Jahresbericht 2007 : Die Vorteile der Weltwirtschaft für alle sichern

Front Matter

Author(s):
International Monetary Fund
Published Date:
October 2007
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    Der Internationale Währungsfonds

    Der IWF ist die Weltorganisation, die für internationale Währungszusammenarbeit zuständig ist und in der fast alle Länder der Welt zusammenarbeiten, um das Gemeinwohl zu fördern. Der Hauptzweck des IWF besteht darin, die Stabilität des internationalen Währungssystems zu sichern – das System für Wechselkurse und internationale Zahlungen, das es den Ländern (und ihren Bürgern) ermöglicht, Güter und Dienstleistungen voneinander zu kaufen. Dies ist von entscheidender Bedeutung, um nachhaltiges Wirtschaftswachstum zu sichern und den allgemeinen Lebensstandard zu erhöhen.

    Alle 185 Mitgliedsländer des IWF sind in seinem Exekutivdirektorium vertreten. In diesem Forum können sie die nationalen, regionalen und globalen Auswirkungen ihrer Wirtschaftspolitik erörtern. Dieser Jahresbericht erfasst die Tätigkeiten des Exekutivdirektoriums, der Geschäftsführung und des Mitarbeiterstabs des Fonds im Geschäftsjahr vom 1. Mai 2006 bis zum 30. April 2007.

    Zu den Haupttätigkeiten des IWF gehören:

    • die Beratung der Mitglieder hinsichtlich Politikmaßnahmen, die ihnen helfen können, Finanzkrisen zu vermeiden oder zu bewältigen, makroökonomische Stabilität zu sichern, das Wirtschaftswachstum zu beschleunigen und die Armut abzubauen,

    • die Bereitstellung von vorübergehender Finanzhilfe an Mitgliedsländer, um sie bei der Bewältigung von Zahlungsbilanzproblemen zu unterstützen – eine Situation, in der ihr Devisenbestand nicht ausreicht, weil ihre Zahlungen an andere Länder ihre Deviseneinnahmen übersteigen sowie

    • die Bereitstellung von technischer Hilfe und Ausbildung für Länder auf deren Antrag, um ihnen beim Aufbau von Fachkenntnissen und Institutionen zu helfen, die sie benötigen, um eine solide Wirtschaftspolitik zu verfolgen.

    Der Hauptsitz des IWF befindet sich in Washington, D.C. Aufgrund seiner weltweiten Bedeutung und seiner engen Beziehungen mit seinen Mitgliedern hat er außerdem Büros in mehr als 80 Ländern weltweit.

    Die Finanzausweise des IWF für das am 30. April 2007 abgeschlossene Geschäftsjahr finden sich auf der CD-ROM, die im hinteren Bucheinband dieses Berichts befestigt ist. Weitere Informationen über den IWF und seine Mitgliedsländer finden sich auf der IWF-Website unter www.imf.org.

    Vorwort des Exekutivdirektoriums

    Dieser Jahresbericht des Exekutivdirektoriums des IWF an den Gouverneursrat erfasst das Geschäftsjahr 2007, das am 1. Mai 2006 begann und am 30. April 2007 endete. Zwei Ereignisse, die kurz nach Abschluss des Geschäftsjahres 2007 eintraten, sind jedoch von so großer Bedeutung für den IWF, dass sie eine Erwähnung in diesem Vorwort verdienen.

    Das erste Ereignis ist die Entscheidung des Exekutivdirektoriums vom Juni 2007, das Überwachungs-Regelwerk des Fonds zu revidieren. In den drei Jahrzehnten seit Verabschiedung des ursprünglichen Regelwerks durch das Exekutivdirektorium im Jahr 1977 haben sich die Herausforderungen, mit denen unsere Mitglieder konfrontiert sind, geändert. Als die Entscheidung von 1977 verabschiedet wurde, bestand die größte Gefahr für die internationale finanzielle und makroökonomische Stabilität in der Manipulation der Wechselkurse durch Länder, die damit ihre Zahlungsbilanzprobleme korrigieren wollten, sowie in kurzfristigen Wechselkursschwankungen. In der zunehmend globalisierten Welt von heute, in der der internationale Handel und grenzüberschreitende Kapitalströme ein noch nie da gewesenes Niveau erreicht haben, besteht die größte Gefahr in fundamentalen Wechselkurs-Fehlanpassungen und Kapitalbilanz-Schwachstellen. Die neue Entscheidung, die unter den Mitgliedern auf große Zustimmung trifft, trägt dem gegenwärtigen Umfeld Rechnung. Sie bietet unseren Mitgliedern klare Leitlinien zu den Erwartungen der internationalen Gemeinschaft in Bezug auf mögliche Übertragungswirkungen der Wechselkurspolitik, und sie gibt dem Stab Anleitungen, den Schwerpunkt der IWF-Beratung auf makroökonomische Politikmaßnahmen zu legen, die Stabilität und Wachstum fördern.

    Das zweite Ereignis ist die Ankündigung des Geschäftsführenden Direktors Rodrigo de Rato, sein Amt im Oktober 2007 niederzulegen. Ich danke Rodrigo de Rato im Namen des Exekutivdirektoriums für seine Führungsstärke und seinen großen Einsatz für den Fonds seit seiner Amtsübernahme im Jahr 2005. Ich verweise insbesondere auf die im Jahr 2006 eingeleitete mittelfristige Strategie. Dieses ehrgeizige Programm fordert eine Reform der Verteilung von Kapitalanteilen und Stimmrechten im Fonds, damit alle Mitglieder fair und angemessen vertreten sind. Diese Initiative hat bereits bedeutsame Veränderungen in der Geschäftstätigkeit und -politik des Fonds eingeleitet, durch die wir unsere Arbeit besser auf die sich ändernden Bedürfnisse unserer Mitglieder einstellen können. Im Rahmen des Auswahlverfahrens für Rodrigo de Ratos Nachfolger wurden die Exekutivdirektoren aufgefordert, Kandidaten zu nominieren, die sich hohe Verdienste als wirtschaftspolitische Entscheidungsträger auf höchster Ebene erworben haben und Staatsbürger eines der 185 Mitgliedsländer des IWF sind. Das Exekutivdirektorium wird diese Kandidaten im September prüfen.

    Weitere Informationen über diese und andere Entwicklungen, die nach Abschluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, können auf der Website des IWF unter www.imf.org eingesehen werden.

    Das Exekutivdirektorium ist zu Recht stolz auf dieses neue Format des IWF-Jahresberichts. Um die Kommunikationswirkung zu erhöhen, beschloss das Exekutivdirektorium, den Bericht zu straffen und in sieben statt wie bisher vier Sprachen übersetzen zu lassen: Arabisch, Chinesisch, Deutsch, Französisch, Japanisch, Russisch und Spanisch. Alle Anhänge – einschließlich der Finanzausweise –, die bisher in gedruckter Form vorlagen, finden sich jetzt auf der CD-ROM, die im hinteren Bucheinband befestigt ist. Auf der CD-ROM finden sich außerdem Öffentliche Informationsmitteilungen, Presseveröffentlichungen, ausgewählte Berichte sowie Tabellen und Kästen mit ausführlichen Informationen zu den im gedruckten Bericht aufgeführten Tätigkeiten.

    Wir hoffen, dass die Leser diese Änderungen begrüßen, und bitten Sie, uns Ihre Meinung mitzuteilen.

    Jonathan T. Fried

    Vorsitzender

    Ausschuss des Exekutivdirektoriums für den Jahresbericht

    Inhalt

    • CD-ROM

    • Die folgenden Texte befinden sich auf der CD-ROM, die im hinteren Bucheinband befestigt ist.

      • Text des Jahresberichts 2007 (Englisch, Französisch, Spanisch)

        • Zusatzmaterial zu den einzelnen Kapiteln (Englisch) Anhänge (Englisch)

        • Appendix I International Reserves

        • Appendix II Financial operations and transactions

        • Appendix III Press communiqués of the IMFC and the Development Committee

        • Appendix IV Executive Directors and voting power

        • Appendix V Changes in membership of the Executive Board

        • Appendix VI Financial statements

    Das Geschäftsjahr des IWF läuft vom 1. Mai bis zum 30. April.

    Die Rechnungseinheit des IWF ist das Sonderziehungsrecht (SZR); die Umrechnungen von Finanzdaten des IWF in US-Dollar stellen nur Näherungswerte dar und werden zur leichteren Verständlichkeit angegeben. Am 30. April 2007 lag der SZR/US-Dollar-Wechselkurs bei 1 US-$ = 0,65609 SZR und der US-Dollar/SZR-Wechselkurs bei 1 SZR = 1,52418 US-$. Ein Jahr zuvor (am 30. April 2006) beliefen sich die Kurse auf 1 US-$ = 0,67978 SZR und 1 SZR = 1,47106 US-$.

    In der englischen Fassung (auf der CD-ROM) bedeutet „billion” eine Milliarde und „trillion” eine Billion; kleinere Abweichungen zwischen den zugrunde liegenden Zahlen und den daraus gebildeten Summen gehen auf das Runden der Zahlen zurück.

    Der im Jahresbericht verwendete Begriff „Land” bezieht sich nicht in allen Fällen auf ein nach internationalem Recht und Brauch als Staat definiertes Hoheitsgebiet. Der Begriff wird hier auch für einige Hoheitsgebiete benutzt, die keine Staaten sind, für die aber auf getrennter und unabhängiger Basis statistische Daten erhoben werden.

    Botschaft des Geschäftsführenden Direktors

    Wir leben in einer Zeit des Wandels in der Weltwirtschaft und im Internationalen Währungsfonds. Die Quellen des globalen Wachstums sind breiter verteilt: Europa, Japan und die Vereinigten Staaten hatten im letzten Jahr eine solide Wirtschaftsleistung zu verzeichnen, die aufstrebenden Volkswirtschaften mit mittlerem Einkommen, darunter China und Indien, leisteten jedoch auch einen wichtigen Beitrag zum Wachstum der Weltwirtschaft. Die Innovation auf den Finanzmärkten hält an und bringt viele Chancen, aber auch einige neue Risiken mit sich. Im Fonds schreitet die Arbeit an den in der mittelfristigen Strategie festgelegten Reformen voran und im Geschäftsjahr 2007 waren bereits die ersten Erfolge festzustellen.

    Einige der wichtigsten Änderungen, die wir im vergangenen Jahr vorgenommen haben, betrafen die Überprüfung der Wirtschaftspolitik, die so genannte Überwachung, die die Kernaufgabe des Fonds darstellt. Die Einführung der multilateralen Konsultationen gibt dem Fonds – und der internationalen Gemeinschaft – ein wichtiges neues Instrument, das eingesetzt werden kann, um Konsens über die Vorgehensweise bei gemeinsamen Problemen zu erzielen. Die erste multilaterale Konsultation konzentrierte sich auf die Frage, wie die globalen Ungleichgewichte so reduziert werden können, dass gleichzeitig starkes globales Wachstum gesichert wird. Fünf Teilnehmer – China, der Euroraum, Japan, Saudi-Arabien und die Vereinigten Staaten – legten ihre Politikpläne in einem gemeinsamen Dokument nieder, das bei unserer Frühjahrstagung an die Minister verteilt wurde, die die 185 Mitglieder des Fonds vertreten. Die teilnehmenden Länder zeigen durch die gemeinsame Vorlage und Erörterung dieser Politikmaßnahmen ihr Engagement für den Multilateralismus. Die Umsetzung dieser Politikpläne wird die globalen Ungleichgewichte abbauen und gleichzeitig einen Beitrag dazu leisten, das Wachstum zu sichern.

    Der Fonds hat außerdem große Fortschritte bei der Vertiefung seiner Arbeit im Bereich der Finanzmärkte und -systeme erzielt. Wir integrieren unsere Arbeit zu Finanzsektorfragen inzwischen besser in unsere Arbeit zu makroökonomischen Fragen. Und durch den Zusammenschluss von zwei IWF-Abteilungen zur neuen Abteilung für Geld- und Kapitalmärkte im Juni 2006 haben wir ein Expertise-zentrum für Finanzmarktfragen geschaffen – ein Bereich, der für die Weltwirtschaft und die IWF-Mitglieder immer wichtiger wird.

    Im Geschäftsjahr 2007 haben wir außerdem die Arbeit an der Reform des rechtlichen Rahmens für die bilaterale Überwachung aufgenommen. Diese Anstrengungen gipfelten Anfang des Geschäftsjahres 2008 in einer Entscheidung des Exekutivdirektoriums für ein neues Überwachungs-Regelwerk. Die neue Entscheidung ist die erste bedeutsame Revision des Überwachungs-Regelwerks seit etwa 30 Jahren und trifft auf die breite Unterstützung unserer Mitglieder. Sie reflektiert die gegenwärtige bestmögliche Praxis bei unserer Arbeit im Bereich der Überwachung von Wechselkurs- und Wirtschaftspolitik der Mitglieder, sie bekräftigt, dass die Überwachung den Schwerpunkt auf das Kernmandat des Fonds – die Förderung der außenwirtschaftlichen Stabilität der Länder – legen sollte, sie aktualisiert die Leitgrundsätze für die Durchführung der Wechselkurspolitik durch die Mitglieder und sie stellt klar, welche Erwartungen an die Überwachung gestellt werden, u.a. in Bezug auf Offenheit und Ausgewogenheit.

    Die Arbeit des Fonds mit den einkommensschwachen Ländern ist nach wie vor sehr intensiv. Im letzten Jahr wurden zehn neue Programme im Rahmen der Armutsbekämpfungs- und Wachstumsfazilität verabschiedet und inzwischen profitieren 24 Länder von Schuldenerleichterung im Rahmen der Multilateralen Entschuldungsinitiative. Wir ergreifen außerdem Maßnahmen, um sicherzustellen, dass wir den Schwerpunkt auf die entscheidenden makroökonomischen und finanziellen Bereiche legen, in denen wir den größten Beitrag zu Stabilität, Wachstum und Armutsbekämpfung in einkommensschwachen Ländern leisten können. Wir werden unsere Partnerschaft mit der Weltbank und anderen Entwicklungsinstitutionen fortsetzen und können uns dabei jetzt auf einen wichtigen Bericht über die Zusammenarbeit zwischen Weltbank und IWF stützen, den ein externer Sachverständigenausschuss unter dem Vorsitz von Pedro Malan erarbeitet hat. Der Bericht des Ausschusses wurde im Februar 2007 vorgelegt und wird uns helfen, die jeweiligen Rollen zu klären und die Zusammenarbeit mit unseren Kollegen in der Weltbank zu verbessern.

    Technische Hilfe und Ausbildung bleiben wichtige Elemente unserer Arbeit, insbesondere in einkommensschwachen Ländern. Im Geschäftsjahr 2007 wurde ein regionales Zentrum für technische Hilfe in Libreville, Gabun, eröffnet, das dritte Zentrum dieser Art in Afrika, und in Pune, Indien, wurde mit dem Gemeinsamen Ausbildungsprogramm von Indien und IWF das siebte regionale Ausbildungszentrum weltweit eröffnet. Gleichzeitig hat die Konsolidierung der Tätigkeiten zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung in der Rechtsabteilung des Fonds diese Abteilung zum größten multilateralen Anbieter von technischer Hilfe in diesem Bereich gemacht.

    Im Januar 2007 erhielten wir den Bericht eines Ausschusses angesehener Persönlichkeiten unter dem Vorsitz von Andrew Crockett. Der Crockett-Bericht wies darauf hin, dass der Fonds ein neues Einkommensmodell benötigt und dass er die Bereitstellung öffentlicher Güter wie Überwachung und technische Hilfe in Zukunft nicht mehr fast ausschließlich durch Kreditvergabe finanzieren sollte. Er empfahl dem Fonds, seine Einkommensbasis zu verbreitern. Die Schaffung einer zuverlässigen Einkommensquelle – verbunden mit einer effektiven Verwaltung der Ausgaben – gibt unseren Mitgliedern die Gewissheit, dass der Fonds auch in Zukunft sein Mandat erfüllen kann, und ermöglicht uns eine zuverlässige Planung für die Umsetzung der beschlossenen Politikmaßnahmen. Auf der Ausgabenseite haben wir bereits gehandelt: Der mittelfristige Haushalt für die Geschäftsjahre 2008–10 sieht eine reale Senkung der Verwaltungskosten des IWF in jedem der nächsten drei Jahre vor. Dies soll erreicht werden durch eine Erhöhung der Effizienz und einen Rückgang oder Abbau von Tätigkeiten mit niedrigerer Priorität. Die Einkommensseite der Gleichung wird eine Hauptpriorität für das Geschäftsjahr 2008 sein.

    Die Jahrestagung im September 2006 fand in Singapur statt. Die Tagung gab all unseren Mitgliedern die Gelegenheit zu sehen, wie weit Asien seit der Krise vor zehn Jahren gekommen ist. Sie konnten außerdem direkt mitverfolgen, wie der Fonds durch den Abschluss der ersten Stufe der Reform von Kapitaleinlagen und Mitspracherechten einen wichtigen Schritt nach vorn tat. Am 18. September 2006 verabschiedete unser Gouverneursrat eine Ad-hoc-Quotenerhöhung für vier Länder, die eindeutig unterrepräsentiert waren – China, Korea, Mexiko und die Türkei –, und beschloss, innerhalb der nächsten zwei Jahre tiefer gehende Reformen durchzuführen. Dies war eine historische Vereinbarung für den Fonds. Im Januar 2007 begann das Exekutivdirektorium die Arbeit an einem Änderungsvorschlag für das IWF-Übereinkommen, der darauf abzielt, die Grundstimmen zu erhöhen und so den Stimmenanteil der Gruppe der einkommensschwachen Länder zu sichern. Und auf seiner Tagung am 14. April 2007 gab uns der Internationale Währungs- und Finanzausschuss (IMFC) Anleitungen zu einer neuen Formel, die weit reichende Änderungen in den Quoten ermöglicht. Der IMFC kam überein, dass die neue Formel einfach und transparent sein sollte und dass sie die relative Position der Mitglieder in der Weltwirtschaft angemessen widerspiegeln sollte. Die Reform sollte außerdem den Anteil dynamischer Volkswirtschaften, deren Gewicht und Bedeutung in der Weltwirtschaft gestiegen ist, erhöhen, was auf viele aufstrebende Volkswirtschaften zutrifft. Wir wollen diese Reformen nach Möglichkeit bis zur Jahrestagung 2007 abschließen, spätestens jedoch bis zur Jahrestagung 2008. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen die Mitglieder Führungsstärke zeigen und Kompromisse eingehen. Wenn wir uns aber auch in Zukunft auf den Geist der multilateralen Kooperation stützen können, der die Tagung von Singapur geprägt hat, dann bin ich zuversichtlich, dass wir unsere Arbeiten zu einem erfolgreichen Abschluss bringen werden.

    Das vergangene Jahr war ein Jahr des Wandels für den Fonds und es werden noch weitere Änderungen folgen. Es gab außerdem Veränderungen im Stab und in der Geschäftsführung des IWF. Anne Krueger, Erste Stellvertretende Geschäftsführende Direktorin von 2001 bis 2006, legte ihr Amt nieder und ihr Nachfolger ist John Lipsky. Agustín Carstens, Stellvertretender Geschäftsführender Direktor von 2003 bis 2006, wurde Finanzminister von Mexiko und sein Nachfolger ist Murilo Portugal. Zu den zukünftigen Änderungen gehört mein eigener Abgang. Ich werde nach der Jahrestagung 2007 mein Amt als Geschäftsführender Direktor niederlegen.

    Es gibt jedoch auch wichtige Elemente von Kontinuität: im Einsatz unserer Mitglieder für den Fonds durch ihre Vertretung in unserem ausgezeichneten Exekutivdirektorium, im engagierten Mitarbeiterstab des Fonds, in der Arbeit der Institution sowie in unserer Vision und unserem Mandat. Ich bin stolz, dass ich einen Beitrag dazu leisten durfte, den Fonds in dieser Zeit des Wandels zu führen und dass ich die Gelegenheit hatte, allen Mitgliedern dieser bedeutenden Institution zu dienen.

    Begleitschreiben an den Gouverneursrat

    3. August 2007

    Sehr geehrter Herr Vorsitzender!

    Gemäß Artikel XII Abschnitt 7 Buchstabe a des Übereinkommens über den Internationalen Währungsfonds und gemäß Abschnitt 10 der Satzung des IWF habe ich die Ehre, dem Gouverneursrat den Jahresbericht des Exekutivdirektoriums für das am 30. April 2007 abgelaufene Geschäftsjahr vorzulegen. Im Einklang mit Abschnitt 20 der Satzung wird der vom Exekutivdirektorium für das am 30. April 2008 ablaufende Geschäftsjahr genehmigte Verwaltungs- und Kapitalhaushalt des IWF in Kapitel 5 vorgelegt. Die geprüften Jahresabschlüsse der Allgemeinen Abteilung, der SZR-Abteilung sowie der vom IWF verwalteten Konten für das am 30. April 2007 abgelaufene Geschäftsjahr werden zusammen mit den diesbezüglichen Berichten der externen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft in Anhang VI präsentiert. Die externe Rechnungsprüfung und das Finanzberichtswesen wurden nach Maßgabe von Abschnitt 20 (c) der IWF-Satzung durch den Externen Rechnungsprüfungsausschuss, bestehend aus Dr. Len Konar (Vorsitzender), Satoshi Itoh und Steve Anderson, überprüft.

    Rodrigo de Rato

    Geschäftsführender Direktor und Vorsitzender des Exekutivdirektoriums

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