zu entwickeln. Die Vorsitzenden der Arbeitsgruppen von Weltbank und IWF nahmen an den Treffen der jeweils anderen Gruppe als Beobachter teil und tauschten Arbeitspapiere und Protokolle aus. Anschlieβend erstellten die Arbeitsgruppen im September 2000 Zwischenberichte für ihre jeweiligen Direktorien. Beide Arbeitsgruppen tagten mehrfach gemeinsam und kamen überein, einen gemeinsamen Berichtsentwurf zur Vorlage an ihre jeweiligen Exekutivdirektoren anzufertigen.

Kasten 8.4Das unabhängige Bewertungsbüro des IWF: Aufgabenbeschreibung

Zweck

Das unabhängige Bewertungsbüro ist errichtet worden, um systematisch objektive und unabhängige Evaluierungen ausgewählter Fragen auf der Grundlage von Kriterien durchzuführen, die im Rahmen des Mandats des Fonds relevant sind. Es soll zur Förderung der Lernkultur im Fonds dienen, die externe Glaubwürdigkeit des Fonds stärken, in der Mitgliedschaft ein gröβeres Verständnis für die Arbeit des Fonds fördern und die Erfüllung der institutionellen Lenkungs-und Aufsichtspflichten des Exekutivdirektoriums unterstützen. Das Bewertungsbüro ist dazu bestimmt, die Prüfungs und Evaluierungsarbeit innerhalb des IWF zu ergänzen. Es soll daher die Fähigkeit der Institution stärken, Lehren aus ihren Erfahrungen zu ziehen und Verbesserungen rascher in ihre künftige Arbeit zu integrieren.

Struktur und Rechenschaftspflichten

Das Bewertungsbüro wird unabhängig von der Geschäftsleitung des Fonds und dem Mitarbeiterstab sein und rechtlich unabhängig vom Exekutivdirektorium arbeiten. Seine Struktur und Arbeitsweise müssen seine operationale Unabhängigkeit schützen sowohl die tatsächliche als auch die wahrgenommene.

Ein Direktor, der vom Exekutivdirektorium ernannt wird, leitet das Bewertungsbüro. Die Amtszeit des Direktors umfasst einen Zeitraum von vier Jahren und ist um eine zweite Amtszeit von bis zu drei Jahren verlängerbar. Der Direktor kann jederzeit mit Zu Stimmung des Exekutivdirektoriums abberufen werden. Am Ende der Amtszeit kann der Direktor nicht in den regulären Mitarbeiterstab aufgenommen werden oder dorthin zurückkehren. Der Direktor ist für die Auswahl des Büro-Personals (einschlieβlich externer Berater) zuständig, wobei Bedingungen und Anforderungen vom Direktorium mit dem Ziel festgesetzt werden, sicherzustellen, dass das Büro mit unabhängigen und hoch-qualifizierten Mitarbeitern besetzt ist.

Verantwortlichkeiten

Der Direktor des Bewertungsbüros ist für das Erstellen seines Arbeitsprogramms verantwortlich. Der Inhalt des Arbeitsprogramms sollte den Schwerpunkt auf Fragen legen, die für die Mitgliedschaft des Fonds von Bedeutung und in Bezug auf das Mandat des Fonds relevant sind. Es sollte aktuelle institutionelle Prioritäten berücksichtigen und im Lichte von Beratungen mit den Exekutivdirektoren und der Geschäftsleitung sowie mit sachkundigen und interessierten Parteien auβerhalb des Fonds ausgearbeitet werden. Der Direktor legt dem Exekutivdirektorium das Arbeitsprogramm des Büros zur Überprüfung vor.

Das Bewertungsbüro informiert das Exekutivdirektorium durch seinen Direktor regelmäβig, u. a. durch Erstellen eines jährlichen Berichts. Es wird ferner davon ausgegangen, dass der Internationale Währungs-und Finanzausschuss regelmäβige Berichte über die Arbeit und Schlussfolgerungen des Bewertungsbüros erhält.

Hinsichtlich der einzelnen Prüfungen wird dem Mitarbeiterstab, der Geschäftsleitung und -wo angebracht -den zuständigen Länderbehörden Gelegenheit gegeben, zu den Bewertungen, die dem Exekutivdirektorium vorgelegt werden, Stellung zu nehmen.

Der Direktor des Bewertungsbüros legt, nach Beratung mit den Exekutivdirektoren, einen Haushaltsvorschlag für das Büro vor, der vom Exekutivdirektorium erörtert und gebilligt werden muss. Die Vorlage ist unabhängig vom Haushaltsverfahren, für das die Geschältsleitung und das Haushalts-und Planungsbüro die Zuständigkeit haben. Die Durchführung des Büro-Haushalts unterliegt jedoch dem Haushalts-und Ausgabenkontrollverfahren des Fonds. Der Haushalt des Büros wird dem des Exekutivdirektoriums hinzugefügt; beide sind Teil des Verwaltungshaushalts des Fonds.

Falls vom Exekutivdirektorium gewünscht, leistet das Bewertungsbüro technische und administrative Unterstützung für externe Prüfungen, die das Exekutivdirektorium direkt einleitet.

Beratung, Veröffentlichung und externe Beziehungen

Bei der Ausübung seines Mandats, einschlieβlich der Vorbereitung seines Arbeitsprogramms, steht es dem Büro frei, sich mit allen für notwendig erachteten Personen und Gruppen, sowohl innerhalb als auch auβerhalb des Fonds, zu beraten. Das Bewertungsbüro hat die alleinige Verantwortung für das Verfassen seiner Evaluierungen, Jahresberichte, Presseveröffentlichungen und anderer Dokumente oder öffentlicher Erklärungen.

Das Arbeitsprogramm des Büros wird der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Es wird groβer Wert darauf gelegt, dass die Berichte des Bewertungsbüros rasch veröffentlicht werden (im Rahmen von Einschränkungen, die notwendig sind, um die Vertraulichkeit von Informationen zu respektieren, die dem Fonds von seinen Mitgliedern zur Verfügung gestellt werden), es sei denn, dass das Exekutivdirektorium in auβergewöhnlichen Fällen anders entscheidet.

Die Veröffentlichung von Evaluierungen geht einher mit Stellungnahmen der Geschäftsleitung, des Mitarbeiterstabs und gegebenenfalls auch von anderen Stellen wie den zuständigen Länderbehörden. Hinzu kommen die Schlussfolgerungen, die das Exekutivdirektorium nach Erörterung des Evaluierungsberichts gezogen hat.

Beziehungen zum Mitarbeiterstab und zur Geschäftsleitung des Fonds

Bei der Verrichtung seiner Arbeit sollte es das Bewertungsbüro vermeiden, in operationale Tätigkeiten, einschlieβlich der Programme, einzugreifen oder zu versuchen, ein Mikromanagement der Institution durchzuführen.

Überprüfung der Erfahrung mit dem unabhängigen βewertungsbüro

Innerhalb von drei Jahren nach Beginn der Tätigkeit des Bewertungsbüros sollte das Exekutivdirektorium eine externe Evaluierung des Büros einleiten, um seine Wirksamkeit zu bewerten und mögliche Verbesserungen seiner Struktur, seines Mandats, seiner Arbeitsweise und Aufgabenbeschreibung zu erörtern. Es soll nicht vorweggenommen werden, wie diese Überprüfung durchgeführt wird, es ist jedoch selbstverständlich, dass im Rahmen dieser Überprüfung auch Stellen auβerhalb der öffentlichen Institutionen um eine umfassende Bewertung ersucht werden.

Am 26. April 2001 erörterte das Exekutivdirektorium den Entwurf des gemeinsamen Berichts der Weltbank-Arbeitsgruppe zur Überprüfung des Verfahrens für die Auswahl des Präsidenten und der IWF-Arbeitsgruppe zur Überprüfung des Verfahrens für die Auswahl des Geschäftsführenden Direktors. Die Direktoren betonten übereinstimmend, dass es wichtig ist, das Auswahlverfahren transparenter und offener zu gestalten, und billigten den Bericht als Orientierung für künftige Auswahlverfahren. Das Direktorium kam zudem überein, den Berichtsentwurf dem Internationalen Währungs-und Finanzausschuss zu seiner Sitzung am 29. April 2001 zu übermitteln und ihn zu diesem Zeitpunkt der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Das Direktorium war sich ferner einig, dass in dieser Angelegenheit eine strikte Parallelität zur Weltbank gewahrt werden sollte.

Die Arbeitsgruppe des IWF wurde von Yukio Yoshimura. Exekutivdirektor für Japan, geleitet. Andere Exekutivdirektoren, die in der Arbeitsgruppe mitwirkten, waren: Thomas Bernes (Kanada), Michael Callaghan (Australien), Bernd Esdar (Deutschland), Aleksei Mozhin (Russland), Hernän Oyarzábal (Venezuela), Cyrus Rustomjee (Südafrika) und Shakour Shaalan (Ägypten).

Änderungen in der Geschäftsleitung und in Führungspositionen

Kurz nach dem Ende des Geschäftsjahrs, am 8. Mai 2001, gab der Erste Stellvertretende Geschäftsführende Direktor Stanley Fischer seine Absicht bekannt, seine Position im Laufe des Jahres 2001 aufzugeben. Zuvor, am 7. März, hatte der Geschäftsführende Direktor angekündigt, dass Michael Mussa, volkswirtschaftlicher Chefberater des IWF und Direktor der Forschungsabteilung. am 29. Juni von seiner Stellung zurücktreten wird. Am 14. Mai wurde bekannt gegeben, dass Jack Boorman. Chefberater und Direktor der Abteilung Entwicklung und Überprüfung der Wirtschaftspolitik, seinen Posten im Laufe des Jahres verlassen wird.

Am 7. Juni schlug der Geschäftsführende Direktor die Ernennung von Anne Krueger, Professorin der Stanford University und frühere Vizepräsidentin der Weltbank, zur Nachfolgerin von Herrn Fischer vor. Gleichzeitig gab er seine Absicht bekannt, Direktoren für die Forschungsabteilung, die Abteilung Entwicklung und Überprüfung der Wirtschaftspolitik und für die neu geschaffene Abteilung Internationale Kapitalmärkte zu ernennen. Gerd Häusler, früher Leiter des Investmentbanking-Zweigs der Dresdner Bank und Mitglied des Vorstands der Bankengruppe, wird Chefberater und Direktor der Abteilung Internationale Kapitalmärkte. Kenneth S. Rogoff, Wirtschaftswissenschaftler an der Harvard University und eine Autorität auf dem Gebiet der internationalen Volkswirtschaftslehre, wird Chefberater in volkswirtschaftlichen Fragen und Direktor der Abteilung Forschung des IWF und somit Nachfolger von Herrn Mussa. Timothy Geithner, früher Staatssekretär für internationale Fragen im US-Schatzamt und gegenwärtig „Senior Fellow” für internationale Volkswirtschaftslehre im Council of Foreign Relations, wird die Nachfolge von Herrn Boorman als Direktor der Abteilung Entwicklung und Überprüfung der Wirtschaftspolitik antreten.

Darüber hinaus wird eine Aufwandsentschädigung von 56.860 S gewährt.

Bei der Errechnung der Gehaltsangleichungen der Exekutivdirektoren für das Jahr 2000 berücksichtigte der Ausschuss die Entlohnung und Hauptaufgaben einer Anzahl von vergleichbaren Stellungen. Dazu gehörten die Ständigen Vertreter der Europäischen Kommission, die Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, die Welthandelsorganisation, die Vorstandsmitglieder der Europäischen Zentralbank, die Wirtschaftsminister und Handelsattaches von Botschatten in Washington sowie die höchsten Beamten der Finanzministerien und Zentralbanken ausgewählter Mitglieder.

Die Angaben gelten nicht für den Exekutivdirektor und den Stellvertretenden Exekutivdirektor der USA, die den Gehaltsobergrenzen des US-Kongresses unterliegen.

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