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Kapitel 7. Technische Hilfe und Ausbildung

Author(s):
International Monetary Fund
Published Date:
September 2001
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Zusätzlich zu seiner wirtschaftpolitischen Beratung und Finanzierung gewährt der IWF seinen Mitgliedsländern technische Hilfe und Ausbildung in den Bereichen seines Fachwissens -einschlieϐlich des Zentralbankwesens, der Fiskalpolitik, der Wechselkurssysteme, der Wirtschafts-und Finanzstatistiken und verwandter rechtlicher Gebiete. Ein groϐer Teil der technischen Hilfe des IWF unterstützt die Bemühungen der Mitglieder, ihre Fähigkeit zu stärken -sowohl in Bezug auf personelle wie institutionelle Ressourcen -, solide Politikmaϐnahmen zu formulieren und durchzuführen. Die technische Hilfe leistet Ländern auϐerdem bei der Ausarbeitung sachgerechter makroökonomischer und struktureller Reformen Beistand, wobei die Erfahrungen berücksichtigt werden, die andere Länder bei der Bewältigung ähnlicher wirtschaftspolitischer Probleme gemacht haben.

Eine Beschreibung der Ziele, des Umfangs, der Prioritäten und der operationalen Methoden dieses Teils der Arbeit des IWF findet sich in der Grundsatzerklärung zur technischen Hilfe des IWF (2001).

Im Geschäftsjahr 2001 zog das Technische-Hilfe-Programm des IWF eine erhöhte Aufmerksamkeit von Geschäftsleitung und Exekutivdirektorium auf sich. Auf der Jahrestagung 2000 im Herbst in Prag billigte der Internationale Währungs-und Finanzausschuss (IMFC) die Auffassung des Geschäftsführenden Direktors, dass die technische Hilfe eine zentrale Rolle spielen sollte bei der Unterstützung der Arbeit des IWF zur Krisenverhütung und -lösung, beim Aufbau von Kapazitäten in einkommensschwachen und Transformationsländern und bei der Wiederherstellung der gesamtwirtschaftlichen Stabilität in Ländern im Gefolge von Krisen. Anschlieϐend leitete der IWF eine Überprüfung des Verfahrens für die Festlegung und Umsetzung der Prioritäten für die technische Hilfe ein. Das Ergebnis war ein Grundsatzpapier für das Direktorium, in dem vorge-schlagen wurde, die technische Hilfe enger und transparenter an diesen Politik-Prioritäten auszurichten.

Diese Überprüfung des IWF-Ansatzes zur Planung und zum Einsatz seiner technischen Hilfe fand zu einer Zeit statt, als viele aufsichtsbezogene Initiativen ergriffen wurden, die alle zusätzliche Nachfrage nach technischer Hilfe auszulösen begannen. Das Programm zur Bewertung von Finanzsystemen (FSAP) und die Erstellung der Berichte über die Einhaltung von Standards und Kodizes (ROSCs), die in den Jahren 2000-01 durchgeführt wurden, zeigten bei den Mitgliedern eine breite Palette von Schwächen in Bezug auf die Einhaltung international anerkannter Normen und Praktiken. Die Beseitigung dieser Schwächen würde einen erheblich höheren Umfang an technischer Hilfe als in der Vergangenheit erfordern. Die Arbeit an der Verbesserung der Verwaltung in Offshore-Finanzzentren, an makroprudentiellen Indikatoren und an Politikmaϐnahmen zur Erleichterung des Zugangs der Entwicklungsländer und aufstrebenden Marktwirtschaften zu den Kapital-und Gütermärkten verschärfte ebenfalls die Nachfrage nach technischen Hilferessourcen des IWF.

Ausrichtung der technischen Hilfe an den Politik-Prioritäten

Auf seiner Sitzung im Januar 2001 erkannte das Exekutivdirektorium an, dass die technische Hilfe als ein Mittel zur Förderung der Anstrengungen des IWF in allen oben genannten Bereichen zunehmend wichtiger wird. Gleichzeitig kam das Direktorium zu dem Schluss, dass die eigenen Kapazitäten des IWF -sowohl in Bezug auf seinen Stab als auch seine finanziellen Mittel -unzureichend sind, um die gesamte benötigte technische Hilfe zur Verfügung zu stellen. Die Direktoren begrüϐten daher die neuen Vorschläge des Stabes zur Festlegung und Handhabung der Prioritäten für die technische Hilfe ab dem Geschäftsjahr 2002 (siehe Kasten 7.1). Dies soll mehr Transparenz und Rechenschaftspflicht bei der Verplanung, Aufteilung und Überprüfung der Mittel der technischen Hilfe einführen. Die Direktoren begrüϐten auϐerdem den ersten Jahresbericht des Mitarbeiterstabes zur technischen Hilfe, der die IWF-Aktivitäten der technischen Hilfe im Geschäftsjahr 2000 beleuchtete und Hintergrundinformationen zur Beurteilung der neuen Vorschläge für Prioritäten lieferte -und das positive Urteil der Mitglieder über den Wert der technischen Hilfe des IWF bestätigte.

Kasten 7.1Beurteilungskriterien für die Priorität von Anträgen auf technische Hilfe

Da die Nachfrage nach der technischen Hilfe des IWF normalerweise die verfügbaren Mittel übersteigt, berücksichtigt der IWF eine Reihe von Gesichtspunkten zur Festsetzung der Rangfolge bei den Anträgen der Länder. Diese Gesichtspunkte wurden im Januar 2001 überarbeitet, und die neusten Richtlinien, die die Form von „Filtern” haben, lauten wie folgt:

Filter 1: Spezialisierung auf die Kernäktivitäten des IWF. Die gewährte Hilfe muss in die wesentlichen Gebiete der technischen Hilfe des IWF fallen, die anerkanntermaßen zu den in Tabelle 7.1 aufgeführten Kerngebieten der Spezialisierung des IWF gehören. Der IWF stellt technische Hilfe bereit, die Politikreformen unterstützt und institutionelle Kapazitäten aufbaut.

Tabelle 7.1Kernbereiche der technischen Hilfe des IWF, eingeordnet nach IWF-Abteilung
Hohe Priorität1NachgeordnetePrioritát1 (vorbehaltlich der Ressourcen)
Geld-und Wechselkurspolitik
  • Entwuurf von Strukturreformen tur die effektive Formulierung und Durchfuhrung der Geld-und Weehselkurspolitik, darunter die Verbesserung der Geld-und Wechselkursoperationen, des Devisenresenen-Managements, Vorkehrungen tur die systcmisclie Liquidität sowie verwandte Fragen des öffentlichcn Sehuldenmanagement

  • Förderung von soliden und effizienten Bank-und Finanzsystemen, die für die finanzielle und wirtschaftliche Stabilität erforderlich sind, unter anderem durch die Stärkung von Bankenaufsieht und -regulierung, von Bankenumstrukturierung/Zwangsverwaltung bzw. Auflösung durch die Behörden, grenzüberschreitende Aufsichtsfragen sowie Zahlungsverkehrssysteme

  • Beitrag zum Aufbau der Kapazitäten innerhalb der Zentralbanken und Aufsichtsbehörden zur effektiven laufenden Umsetzung der Geld-, Wechselkursund Finanzsektorpolitiken, darunter der rechtliche Rahmen und institutionelle Verbesserungen sowie die wesentlichen Aspekte der Rechnungslegungsund Prüfungssysteme von Zentralbanken

  • Bankcnsystem-bezogene Fragen bei Umstrukturierung und Konkursen im Unternehmenssektor

  • Kapitalmarkt-Entwicklung und -Aufsicht

  • Aufsicht des Nichtbanken-Finanzsektors; Koordinierung und Konsolidierung der Aufsichtsbehörden

  • Entwicklung der Kreditauskunfteien

  • Workshops/Seminare über Aufsichtsfragen im Zentralbank-und Finanzsektor

Fiskalpolitik
  • Autbau und Stärkung der institutionellen Kapazitäten im Bereich der makroökonomischen und fiskalischen Steuerung

  • Entwurf von stukturpolitischen und verwandten institutionellen Reformen für eine nachhaltige Mobilisierung der Einnahmen, darunter Zuständigkeitsfragen von makroökonomischer Bedeutung (z. B. fiskalischer Föderalismus, Steuerreform)

  • Haushaltserstellung und Verwaltung der öffentlichen Ausgaben, einschließlich Rechnungslegung und Berichtswesen in Schatzämtern und Regierungen

  • Rationalisierung der kurzfristigen Ausgaben, Aufnahme von sozialen Sicherheitsnetzen in IWF-Programme sowie Analyse der finanzpolitischen Nachhaltigkeit von Sozialversicherungssystemen

  • Beratung zur Nutzung der Informationstechnologie in der Steuer/Zollverwaltung und der Verwaltung der öffentlichen Ausgaben

  • Entwurf der Transfersysteme von der Zentralregierung zu niedrigen Regierungsebenen

  • Entwurf von sozialen Sicherheitsnetzen und Sozialversicherungs-Systemen, aber nur wenn sie für die makroökonomische Anpassung wichtig sind und wenn die Weltbank nicht zeitnah beteiligt ist

  • Durchführung von Kursen, Seminaren und Workshops zu veschiedenen fiskalpolitischen Themen

  • Steueraspekte des Finanzmissbrauchs

Statistik
  • Monetäre und Finanzstatistiken

  • Zahlungsbilanz und internationale Handelsstatistik, einschließlich internationale Investitionsposition

  • Statistiken über Reserven und Fremdwährungsliquidität/Auslandsverschludung

  • Statistik der öffentlichen Finanzen

  • Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung und Preisstatistik

  • Organisation des Statistikwesens

  • Beschäftigungsstatistik (bezieht sich auf die Internationale Arbeitsorganisation)

  • Soziale und demographische Daten (beziehen sich auf die Weltbank)

  • Entwicklung und Durchführung von Volkszählungen und Haushalts-sowie Industrieerhebungen

  • Computerisierung; Entwicklung von Datenbanken und Infbrmationstechnologie

  • Ausbildungskurse/Seminare für einzelne Länder

  • Erstellung von Primärstatistiken

IWF-InstitutAusbildungsveranstaltungen mit folgendem Schwerpunkt:
  • Makroökonomische Steuerung und Finanzplanung

  • Finanzsektor-Fragen

  • Fiskalpolitische Fragen

  • Außensektor-Fragen

Ausbildungsveranstaltungen mit folgendem Schwer punkt:

  • Armutsbekämpfungs-Strategien

  • Strukturreform

  • Regierungsführung

  • Wirtschaftsfragen für Vertreter von Nichtregierungs-Organisationen

Die Klassifizierung stellt kein Werturteil des IWF über die jeweilige Bedeutung dieser Bereiche dar. Sie dient vielmehr dazu, zwischen den Bereichen zu unterscheiden, bei denen der IWF davon ausgeht, dass er die Hauptverantwortung trägt, das Mandat besitzt und kompetent ist, und den Bereichen, in denen andere Organisationen besser geeignet sind und über die erforderlichen Ressourcen vefügen.

Die Klassifizierung stellt kein Werturteil des IWF über die jeweilige Bedeutung dieser Bereiche dar. Sie dient vielmehr dazu, zwischen den Bereichen zu unterscheiden, bei denen der IWF davon ausgeht, dass er die Hauptverantwortung trägt, das Mandat besitzt und kompetent ist, und den Bereichen, in denen andere Organisationen besser geeignet sind und über die erforderlichen Ressourcen vefügen.

Filter 2: Zentrale Programmgebiete. Die technische Hilfe muss klar darauf gerichtet sein, eines von fünf zentralen Programmgebieten zu unterstützen. Diese sind:

  • Verhütung oder Begrenzung von Krisen und ihrer Ansteckungswirkungen in Ländern ohne IWF-gestützte Programme; im Wesentlichen systemisch bedeutende nicht-industrielle Länder und aufstrebende Marktwirtschaften;

  • Umsetzung durchhaltbarer Schuldenlastungs und Armutsbekämpfungsprogramme für einkommensschwache Länder; dies betrifft den vollen Bereich der technischen Hilfe zur Unterstützung sowohl von Initiativen zur Anmutsbekämpfung als auch von Politikmaßnahmen zur Wiederherstellung der gesamtwirtschaftlichen Stabilität;

  • Forderung und Erhaltung der makroökonomischen und der Finanzsektorstabilität in Ländern, die gegenwärtig keine IWF-Mittel nutzen, gröϐtenteils Länder mit mittlerem Einkommen und Transformationsländer;

  • Förderung von Initiativen zum Aufbau regionaler Kapazitäten, einschlieϐlich Ausbildung, und in einigen Fällen Maϐnahmen zur regionalen Integration; sowie

  • Wiederaufbau grundlegender wirtschaftlicher und finanzieller Institutionen in Ländern nach Beendigung von Konflikten.

Filter 3: Zentrale Politikinitiativen. Die Hilfe sollte darauf konzentriert sein, die zentralen Politikprioritäten und Initiativen des IWF zu unterstützen. Diese verändern sich mit der Zeit; gegenwärtig sind es Folgende:

  • Standards und Kodizes: Ergänzung früherer Maϐnahmen, um Länder zu unterstützen, ihre fiskalischen, finanziellen und statistischen Praktiken (einschließlich der Rechtsinstrumente) in Übereinstimmung mit den Standards und Kodizes zu bringen, die in den Verantwortungsbereich des IWF fallen. Dies schlieϐt technische Hilfe zur Unterstützung von Ländern ein, die überprüfen, ob sie diese Standards einhalten;

  • Programme zur Bewertung des Finanzsektors (FSAP): Fortsetzung der Unterstützung, um Ländern zu helfen, Schwächen, die im Rahmen des FSAP aufgedeckt wurden, zu beseitigen;

  • Programme für hochverschuldete arme Länder (HIPCs): Technische Hilfe im Rahmen der HIPC-Initiative für verstärkte Staatsausgaben-Verwaltungssysteme, um den Einsatz von Schuldenentlastungen für Ausgaben zur Armutsbekämpfung zur verfolgen, sowie eine grundlegende Verbesserung der wirtschaftlichen und finanziellen Statistiken;

  • Absicherung der IWF-Mittel: Hilfe zur Unterstützung einer verstärkten Verwaltung der Staatsausgaben oder der Rechnungslegung der Zentralbank und der Praktiken bei der Verwaltung der Währungsreserven (und verwandter Rechtsinstrumente) sowie Auseinandersetzung mit dem Problem der Weitergabe falscher Daten;

  • Offshore-Finanzzentren: Bewertungen und Einfuhrung bewährter Praktiken; sowie

  • Politikreformen/Aufbau institutioneller Kapazitäten, um die Verwirklichung der makroökonomischen Tragfähigkeit zu unterstützen: Zum Beispiel Maϐnahmen zur Mobilisierung von Einnahmen, Stärkung einer soliden Geldpolitik, Entwicklung makroprudentieller und anderer statistischer Indikatoren.

Filter 4: Auswirkung und Selbstverpflichtung. den bisherigen Anpassungserfolgen eines Landes und dem Grad seiner Reformbereitschaft und seiner Selbstverpflichtung sollten bei der Bewertung eines Antrags auf technische Hilfe ein groϐes Gewicht beigemessen werden. Diese Faktoren können nur in einer begrenzten Zahl von Fällen durch andere Gesichtspunkte aufge wogenwerden, zum Beispiel beim Umgang mit systemisch bedeutenden Ländern oder Krisensituationen. Manchmal kann ein Regierungswechsel zu einem stärkeren Bekenntnis zum Programm und besseren Aussichten fur eine erfolgreiche Hilfe führen, selbst dort, wo die Anpassungsergebnisse in der Vergangenheit unbefriedigend waren.

Filter 5: Regionale Vielfalt. Das Prinzip der Gleichbehandlung von Mitgliedern erfordert, dass bei der Verteilung der Mittel der technischen Hilfe eine gewisse Vielfalt gewahrt wird und dass die Bedürfnisse kleinerer Länder, in denen die technische Hilfe oft eine groϐe Wirkung haben kann und andere Hilfsquellen häufig nicht verfügbar sind, nicht ignoriert werden.

Filter 6: Verfügbarkeit externer Finanzmittel. Wenngleich die Verfügbarkeit externer Finanzmittel normalerweise kein entscheidender Faktor sein sollte, sollte die Zusammenarbeit mit anderen Gebern, die Finanzmittel fur die technische Hilfe des IWF gewähren und/oder andere Formen der Hilfe zur Verfugung stellen, die der IWF nicht ohne weiteres bereitstellen kann (zum Beispiel Ausrüstungen, Ausbildung im Lande, Entwicklung von Systemen, örtliche Fachkennmisse), positiv berücksichtigt werden, wenn Anträge auf technische Hilfe beurteilt werden.

Filter 7: Art des Antrags. Anträge auf eine Politik-oder Analysemission oder auf die zeitweilige Entsendung eines Experten sind weniger kostspielig als Anträge auf die dauerhafte Abstellung eines Experten vor Ort. Einigen dieser Anträge kann unabhängig von ihrer Priorität stattgegeben werden, ohne die gesamten Mittel des Technische-Hilfe-Programms wesentlich zu strapazieren, es sei denn, sie haben wahrscheinlich Auswirkungen auf nachfolgende längerfristige Hilfen.

Filter 8: Regionaler Ansatz. Angesichts der hohen Kosten bei der Gewährung von Hilfe für kleinere Mitgliedsländer und im Lichte von gemeinsamen Problemen selbst bei einigen gröϐeren Ländern sucht der IWF aktiv nach Möglichkeiten, regional verankerte Ansätze zur Bereitstellung technischer Hilfe zu verwenden, In einigen Fällen können regionale Technische-Hilfe-Zentren eine effiziente Lösung sein -zum Beispiel das Pacific Financial Technical Assistance Center -und werden dann auch angestrebt.

Filter 9: Präsenz anderer Anbieter von technischer Hilfe. Bei der Entscheidung, ob Hilfe gewährt wird, berücksichtigt der IWF, ob andere Anbieter aktiv in ähnlichen Aktivitäten engagiert sind. Doppelarbeiten sollen vermieden werden, und wo Anträge in solchen Fällen gestellt werden, werden alle Anstrengungen zur Abstimmung unternommen.

Die obigen Richtlinien finden ihren Niederschlag in der vollständigen Grundsatzerklärung zur technischen Hilfe des IWF, die in die Webseite des IWF eingestellt ist.

Angesichts der Erwartung, dass die technische Hilfe eine zunehmend zentralere und aktivere Rolle in der Arbeit des Fonds spielen wird, war das Direktorium der Auffassung, dass möglicherweise eine groϐe Lücke zwischen dem Angebot an und der Nachfrage nach Hilfe entstehen könnte. So wurde erwartet, dass die Nachfrage nach Hilfe, die durch Aktivitäten im Rahmen von Programmen entsteht, weiterhin zunehmen wird -insbesondere in einkommensschwachen Ländern, in denen die Kapazität am schwächsten ist. Zusätzliche Nachfrage könne auch durch die Initiativen zu den Standards und Kodizes, das Programm zur Bewertung des Finanzsektors, die Überwachung von Schuldenerleichterungen, die den hochverschuldeten armen Ländern (HIPCs) gewährt werden, und die Absicherung der IWF-Mittel entstehen. Die Bewältigung dieses potentiellen Ungleichgewichts werde eine zentrale Herausforderung bleiben, die sorgfältiges überlegtes Handeln an mehreren Fronten erfordere. Erstens werde das Setzen von Prioritäten für die Aktivitäten der technischen Hilfe entscheidend sein. Aber viele Direktoren waren der Meinung, dass selbst bei einer besseren Prioritätensetzung und effizienteren Technische-Hilfe-Maϐnahmen trotzdem eine groϐe Lücke bestehen bleiben könnte, die die Mobilisierung zusätzlicher Mittel im Bereich der technischen Hilfe aus sowohl internen wie auch externen Quellen erfordern werde, was wiederum eine Zusammenarbeit der Mitgliedsländer und der gesamten internationalen Gemeinschaft notwendig mache. Etwaige zusätzliche Mittelanforderungen an den IWF, die aus der Überschussnachfrage nach technischer Hilfe entstünden, müssten im Rahmen der nächsten Runde der Haushaltsberatungen des IWF behandelt werden. Es bestand Einvernehmen, dass es unerwünscht ist, Mittel speziell für die technische Hilfe zu binden. Allerdings förderten einige Direktoren genauere Informationen im Haushalt über die Pläne zur Aufteilung der Technische-Hilfe-Mittel unter den Abteilungen.

Eine wirksame Prioritätensetzung wird entscheidend bleiben, wenn der IWF seiner Verantwortung im Bereich der technischen Hilfe in den kommenden Jahren gerecht werden soll. Die Direktoren begrüϐten daher den bereits erzielten Fortschritt bei der Ausarbeitung von Prinzipien für die Festlegung von Prioritäten durch die Verwendung von", Filtern”, die in der Grundsatzerklärung des IWF zur technischen Hilfe (gebilligt vom Direktorium im März 2000) umrissen wurde. Sie stimmten aber darin überein, dass mehr getan werden sollte. Die Direktoren unterstützten daher den Vorschlag, dass die Geschäftsleitung in Übereinstimmung mit einem überarbeiteten Satz von Filtern (siehe Kasten 7.1) Prioritäten setzt. Die Festlegung von Prioritäten bei der technischen Hilfe im Einklang mit den Kerngebieten der Spezialisierung des IWF, seinen wichtigsten Programmbereichen und seinen zentralen Politik-Initiativen soll die Abteilungen befähigen, die Verwendung von Mitteln systematischer an den institutionellen Prioritäten zu orientieren. Einige Direktoren warnten jedoch, dass die Einführung der neuen Kriterien früher vereinbarte Filter nicht ungebührlich verwässern darf. Die Direktoren betonten die Bedeutung der bisherigen Anpassungserfolge der Länder und ihrer Entschlossenheit, die Mittel der technischen Hilfe sinnvoll einzusetzen. Sie erkannten aber an, dass diese Kriterien unter Berücksichtigung länderspezifischer Umstände bewertet werden sollten.

Das Direktorium unterstützte die Auffassung, dass der neue Ansatz zur Festlegung von Prioritäten den Grundsatz nicht beeinträchtigen darf, dass alle Mitglieder berechtigt sind, technische Hilfe zu beantragen, und dass alle Anträge ernsthaft geprüft werden sollten. Das neue System basiere zwar auf Regeln, es sollte jedoch flexibel angewendet werden, um dem IWF insbesondere zu ermöglichen, auf entstehende und unvorhergesehene Bedürfnisse zu reagieren. Das Direktorium begrüϐte die Bereitstellung technischer Hilfe, um zentrale Politik-Initiativen und Anliegen zu unterstützen. Gleichzeitig betonte es, dass die technische Hilfe zur Förderung der wirksamen Umsetzung IWF-gestützter Programme wichtig bleibe. Allerdings sei technische Hilfe auch bedeutend für Länder ohne IWFgestützte Programme.

Angesichts der zunehmenden Nachfrage nach technischer Hilfe verwiesen die Direktoren auf die Bedeutung einer besseren Abstimmung unter den Anbietern; sie verständigten sich daher darauf, die Abstimmung und Zusammenarbeit mit anderen Gebern, insbesondere der Weltbank, zu intensivieren. Als ein Schritt in diese Richtung wurden die Rolle und Aufgaben des Sekretariats für technische Hilfe (im Büro des Geschäftsführenden Direktors) gestärkt, so dass es nun direkt gegenüber dem für technische Hilfe zuständigen Stellvertretenden Geschäftsführenden Direktor Rechenschaft ablegt. Des Weiteren wurde es in Büro für die Verwaltung der technischen Hilfe umbenannt.

Die Direktoren würdigten die Mitgliedsländer, die bei der Finanzierung der technischen Hilfe des IWF durch Eröffnung von Technische-Hilfe-Unterkonten beim IWF geholfen haben; sie erkannten insbesondere die vorbildliche Groϐzügigkeit Japans an, das ein Drittel der gesamten technischen Hilfe des IWF in den Empfängerländern finanzierte. Das Direktorium begrüϐte die Ankündigung der japanischen Regierung, ihre finanzielle Unterstützung im Geschäftsjahr 2002 deutlich zu erhöhen, und forderte andere Länder auf, diesem Beispiel zu folgen - insbesondere um den Aufbau der notwendigen Kapazitäten für einkommensschwache Länder mit Zugang zur Armutsbekämpfungs-und Wachstumsfäzilität und zur HIPC-Initiative abzudecken, sowie zur Verbesserung der Einhaltung von Standards und Kodizes.

Das Direktorium betonte die überragende Bedeutung einer umfassenden Reformbereitschaft der Empfänger als eine Voraussetzung, um ihr Engagement zum Erreichen der vereinbarten Technische-Hilfe-Ziele sicherzustellen. Sie begrüϐten daher die Informationen im Jahresbericht zur technischen Hilfe über die Fortschritte, die bei der Verbesserung der operationalen Verfahren erzielt wurden -insbesondere jene, die darauf zielen, eine stärkere Einbeziehung der Behörden des Empfängerlandes in die Ausarbeitung, Überwachung und Umsetzung der technischen Hilfe sicherzustellen.

Wirksame Systeme zur Bereitstellung technischer Hilfe und gute Systeme zur Überwachung, Fortsetzung und Bewertung von Aktivitäten seien ebenfalls wichtig, und das Direktorium drängte auf weitere Maϐnahmen in diese Richtungen.

Die Direktoren erörterten den möglichen Nutzen einer stärkeren Verbreitung der Berichte zur technischen Hilfe. Sie verständigten sich darauf, eine Politik zu entwickeln, die die Verbreitung von Informationen über die Technische-Hilfe-Aktivitäten des IWF fördert. Die Informationen würden anderen Anbietern technischer Hilfe auf Basis der Gegenseitigkeit zur Verfügung gestellt und an Länder, die technische Hilfe mitfinanzierten, sowie an das Direktorium weitergeleitet.

Stärkung der technischen Hilfe

Im Geschäftsjahr 2001 wurden neue Richtlinien zur Planung und Überwachung der technischen Hilfe ausgegeben um sicherzustellen, dass die Prioritäten der Geschäftsleitung für die Zuteilung und Gewährung technischer Hilfe strikt und konsequent eingehalten werden. Die Direktoren hatten den Mitarbeiterstab zuvor gebeten, die Überwachungs-und Evaluierungsansätze zu beurteilen, die andere bilaterale und multilaterale Organisationen verfolgen, und diese Beurteilung bei der Entwicklung eines gestärkten Programms für den IWF zu berücksichtigen. In Anschluss an diese Bewertung erarbeiteten die Abteilungen, die technische Hilfe bereitstellen, Vorschläge und leiteten Verfahrensänderungen ein. Die Evaluierungsverfahren unterscheiden sich nach der Art, in der die technische Hilfe bereitgestellt wird -Beratungsmission, Abstellung von Experten oder Ausbildung.

Die Ansätze der einzelnen Abteilungen sind zwar ähnlich, es gibt jedoch einige Unterschiede im eingesetzten Format. Diese Unterschiede spiegeln die spezifischen Merkmale der technischen Hilfe und die Art wider, in der sie in andere Aufgabenbereiche der jeweiligen Abteilung integriert wird. Die Abteilungen haben Datenbanken eingerichtet, die die Kapazitäten für technische Hilfe und die wirtschaftspolitische Arbeit dokumentieren. Die Abteilungen haben auϐerdem eine Reihe von Änderungen eingeführt, um die Überwachung der technischen Hilfe zu verbessern. So enthalten zum Beispiel das Mandat und die Anleitungen für die Missionen und die Experten inzwischen ausführlichere Ziele, Ergebnisvorgaben und Aktivitäten, und sie führen nachprüfbare Leistungsindikatoren ein. die konkret auf die Risiken eingehen, auf Grund derer die Ziele nicht erreicht werden könnten. Die Abschlussberichte enthalten gegebenenfalls einen Arbeitsplan, auf den sich die Behörden nach Abschluss der technischen Hilfe stützen können. Ein solcher Ansatz ermöglicht ein besseres Feedback an die Abteilungen, wodurch wiederum die Beratung an die Länder verbessert wird.

Die Richtlinien decken auch die Maϐnahmen ab, die die Abteilungen ergreifen müssen, um ihre Zusammenarbeit und Abstimmung mit anderen Anbietern technischer Hilfe zu verbessern und um eine gröϐere Reformbereitschaft und Einbeziehung der Behörden der Empfänger in allen Bereichen der Planung, Umsetzung und Überwachung der technischen Hilfe zu fördern. Die Richtlinien unterstreichen die Rolle der Missionsleiter aus den Länderabteilungen und der örtlichen Vertreter des IWF (siehe Kasten 8.1) beim aktiveren Aufspüren wirtschaftlicher und finanzieller Managementschwächen auf der Länderebene und bei der Erörterung dieser Schwächen mit nationalen Behörden und mit anderen Anbietern technischer Hilfe.

Als Teil der Reform seiner Technische-Hilfe Maϐnahmen wird der IWF Informationen über die Technische-Hilfe-Aktivitäten weiter und offener verbreiten. Neben der Veröffentlichung und regelmäϐigen Aktualisierung seiner Grundsatzerklärung zur technischen Hilfe des IWF hat der Fonds, wie oben beschrieben, begonnen, umfassende Jahresberichte über die Technische-Hilfe-Aktivitäten zu erstellen.

Technische Hilfe im Geschäftsjahr 2001

Der IWF hat seinen Mitgliedern im Geschäftsjahr 2001 etwa im selben Umfang technische Hilfe gewährt wie im Vorjahr; diese Hilfe beanspruchte etwa 343 Personenjahre für beratende, Kapazitäten aufbauende und unterstützende Dienste durch IWF-Stabsangehörige in der Zentrale und vor Ort sowie durch extern rekrutierte Experten und Berater, die vor Ort arbeiteten (siehe Tabelle 7.2 und Schaubild 7.1). Etwa drei Viertel der technischen Hilfe des IWF geht an einkommensschwache Länder und Länder im unteren Bereich des mittleren Einkommens (siehe Schaubild 7.2).

Tabelle 7.2Bereitstellung technischer Hilfe

(Personenjahre)1

1997/981998/991999/20002000/01
IWF-Ressourcen für technische Hilfe189,6201,7199,7265,5
IWF-Mitarbeiter103,998,997,6171,8
In der Zentrale tätige Berater20,821,221 222,7
Sachverständige64,981.681,071,0
Ressourcen der technischen Hilfe von außerhalb des IWF96,2100,089,377,7
Entwicklungsprogramm der VN24,414,48,98,4
Japan55,670,970,959,5
Sonstige16,215,09,69,8
Gesannmittel der technisehen Hilfe285,7301,7288,9343,2
Ressourcen nach Abteilung, insgesamt
Abteilung der Geld-und Wechselkurspolitik110,6120,8106,8101,2
Abteilung Fiskalpolitik98,8101,798,5111,9
Abteilung Statistik39,038,940,648,2
IWF-lnstitut12,115,424,154,4
Abteilung Recht10,310,78,015,4
Sonstige214,914,310,912,2
Regionale Verwendung nach Abtcilungei insgesamt258,7274,0261,8275.8
Abteilung Afrika65,872,172,068,2
Abteilung Asien und Pazifik42,557,648.157,0
Abteilung Europa I23.822,427,030,2
Abteilnng Europa II52,647,147,540,8
Abteilung Naher Osten29,532,528,227,8
Abteilnng Westliche Heirnsphare35,232,128,223,7
Interregionale Verwendung8,610,210,628,0
Nicht-regionale Venvendung26,927,727,167,5
Gesamtverwendung technischer Hilfe285,6301,7288,9343,2

Ein effektives Persenjahr technischer Hilfc beträgt 260 Tage.

Sonstige enthält die Abteilung Entwieklung und Überpr fung der Wirtsehaftspolitik, das B ro Informationstechnologic-Dienstleistungen sowie das Sekretariat t r technische Hilfe.

Ein effektives Persenjahr technischer Hilfc beträgt 260 Tage.

Sonstige enthält die Abteilung Entwieklung und Überpr fung der Wirtsehaftspolitik, das B ro Informationstechnologic-Dienstleistungen sowie das Sekretariat t r technische Hilfe.

Schaubild 7.1Technische Hilfe nach Funktion 2001

(Prozent der Gesamtressourcen in effektiven Personenjahren)1

1Ein effektives Personenjahr an technischer Hilfe beträgt 260 Tage. Für das IWF-Institut sind Ausbildungsdienste, die es in der Zentrale bereitgestellt oder koordiniert hat, nicht inbegriffen.

Schaubild 7.2Technische Hilfe nach Region, 2001

(Prozent der Gesamtressourcen in effektiven Personenjahren)

Abgesehen von seinen eigenen Haushaltsmitteln für technische Hilfe und Ausbildung verwaltet der IWF Finanzmittel, die von mehreren bilateralen und multilateralen Gebern zur Verfügung gestellt werden -dazu zählen Australien, Dänemark, Frankreich, Japan, Kanada, die Niederlande, die Schweiz, Neuseeland und das Vereinigte Königreich sowie die Asiatische Entwicklungsbank, die Vereinten Nationen, das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP), die Europäische Union und die Weltbank. Er verwaltet die Finanzmittel entweder durch das Rahmenkonto für technische Hilfe (eingerichtet durch den IWF 1995) oder durch Kostenteilung bei UNDP-Projekten, die vom IWF oder durch andere Vereinbarungen mit dem IWF durchgeführt werden. Im Geschäftsjahr 2001 deckten die Finanzmittel aus externen Quellen etwa 23 % der gesamten Aktivitäten des IWF im Bereich der technischen Hilfe und Ausbildung ab, wobei Japan unverändert der gröϐte Geber solcher externen Finanzmittel blieb. Im Geschäftsjahr 2001 wurden beim IWF zwei neue Unterkonten für technische Hilfe eingerichtet -von den Niederlanden im Juli 2000; und die Vorbereitungen für die Errichtung eines zweiten derartigen Unterkontos für das Entwicklungshilfe-Ministerium des Vereinigten Königreichs waren weit fortgeschritten. Das Büro für die Verwaltung der technischen Hilfe stimmt die Verwaltung dieser Finanzmittel ab.

Das IWF-Institut hat im Geschäftsjahr 2001 seine Ausbildungsmaϐnahmen in verschiedenen Teilen der Welt weiter ausgeweitet, wobei auf früheren Abkommen zur Zusammenarbeit mit Partnerländern aufgebaut wurde. Im Laufe des Jahres hat der IWF gemeinsam mit der chinesischen Zentralbank das neue Gemeinsame Ausbildungspropramm von China und IWF eröffnet, das Ausbildungsveranstaltungen für chinesische Regierungsbeamte anbietet. Der IWF kam auϐerdem mit der Regierung Brasiliens überein, in Brasilia ein regionales Ausbildungszentrum zu gründen, das im Mai 2001 eingeweiht wurde. Das Institut hat auϐerdem die Zahl der Fernkurse zur Finanzplanung und Umsetzung von Programmen erhöht. In jedem dieser Kurse erhalten 50 Teilnehmer eine achtwöchige Ausbildung in ihrem Heimatland; bei erfolgreichem Abschluss nehmen sie dann an einer zweiwöchigen Arbeitstagung in Washington teil. Schlieϐlich sind mehrere Kurse zu Fragen des Finanzsektors, die letztes Jahr eingeführt wurden, zu einem Teil des regulären Lehrplans in der Zentrale und in Übersee geworden.

Wie oben ausgeführt, erzeugten einige Initiativen des IWF zur Stärkung der Architektur des internationalen Währungssystems im Geschäftsjahr 2001 neuen Bedarf an technischer Hilfe. Die Arbeit an den Standards und Kodizes, einschlieϐlich der Bewertungen der fiskalischen Transparenz, führten zu Anträgen auf technische Hilfe, um die Umsetzung von Empfehlungen zu unterstützen. Das Programm zur Bewertung des Finanzsektors, in dessen Rahmen finanzielle Anfälligkeiten geprüft und Maϐnahmen zur Stärkung der Finanzsysteme empfohlen werden, ermittelte einen Handlungsbedarf, der wiederum Anträge auf Hilfe für solche Bereiche wie Entwicklung von Sekundärmärkten und Methoden der Risikobewertung auslöste. In gleicher Weise führte die Arbeit an dem Speziellen Datenveröffentliehungs-Standard (SDDS) und dem Allgemeinen Datenveröffentliehungs-System (GDDS) zu Anträgen auf technische Hilfe und Ausbildung auf dem Gebiet der makroökonomischen Statistik.

Die technische Hilfe zur Unterstützung des Wiederaufbaus und der wirtschaftlichen Erholung in Ländern nach Beendigung von Konflikten wurde in einigen Regionen fortgesetzt; insbesondere gewährte der IWF Ost-Timor Unterstützung, in enger Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen und mit Japan, die den gröϐten Teil der technischen Hilfe kofinanzieren. „Diagnose”-Missionen auf dem Gebiet der technischen Hilfe besuchten Angola, Burundi, die Republik Kongo und Äthiopien, und es wurde ein Programm der technischen Hilfe eingeleitet, um Eritrea zu unterstützen, seine wirtschaftlichen und finanziellen Verwaltungsinstitutionen wieder aufzubauen. Darüber hinaus setzte der IWF seine Zusammenarbeit mit anderen Gebern fort, um die fiskalische, monetäre und statistische technische Hilfe an die Balkan-Region zu organisieren.

Als Reaktion auf das Anliegen des Exekutivdirektoriums, die technische Hilfe des IWF stärker an seiner Überwachungstätigkeit und seinen Anpassungsprogrammen zu orientieren und sie gegebenenfalls in Zusammenarbeit mit anderen Anbietern technischer Hilfe auf Länder-und Regionen-bezogener Basis zu planen und zu finanzieren, erstellte der Stab im Geschäftsjahr 2001 breit fundierte, umfassende Aktionspläne zur technischen Zusammenarbeit für Kambodscha und die karibische Region. Die Umsetzung ähnlicher Programme für Nigeria, Jemen und die pazifische Region wurde fortgesetzt. Die Vorbereitung eines Aktionsplans für technische Zusammenarbeit für das Westjordanland/den Gazastreifen war weit fortgeschritten, bevor sie wegen Sicherheitsbedenken aufgegeben werden musste. Versuchsweise wurden im Geschäftsjahr 2001 in Verbindung mit etwa 20 Länder-(Artikel-IV-) Konsultationen Überprüfungen der in der Vergangenheit empfangenen technischen Hilfe und des künftigen Bedarfs an technischer Hilfe durchgeführt. Erste Ergebnisse zeigten, dass die Länderbehörden und das IWF-Team die Überprüfungen als nützlich einschätzten. Sie schlugen allerdings vor, dass sie künftig auf einer selektiveren Basis vorgenommen werden sollten.

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