Internationaler Währungsfonds : Jahresbericht 2001

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Author(s):
International Monetary Fund
Published Date:
September 2001
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    Ziele des IWF

    (i) die internationale Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Währungspolitik durch eine ständige Einrichtung zu fördern, die als Apparat zur Konsultation und Zusammenarbeit bei internationalen Währungsproblemen zur Verfügung steht;

    (ii) die Ausweitung und ein ausgewogenes Wachstum des Welthandels zu erleichtern und dadurch zur Förderung und Aufrechterhaltung eines hohen Beschäftigungsgrades und Realeinkommens sowie zur Entwicklung des Produktionspotentials aller Mitglieder als oberste Ziele der Wirtschaftspolitik beizutragen;

    (iii) die Stabilität der Währungen zu fördern, geordnete Währungsbeziehungen unter den Mitgliedern aufrechtzuerhalten und Währungsabwertungen aus Wettbewerbsgründen zu vermeiden;

    (iv) bei der Errichtung eines multilateralen Zahlungssystems für die laufenden Geschäfte zwischen den Mitgliedern und bei der Beseitigung von Devisenverkehrsbeschränkungen, die das Wachstum des Welthandels hemmen, mitzuwirken;

    (v) das Vertrauen der Mitglieder dadurch zu stärken, dass ihnen zeitweilig unter angemessenen Sicherungen die allgemeinen Fondsmittel zur Verfügung gestellt werden und ihnen so Gelegenheit gegeben wird, Unausgeglichenheiten in ihrer Zahlungsbilanz zu bereinigen, ohne zu Maßnahmen Zuflucht nehmen zu müssen, die dem nationalen oder internationalen Wohlstand schaden;

    (vi) in Übereinstimmung mit Vorstehendem die Dauer der Ungleichgewichte der internationalen Zahlungsbilanzen der Mitglieder zu verkürzen und den Grad der Ungleichgewichte zu vermindern.

    Der Fonds lässt sich in seiner Geschäftspolitik sowie bei allen Beschlüssen von den in diesem Artikel niedergelegten Zielen leiten.

    Artikel I, Übereinkommen über den IWF.

    ISSN 0250-7528

    ISBN 1-58906-065-2

    Höhepunkte: Fortschritte der IWF-Reformen im Geschäftsjahr 2001

    Im Geschäftsjahr 2001 arbeitete der IWF aktiv am Reformprozess. Der IWF erhöhte seine Offenheit und Transparenz durch die Veröffentlichung zu sätzlicher Informationen und ermutigte in aktiver Weise seine Mitglieder, einen höheren Grad an Transparenz im Hinblick auf ihre wirtschaftliche Entwicklung und ihre Wirtschaftspolitik herzustellen. Er verstärkte seine Überwachungstätigkeit, insbesondere bei der Beurteilung des Finanzsektors und durch Fortschritte bei der Verbreitung international anerkannter Standards und Kodizes für gute Praktiken. Gleichzeitig wurde die Kreditvergabepolitik rationalisiert und auf einen aktuellen Stand gebracht. Der IWF konzentrierte sich ferner wieder stärker auf seine zentralen Zuständigkeitsbereiche - vor allem auf die Förderung der Stabilität des internationalen Finanzsystems als öffentliches Gut – um der Vorbeugung von Finanzkrisen unter den Mitgliedern höhere Priorität einzuräumen. Er straffte außerdem die mit der Kreditvergabe verbundene Konditionalität, um den Schwerpunkt und die Prioritäten der Bedingungen auf Maßnahmen zu legen, die für den Erfolg der IWF-gestützten Programme wesentlich sind.

    Prag, Veranstaltungsort der Jahrestagung im September 2000. Der Schwerpunkt der Tagung lag bei Anstrengungen, die Vorteile der Globalisierung für alle zu sichern und negative Auswirkungen auf ein Minimum zu begrenzen.

    Zur Unterstützung der einkommensschwachen Mitgliedsländer konzentrierte der IWF seine konzessionäre Kreditvergabe auf die Umsetzung der im Jahre 1999 eingeführten erweiterten Strategie zur Armutsbekämpfung. Im April 2001 profitierten 22 hochverschuldete arme Länder von Schuldenerleichterung in einem Umfang von rund 20 Mrd. US-$ (Barwert), die von IWF und Weltbank für hochverschuldete arme Länder (HIPC-Initiative) bereitgestellt wurden.

    In dieser und anderer Weise trug der IWF dazu bei, dass die Globalisierung allen zugute kommt.

    Die Arbeit des IWF wies im Verlauf des Jahres folgende Höhepunkte auf:

    • Die reguläre und konzessionäre Kreditvergabe erhöhte sich im Geschäftsjahr 2001 nach dem starken Rückgang im Vorjahr. Die Auszahlungen des IWF unter den regulären Politiken und Fazilitäten beliefen sich auf 9,5 Mrd. SZR1, gegenüber 6,3 Mrd. SZR im Geschäftsjahr 2000. Unter der konzessionären Fazilität des IWF für arme Länder stiegen die Auszahlungen von 0,5 Mrd. SZR im Geschäftsjahr 2000 auf 0,6 Mrd. SZR.

    • Die insgesamt ausstehenden Kreditforderungen des IWF sanken Ende des Geschäftsjahres 2001 auf 48,6 Mrd. SZR, gegenüber 50,3 Mrd. SZR im Vorjahr. Die erhöhte Kreditvergabe wurde durch ein hohes Maß an Rückzahlungen, einschließlich beträchtliche vorzeitige Rückzahlungen, mehr als ausgeglichen. Am 30. April 2001 verfügte der IWF über 78,7 Mrd. SZR an verwendbaren Quotenmitteln für neue Kreditzusagen, verglichen mit 74,8 Mrd. SZR im Vorjahr. Dieses Volumen entspricht etwa dem Vierfachen des niedrigsten Betrags, der vor der Quotenerhöhung im Jahr 1999 erreicht worden war. Die Liquiditätsquote des IWF lag Ende des Geschäftsjahres bei 168,4 %, eine Steigerung gegenüber 153 % Ende des Geschäftsjahres 2000.

    • Bei der Überwachung der Wirtschaftspolitik der Mitgliedsländer schenkte der IWF solchen Faktoren mehr Aufmerksamkeit, die Länder anfällig für Finanzkrisen machen. Dazu zählen u. a. die Solidität ihres Finanzsektors, die Kapitalbilanz sowie das Management der öffentlichen und externen Verschuldung. Um die eigene Rolle bei der Förderung der Stabilität des internationalen Finanzsystems zu stärken, hat der IWF:

      • die Transparenz der eigenen Geschäftstätigkeit sowie der Wirtschaftspolitik der Mitgliedsländer weiter erhöht - vor allem durch die Zulassung der Veröffentlichung von Länderberichten und anderer Länderdokumente, wenn das betreffende Mitgliedsland dem zustimmt;

      • die Pilotphase des Programms zur Bewertung des Finanzsektors (FSAP) - ein im Mai 1999 aufgelegtes Programm von IWF und Weltbank - abgeschlossen. Es dient dazu, den Finanzsektor der Mitgliedsländer zu stärken. In die Pilotphase des FSAP wurden 12 Länder einbezogen. Im Dezember 2000 und Januar 2001 setzten die Exekutivdirektoren von IWF und Weltbank das Ziel, pro Jahr die Finanzsektoren von etwa 24 Ländern zu beurteilen;

      • eine Verbesserung des analytischen Instrumentariums des IWF zur Beurteilung der externen Anfälligkeit eines Landes für Finanzkrisen eingeleitet. Dazu zählen Arbeiten für Frühwarnsysteme. Der IWF entwickelte ferner ein Regelwerk zur Beurteilung der Angemessenheit von Währungsreserven und gemeinsam mit der Weltbank Richtlinien für das Management von öffentlichen Schulden;

      • eine neue Abteilung Internationale Kapitalmärkte gegründet, um die Kenntnisse des IWF über Finanzmärkte und Finanzströme zu verbessern;

      • eine Beratungsgruppe für Kapitalmarktfragen geschaffen, die als Plattform für den regulären und informellen Dialog mit Vertretern des privaten Finanzsektors dienen soll;

      • die Bewertung von Offshore-Finanzzentren vorangetrieben;

      • in Zusammenarbeit mit der Weltbank seinen Beitrag zu den internationalen Bemühungen zur Bekämpfung der Geldwäsche verstärkt;

      • die Arbeit an international anerkannten Standards und Kodizes für gute Praktiken weitergeführt, um eine Orientierung für die Wirtschaftspolitik der Mitgliedsländer in Bereichen zu bieten, die sich direkt positiv auf die makroökonomische Politik und die Funktionsweise der Finanzmärkte auswirken. Unter Verwendung der Basler Kerngrundsätze bewertete der IWF außerdem die Angemessenheit des Systems der Bankenaufsicht in den Mitgliedsländern;

      • außerdem Fortschritte im Hinblick auf eine bei der Jahrestagung im September 2000 in Prag getroffene Vereinbarung über den Rahmen für die Einbeziehung des Privatsektors in die Krisenprävention und -bewältigung erzielt. Zudem sind die Arbeiten an zwei Elementen vorangekommen, die die Entwicklung dieses Rahmens beeinflussen: die Umstrukturierung von internationalen Staatsanleihen und Lösungen für Schuldenprobleme im Unternehmenssektor.

    Der Geschäftsführende Direktor des IWF, Horst Köhler, grüßt Schulkinder zu Beginn eines gemeinsamen Afrika-Besuchs mit Weltbank-Präsident James Wolfensohn im Februar 2001.

    Reguläre und konzessionäre Kreditvergabe

    (Milliarden SZR, pro Geschäftsjahr)

    Insgesamt ausstehende IWF-Kredite

    (Milliarden SZR, am Ende des Geschäftsjahres)

    Liquiditätsquote des IWF

    (Prozent, am Ende des Geschäftsjahres)
    • Der IWF unternahm im Geschäftsjahr 2001 Schritte zur Aktualisierung der Kreditvergabepolitik und zur Erörterung der wirtschaftspolitischen Konditionalität. Dazu zählen:

      • eine Umstrukturierung der regulären Kreditfazilitäten, um die Maßnahmen der Mitgliedsländer zur Krisenlösung wirksamer zu unterstützen, um Krisen, die durch Ansteckungseffekte entstehen, vorzubeugen und um eine effizientere Verwendung der Finanzmittel des IWF sicherzustellen. Beispielsweise wurden die Bedingungen für die Vorbeugenden Kreditlinien für potentielle Nutzer attraktiver gestaltet, und es wurden Schritte zur Anregung einer effizienteren Verwendung von IWF Mitteln unternommen. Es wurden ferner Änderungen eingeführt, um Anreize für eine frühzeitige Umsetzung einer soliden Wirtschaftspolitik und gegen eine übermäßig lange und hohe Inanspruchnahme der IWF-Finanzmittel zu geben;

      • der Beginn eines Prozesses zur Straffung der wirtschaftspolitischen Konditionalität, um deren Wirksamkeit zu erhöhen und eine stärkere Identifizierung eines Landes mit dem IWF-unterstützten Anpassungsprogramm zu ermöglichen. Dabei wird gleichzeitig sichergestellt, dass die zentralen Ziele dieser Programme weiterhin verfolgt werden und dass der revolvierende Charakter der IWF Finanzmittel erhalten bleibt. Die Arbeiten zur Straffung werden in den nächsten Monaten fortgesetzt, wobei Anmerkungen der Öffentlichkeit und von externen Experten sowie von Mitgliedsländern berücksichtigt werden;

      • die Klarstellung der eigenen Rolle bei der Förderung guter Regierungsführung in Mitgliedsländern durch die Hervorhebung der Bedeutung der guten Regierungsführung für eine solide Wirtschaftspolitik sowie der Rolle des IWF in diesem Bereich. Außerdem wurde betont, dass sich die Beteiligung des IWF auf die Aspekte der Regierungsführung beschränken sollte, die erhebliche gesamtwirtschaftliche Auswirkungen haben können.

    Ein Dozent im IWF-Institut in Washington. Technische Hilfe und Ausbildung nehmen einen immer wichtigeren Teil der IWF-Arbeit ein. Der IWF hat Richtlinien erlassen um sicherzustellen, dass die technische Hilfe besser auf seine Hauptprioritäten abgestimmt wird.

    Technische Hilfe nach Funktion, 2001

    (Prozent der Gesomtressourcen in Arbeitsjahren)

    Reduzierung des Schuldenstandes für 22 HIPC-Länder1

    (Barwert der Schulden in Milliarden US-$ - am Entscheidungspunkt)

    1 Länder, die ihren Entscheidungspunkt bis zum 30, April 2001 erreicht haben, mit Ausnahme des Tschads, der seinen Entscheidungspunkt im Mai 2001 erreicht hat.

    • Der IWF spielte weiterhin eine wichtige Rolle bei der Armutsbekämpfung. Dazu zählten die Reduzierung der Schuldenlast von hochverschuldeten armen Ländern und die stärkere Ausrichtung der konzessionären Kreditvergabe auf das Ziel der Armutsbekämpfung. Bis April 2001 hatten 22 hochverschuldete arme Länder (HIPCs) den „Entscheidungszeitpunkt” im Rahmen der Initiative erreicht. Damit können sie im Laufe der Zeit von Schuldenerleichterung in Höhe eines Barwerts von rund 20 Mrd. US-$ profitieren. Alle 22 Länder erhielten ferner von einigen Gläubigern vorläufige Schuldenerleichterungen. Ein Land, Uganda, hat den „Abschlusszeitpunkt”, zu dem die Schuldenerleichterungen ohne Bedingungen gewährt werden, im Rahmen der erweiterten HIPC-Initiative erreicht, und es wird erwartet, dass verschiedene andere Länder diesen Zeitpunkt bis Ende 2001 erreichen werden.

    • In Verbindung mit herkömmlicher Schuldenerleichterung und Zusagen für weitere bilaterale Schuldenerleichterungen wird die Auslandsverschuldung der 22 Länder, die Schuldenerleichterungen erhalten, um fast zwei Drittel ihres Barwerts verringert - um 33 Mrd. US-$. Dadurch wird die Verschuldung dieser Länder auf ein Niveau fallen, das unter dem Durchschnitt aller Entwicklungsländer liegt. Die realen Einsparungen beim Schuldendienst dieser Länder sind ebenfalls beträchtlich - rund 1,1 Mrd. US-$ jährlich - und die Schuldendienstzahlungen als Anteil an den Exporten, am BIP und an den Staatseinnahmen werden drastisch zurückgehen. Das Exekutivdirektorium war sich darin einig, dass die Empfängerländer dadurch eine gute Ausgangsbasis schaffen, um auf lange Sicht eine tragfähige Schuldenlast zu gewährleisten. Dazu seien aber auch eine fortgesetzte solide makroökonomische Steuerung und Strukturreformen dieser Länder sowie ein angemessener Zufluss von konzessionären Finanzmitteln aus dem Ausland und ein besserer Zugang zu den Märkten der fortgeschrittenen Volkswirtschaften erforderlich.

    • Gute Fortschritte wurden im Geschäftsjahr 2001 bei der Formulierung und Umsetzung der Strategiedokumente zur Armutsbekämpfung (PRSP) erzielt, wenngleich noch Herausforderungen bestehen. Die meisten PRSPs, die im Kalenderjahr 2000 erstellt wurden, waren „vorläufige” PRSPs, von denen viele den Exekutivdirektorien von IWF und Weltbank im Zusammenhang mit den Dokumenten vorgelegt wurden, die zum Entscheidungszeitpunkt im Rahmen der erweiterten HIPC-Initiative diskutiert wurden. Am 30. April 2001 hatten die Exekutivdirektoren 32 vorläufige PRSPs erörtert. Die meisten davon waren von afrikanischen Ländern erstellt worden. Zu den Schwierigkeiten der Länder bei der Erstellung der endgültigen PRSPs zählen unzureichende Armutsdaten und begrenzte institutionelle und analytische Kapazitäten sowohl bei den Behörden als auch bei der Zivilgesellschaft sowie die Notwendigkeit sicherzustellen, dass eine breite Beteiligung nicht die Verantwortlichkeit der nationalen Parlamente und die bestehenden demokratische Prozesse untergräbt.

    • Im Verlauf des Geschäftsjahres 2001 hat der IWF wieder erhebliche technische Hilfen für die Mitgliedsländer bereitgestellt. Dabei wurden rund drei Viertel der Unterstützung für Länder mit einem geringen oder einem niedrigen mittlerem Einkommen erbracht. Bei der Jahrestagung im September 2000 in Prag stimmte der Internationale Währungs- und Finanzausschuss zu, dass die technische Hilfe eine große Rolle zur Unterstützung der Arbeit des IWF spielen sollte. Dies gelte für die Krisenprävention und -bewältigung, die Schaffung von Kapazitäten in einkommensschwachen Ländern sowie für die Wiederherstellung der gesamtwirtschaftlichen Stabilität in Ländern nach einer Krise. Das Exekutivdirektorium erarbeitete neue Richtlinien für die Planung und Bereitstellung von technischer Hilfe im Geschäftsjahr 2002, um eine wirksamere Prioritätensetzung bei Anträgen und bei der Bereitstellung von Dienstleistungen zu erreichen.

    • Im Geschäftsjahr 2001 billigte das Exekutivdirektorium eine Neuklassifizierung der Beschäftigungsbedingungen für 217 Planstellen, die Umwandlung von vorübergehenden Beschäftigungsverhältnissen in reguläre Stellen sowie vereinfachte und konsolidierte Fremdvergabe-Vereinbarungen. Der IWF verabschiedete außerdem verschiedene Initiativen zur Verringerung des Stresses seiner Mitarbeiter, und er beschloss und veröffentlichte Richtlinien für ethische Standards für den Mitarbeiterstab und das Exekutivdirektorium.

    • Zur weiteren Stärkung der Transparenz und Rechenschaftspflicht seiner Aktivitäten errichtete der IWF im Geschäftsjahr 2001 ferner ein unabhängiges Bewertungsbüro, um objektive Überprüfungen und Bewertungen der Geschäftstätigkeit vorzunehmen. Das Büro wird die Überprüfungs- und Bewertungsarbeit innerhalb des IWF erweitern und dürfte die Fähigkeit des IWF verbessern, Lehren aus den Erfahrungen der Vergangenheit zu ziehen und Verbesserungen schneller in seine Arbeit zu integrieren.

    • Kurz nach Ablauf des Geschäftsjahrs, am 8. Mai 2001, gab der Erste Stellvertretende Geschäftsführende Direktor Stanley Fischer seine Absicht bekannt, den IWF zu einem späteren Zeitpunkt im Jahr 2001 zu verlassen. Des Weiteren kündigte der Geschäftsführende Direktor an, dass Michael Mussa, Chefberater in volkswirtschaftlichen Fragen und Direktor der Forschungsabteilung, sowie Jack Boorman, Berater und Direktor der Abteilung Entwicklung und Überprüfung der Wirtschaftspolitik, ihr Amt niederliegen werden. Am 7. Juni 2001 gab der Geschäftsführende Direktor die Ernennung von Anne Krueger als Nachfolgerin von Herrn Fischer bekannt. Er kündigte ferner seine Absicht an, Gerd Häusler als Berater und Direktor der neuen Abteilung Internationale Kapitalmärkte, Kenneth S. Rogoff als Chefberater in volkswirtschaftlichen Fragen und Direktor der Forschungsabteilung des IWF als Nachfolger von Herrn Mussa sowie Timothy Geithner als Direktor der Abteilung Entwicklung und Überprüfung der Wirtschaftspolitik als Nachfolger von Herrn Boorman zu ernennen.

    Studierende besuchen eine Ausstellung im IWF-Zentrum in Washington. Das Zentrum, Teil umfassender Bemühungen, den IWF transparenter und leichter zugänglich zu machen, wurde im November 2000 eröffnet.

    Unterstützung im Rahmen der HIPC-Initiative

    (Millionen SZR)

    Zusagen im Rahmen der PRGF1

    (Millionen SZR, pro Geschäftsjahr)

    1 Armutsbekämpfungs- und Wochstumsfazilitat; bis November 1999 unter dem Namen Erweiterte Strukturanpossungsfazilität bekannt.

    Geschäftsführender Direktor und Stellvertretende Geschäftsführende Direktoren

    Stand vom 30. April 2001

    Erster Stellvertretender Geschäftsführender Direktor Stanley Fischer

    Stellvertretender Geschäftsführender Direktor Eduardo Aninat

    Geschäftsführender Direktor Horst Köhler

    Stellvertretender Geschäftsführender Direktor Shigemitsu Sugisaki

    Botschaft des Geschäftsführenden Direktors

    Bei unserer Jahrestagung im September 2000 in Prag - meiner ersten Jahrestagung als Geschäftsführender Direktor - hatte ich die Gelegenheit, meine Vision von der zukünftigen Rolle des IWF zu skizzieren. Es handelt sich um eine Vision, in der der IWF eine aktive Rolle dabei spielt, die Vorteile der Globalisierung für alle zu sichern, den Ländern dabei zu helfen, die Chancen der Weltwirtschaft zu nutzen und Lösungen für die Begrenzung der Risiken zu finden. Ich stelle mir außerdem einen IWF vor, bei dem die Arbeiten wieder auf Zuständigkeitsbereiche konzentriert werden, die den Kern seines Mandats bilden. Unsere 183 Mitgliedsländer haben diese Vision in Prag entschieden unterstützt, wonach der IWF

    • sich für die Förderung eines dauerhaften nichtinflationären Wachstum zum Vorteil aller Menschen der Erde einsetzt;

    • das Kompetenzzentrum für die Stabilität des internationalen Finanzsystems bildet;

    • sich auf seine Kernzuständigkeiten im makroökonomischen und finanziellen Bereich konzentriert und mit anderen Institutionen in komplementärer Weise zusammenarbeitet, um die globalen öffentlichen Güter zu sichern;

    • eine offene Institution ist, die aus Erfahrung und Dialog lernt und sich an veränderte Umstände anpasst.

    Unsere Mitgliedsländer sind sich bewusst, dass die Globalisierung eine Antwort der Politik erfordert, die auf internationaler Zusammenarbeit basiert. Der IWF befindet sich in einer einzigartigen Position, um bei der Organisation dieser Zusammenarbeit in Kooperation mit anderen Institutionen, die komplementäre Verantwortlichkeiten haben, einen Beitrag zu leisten.

    Unsere Mitglieder wollen einen starken IWF, aber auch einen reformierten IWF, der sich in erster Linie auf Folgendes konzentriert: die Förderung der makroökonomischen und finanziellen Stabilität in den Mitgliedsländern; die Unterstützung seiner Mitglieder beim Aufbau solider Finanzsektoren, um sie vor Anfälligkeit zu schützen und Finanzmittel für produktive Investitionen zu mobilisieren; sowie die Sicherung der Stabilität und Integrität des internationalen Finanzsystems als globales öffentliches Gut. Durch eine Fokussierung auf diese Kernbereiche seiner Verantwortlichkeit kann der IWF einen optimalen Beitrag zu dauerhaftem Wachstum und Armutsbekämpfung in seinen Mitgliedsländern leisten.

    Der IWF machte im Geschäftsjahr 2001 deutliche Reformfortschritte, wie in diesem Jahresbericht dargelegt wird. Seine Fähigkeiten im Bereich der Krisenprävention wurden verstärkt durch weitere Schritte zur Erhöhung der Transparenz des IWF und seiner Mitgliedsländer; durch weitere Fortschritte bei der Umsetzung von international anerkannten Standards und Kodizes; sowie durch den Abschluss der Pilotphase des Programms zur Bewertung des Finanzsektors (FSAP) - ein gemeinsames Vorhaben von uns und der Weltbank, um die Stärken und Schwächen in den Finanzsektoren der Mitgliedsländer festzustellen. Das FSAP sowie die neu eingeführten Überprüfungen der Offshore-Finanzplätze durch den IWF und unser Beitrag zu den internationalen Anstrengungen zur Bekämpfung der Geldwäsche bilden einen umfassenden Ansatz zur Stärkung der Finanzsysteme in den Mitgliedsländern und damit der Solidität des internationalen Finanzsystems als Ganzes. Unsere Reformen der Kreditfazilitäten des IWF werden außerdem zur Krisenprävention beitragen und unsere Fähigkeit verbessern, einen Beitrag zur Lösung von Krisen zu leisten, wenn sie auftreten. Wir haben Schritte unternommen, die wirtschaftspolitische Konditionalität des IWF zu straffen, ihre Effektivität zu stärken und die Reformbereitschaft der Länder zu fördern. In Partnerschaft mit der Weltbank haben wir unsere Unterstützung an die einkommensschwachen Mitgliedsländer erhöht und beträchtliche Fortschritte bei der erweiterten Initiative zur Erleichterung der Schuldenbelastung von hochverschuldeten armen Ländern erzielt.

    Wir beabsichtigen, auf der Grundlage der bisherigen Fortschritte im kommenden Jahr noch größere Anstrengungen zu unternehmen, um die Krisenprävention und Finanzmarktfragen in das Zentrum der IWF-Aktivitäten zu rücken. Dabei ist wesentlich, dass wir unsere Fähigkeit stärken, entstehende Probleme aufzudecken und frühzeitige und vorbeugende politische Maßnahmen in den Mitgliedsländern herbeizuführen. Wir werden deshalb daran arbeiten, ein IWF-Frühwarnsystem zu entwickeln und die Finanzmarktkenntnisse des IWF zu verbessern - dazu gehört auch die Gründung der neuen Abteilung Internationale Kapitalmärkte. Allgemein gilt, dass der IWF entschlossen ist, seine Geschäftspolitik und Geschäftstätigkeit ständig anzupassen, damit er sein Mandat in einer sich ständig verändernden und zunehmend integrierten Weltwirtschaft erfüllen kann.

    Exekutivdirektorium

    Stand vom 30, April 2001

    Vereinigte Staaten

    (Vakant)*

    Meg Lundsager

    (Stellvertreter)

    Japan

    Yukio Yoshimura

    Horuyuki Toyama

    Deutschland

    Bernd Esdar

    Wolf-Dieter Donecker

    Armenien, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Georgien, Israel, Kroatien, e.j.R. Mazedonien, Moldau, Niederlande, Rumänien, Ukraine, Zypern

    J. de Beaufort Wijnholds

    Yuriy G. Yakusha

    Costa Rica, El Salvador, Guatemala, Honduras, Mexiko, Nicaragua, Spanien, B.R. Venezuela

    Hernán Oyarzábal

    Fernando Varela

    Albanien, Griechenland, Italien, Malta, Portugal, San Marino

    Riccardo Faini

    Harilaos Vittas

    Saudi-Arabien

    Sulaiman M. Al-Turki

    Ahmed Saleh Alosoimi

    Angola, Äthiopien, Botsuana, Burundi, Eritrea, Gambia, Kenia, Lesotho, Liberia, Malawi, Mosambik, Namibia, Nigeria, Sambia, Sierra Leone, Simbabwe, Sudan, Südafrika, Swaziland, Tansania, Uganda

    Cyrus D.R. Rustomjee

    Ismaila Usman

    Brunei Darussalam, Fidschi, Indonesien, Kambodscha, Demokr. Volksrepublik Laos, Malaysia, Myanmar, Nepal, Singapur, Thailand, Tonga, Vietnam

    Dono Iskandar Djojosubroto

    Kwok Mun Low

    Aserbaidschan, Kirgisische Republik, Polen, Schweiz, Tadschikistan, Turkmenistan, Usbekistan

    Roberto F. Cippa

    Wieslaw Szczuka

    Brasilien, Dominikanische Republik, Ecuador, Guyana, Haiti, Kolumbien, Panama, Suriname, Trinidad und Tobago

    Murilo Portugal

    Roberto Junguito

    Bangladesch, Bhutan, Indien, Sri Lanka

    Vijay L. Kelkar

    R.A. Jayatissa

    Frankreich

    Jean-Claude Milleron

    Gilles Bauche

    Vereinigtes Königreich

    Stephen Pickford

    Stephen P. Collins

    Belarus, Belgien, Kasachstan, Luxemburg, Österreich, Slowakische Republik, Slowenien, Tschechische Republik, Türkei, Ungarn

    Willy Kiekens

    Johann Prader

    Antigua und Barbuda, Bahamas, Barbados, Belize, Dominica, Grenada, Irland, Jamaika, Kanada, St. Kitts und Nevis, St. Lucio, St. Vincent und die Grenadinen

    Thomas A. Bernes

    Peter Charleton

    Dänemark, Estland, Finnland, Island, Lettland, Litauen, Norwegen, Schweden

    Olli-Pekka Lehmussaari

    Ake Törnqvist

    Australien, Kiribati, Korea, Marshallinseln, Föderierte Staaten von Mikronesien, Mongolei, Neuseeland, Palau, Papua-Neuguinea, Philippinen, Samoa, Seychellen, Salomonen, Vanuatu

    Michael J. Callaghan

    Diwa Guinigundo

    Ägypten, Bahrain, Irak, Jemen, Jordanien, Katar, Kuwait, Libanon, Libyen, Malediven, Oman, Arabische Republik Syrien, Vereinigte Arabische Emirate

    A. Shakour Shaalan

    Abdelrazaq Faris Al-Faris

    China

    WEI Benhua

    JIN Qi

    Russland

    Aleksei V. Mozhin

    Andrei Lushin

    Algerien, Ghana, Islamische Republik Iran, Marokko, Pakistan, Tunesien

    Abbas Mirakhor

    Mohammed Daïri

    Argentinien, Bolivien, Chile, Paraguay, Peru, Uruguay

    A. Guillermo Zoccali

    Guillermo Le Fort

    Äquatorialguinea, Benin, Burkina Faso, Côte d’Ivoire, Dschibuti, Gabun, Guinea, Guinea-Bissau, Kamerun, Kap Verde, Komoren, Republik Kongo, Madagaskar, Mali, Mauretanien, Mauritius, Niger, Ruanda, São Tomé und Principe, Senegal, Togo, Tschad, Zentralafrikanische Republik

    Alexandre Barro Chambrier

    Damian Ondo Mane

    Hinweis: Die Namen der Stellvertretenden Exekutivdirektoren sind kursiv gedruckt.

    * Karin Lissakers hat mit Wirkung vom 15. April 2001 ihr Amt als Exekutivdirektor für die Vereinigten Staaten niedergelegt.

    Leitendes Personal

    Stand vom 30. April 2001

    Michael Mussa

    Chefberater in volkswirtschaftlichen Fragen

    G.E. Gondwe

    Direktor, Abteilung Afrika

    Yusuke Horiguchi

    Direktor, Abteilung Asien und Pazifik

    Michael C. Deppler

    Direktor, Abteilung Europa I

    John Odling-Smee

    Direktor, Abteilung Europa II

    Thomas C. Dawson II

    Direktor, Abteilung Öffentlichkeitsarbeit

    Teresa M. Ter-Minassian

    Direktor, Abteilung Fiskalpolitik

    Margaret R. Kelly

    Direktor, Abteilung Humanressourcen

    Mohsin S. Khan

    Direktor, IWF-Institut

    François P. Gianviti

    Direktor, Abteilung Recht

    Paul Chabrier

    Direktor, Abteilung Naher Osten

    Stefan Ingves

    Direktor, Abteilung Geld- und Wechselkurspolitik

    Jack Boorman

    Direktor, Abteilung Entwicklung und Überprüfung der Wirtschaftspolitik

    Michael Mussa

    Direktor, Abteilung Forschung

    Shailendra Anjaria

    Sekretär, Abteilung Sektretariat

    Carol S. Carson

    Direktor, Abteilung Statistik

    Brian C. Stuart

    Direktor, Abteilung Technologie und Allgemeine Dienste

    Eduard Brau

    Direktor, Abteilung Finanzen

    Claudio M. Loser

    Direktor, Abteilung Westliche Hemisphäre

    Ernst-Albrecht Conrad

    Direktor, Büro Haushalt und Planung

    Rafael Muñoz

    Direktor, Büro Interne Revision und Inspektion

    Kunio Saito

    Direktor, Regionalbüro Asien und Pazifik

    Flemming Larsen

    Direktor, Europa-Büro (Paris)

    Grant B. Taplin

    Amtierender Direktor und Sonderbeauftragter für Handelsangelegenheiten, Büro in Genf

    Reinhard Munzberg

    Direktor und Sonderbeauftragter bei den Vereinten Nationen, UN-Büro

    David M. Cheney

    Leiter, Referat Redaktion und Verlag

    Begleitschreiben an den Gouverneursrat

    22. August 2001

    Sehr geehrter Herr Vorsitzender!

    Gemäß Artikel XII Abschnitt 7 Buchstabe a des Übereinkommens über den Internationalen Währungsfonds und gemäß Abschnitt 10 der Satzung des IWF habe ich die Ehre, dem Gouverneursrat den Jahresbericht des Exekutivdirektoriums für das am 30. April 2001 abgelaufene Geschäftsjahr vorzulegen. Im Einklang mit Abschnitt 20 der Satzung wird der vom Exekutivdirektorium für das am 30. April 2002 ablaufende Geschäftsjahr genehmigte Verwaltungs- und Kapitalhaushalt des IWF in Kapitel 8 vorgelegt. Die geprüften Jahresabschlüsse für das am 30. April 2001 abgelaufene Geschäftsjahr der Allgemeinen Abteilung, der SZR-Abteilung sowie der vom IWF verwalteten Konten werden zusammen mit den diesbezüglichen Berichten der externen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft in Anhang IX präsentiert.

    Mit vorzüglicher Hochachtung

    Horst Köhler

    Vorsitzender

    des Exekutivdirektoriums

    Gouverneursrat, Exekutivdirektorium, Internationaler Währungs- und Finanzausschuss und Entwicklungsausschuss

    Der Gouverneursrat ist das höchste Entscheidungsorgan des IWF und setzt sich zusammen aus jeweils einem Gouverneur und einem Stellvertretenden Gouverneur für jedes Mitgliedsland. Der Gouverneur wird von dem Mitgliedsland ernannt und ist gewöhnlich der Finanzminister oder der Gouverneur der Zentralbank. Alle Befugnisse des IWF liegen beim Gouverneursrat. Der Gouverneursrat kann diese bis auf einige nicht delegierbare Rechte dem Exekutivdirektorium übertragen. Der Gouverneursrat tritt normalerweise einmal im Jahr zusammen.

    Das Exekutivdirektorium (das Direktorium) ist verantwortlich für die Führung der täglichen Geschäfte des IWF. Es setzt sich zusammen aus 24 Direktoren, die von den einzelnen Mitgliedsländern ernannt oder von Gruppen von Mitgliedsländern gewählt werden, und dem Geschäftsführenden Direktor, der den Vorsitz innehat. Das Direktorium tritt in der Regel mehrmals wöchentlich zusammen und führt seine Arbeiten im Wesentlichen auf der Basis von Unterlagen durch, die von der Leitung des IWF oder vom Mitarbeiterstab vorbereitet wurden. Im Geschäftsjahr 2001 widmete das Direktorium mehr als die Hälfte seiner Zeit Länderfragen (regelmäßigen Länderkonsultationen sowie Überprüfungen und Genehmigungen von Kreditvereinbarungen) und den größten Teil der verbleibenden Zeit der globalen Überwachung und wirtschaftspolitischen Themen (wie den weltwirtschaftlichen Aussichten, den Entwicklungen an den internationalen Kapitalmärkten, den Finanzmitteln des IWF, der Architektur des internationalen Währungs- und Finanzsystems und der Rolle des IWF, der Schuldenlage der hochverschuldeten Länder sowie Fragen im Zusammenhang mit den Fazilitäten des IWF und der Gestaltung von Anpassungsprogrammen).

    Der Internationale Währungs- und Finanzausschuss des Gouverneursrates (früher der Interimsausschuss für das Internationale Währungssystem) ist ein beratendes Organ, das sich aus 24 Gouverneuren des IWF, Ministern oder anderen Amtsträgern vergleichbaren Ranges zusammensetzt, die die gleichen Länder bzw. Ländergruppen repräsentieren, die auch im Exekutivdirektorium vertreten sind. Der Internationale Währungs- und Finanzausschuss tritt in der Regel zweimal im Jahr zusammen, im April oder Mai und zur Zeit der Jahresversammlung des Gouverneursrates im September oder Oktober. Zu seinen Zuständigkeiten gehört es, dem Exekutivdirektorium Anleitung von ministerieller Ebene zu geben und den Gouverneursrat über Fragen im Zusammenhang mit dem Management und der Anpassung des internationalen Währungs- und Finanzsystems, einschließlich plötzlicher Störungen, die eine Bedrohung für das internationale Währungssystem darstellen könnten, sowie über Vorschläge zur Änderung des IWF-Übereinkommens zu unterrichten und zu beraten.

    Der Entwicklungsausschuss (der Gemeinsame Ministerausschuss der Gouverneursräte von Weltbank und IWF für den Transfer realer Ressourcen an Entwicklungsländer) setzt sich zusammen aus 24 Mitgliedern - Finanzminister oder andere Amtsträger vergleichbaren Ranges - und tagt in der Regel am Tag nach der Sitzung des Internationalen Währungs- und Finanzausschusses. Er unterrichtet und berät die Gouverneursräte der Weltbank und des IWF über alle Aspekte des Transfers realer Ressourcen an Entwicklungsländer.

    Inhalt

    Anmerkung: Um die Herausgabe der deutschen Fassung dieses Berichtes zu beschleunigen, erscheint der Anhang im englischen Originaldruck. Alle Verweise auf Textstellen oder Tabellen im Anhang beziehen sich auf englische Seitenzahlen.

    Anmerkung

    Anmerkung an den Leser

    Dieser Jahresbericht des Exekutivdirektoriums des IWF informiert über die Tätigkeiten des Direktoriums während des Geschäftsjahres vom 1. Mai 2000 bis zum 30. April 2001. Der größte Teil des Berichts besteht aus Zusammenfassungen von Direktoriumsaussprachen über die gesamten Zuständigkeits- und Verantwortungsbereiche des IWF. Die Aussprachen stützen sich auf Studien, die vom Mitarbeiterstab erstellt worden sind. Eine solche IWF-Studie enthält typischerweise Daten oder analytisches Hintergrundmaterial über verschiedene Aspekte der erörterten Fragen. Sie kann auch Vorschläge der IWF-Geschäftsleitung präsentieren, wie das Direktorium und die Institution in einer Frage vorgehen sollten. Eine Stabsstudie gibt zwar die Positionen von Stab und Geschäftsleitung wieder, entspricht aber nicht notwendigerweise der Position des IWF in dieser Frage. Das Direktorium kann der Analyse oder den Vorschlägen zustimmen oder nicht zustimmen. Die Position des IWF ist vielmehr mit derjenigen des Direktoriums gleichzusetzen, wie sie sich in entsprechenden Entscheidungen widerspiegelt oder in zusammenfassenden Erklärungen zum Ausdruck kommt (üblicherweise im IWF als die „Zusammenfassung” (summing up) bezeichnet).

    Viele in diesem Bericht erörterte Dokumente können auch in der IWF-Website (www.imf.org) eingesehen werden und sind außerdem bei der IWF-Dienststelle für Veröffentlichungen im Druckformat erhältlich.

    Die Rechnungseinheit des IWF ist das SZR; die Umrechnungen von Finanzdaten des IWF in US-Dollar stellen nur Näherungswerte dar und dienen der Vereinfachung. Am 30. April 2001 war der SZR/US-Dollar-Wechselkurs 1 $ = 0,7900204 SZR, und der US-Dollar/SZR-Wechselkurs war 1 SZR = 1,26579 $. Die Kurse des Vorjahres (30. April 2000) waren: 1 $ = 0,758030 SZR und 1 SZR = 1,31921 $. (Alle Dollarangaben in diesem Bericht beziehen sich auf US-$, falls nicht anders angegeben.)

    In diesem Bericht werden die folgenden Symbole verwendet:

    … bedeutet, dass keine Angaben vorliegen;

    — bedeutet, dass die Zahl gleich null oder weniger als die Hälfte der letzten angegebenen Stelle ist oder dass es den Posten nicht gibt;

    – zwischen Jahreszahlen oder Monaten (zum Beispiel 2000-2001 oder Januar-Juni) bezeichnet die in einem Zeitraum enthaltenen Jahre oder Monate, einschließlich des ersten und letzten Jahres bzw. Monats;

    / zwischen Jahreszahlen oder Monaten (zum Beispiel 2000/01) wird verwendet, um ein Fiskal- oder Geschäftsjahr anzugeben.

    In der englischen Fassung bedeutet „billion” tausend Millionen und „trillion” tausend Milliarden.

    Kleinere Abweichungen zwischen den zugrunde liegenden Zahlen und den daraus gebildeten Summen gehen auf das Runden der Zahlen zurück.

    Der in diesem Bericht verwendete Begriff „Land” bezieht sich nicht in allen Fällen auf ein nach internationalem Recht und Brauch als Staat definiertes Hoheitsgebiet. Der Begriff wird hier auch für einige Hoheitsgebiete benutzt, die keine Staaten sind, für die aber auf getrennter und unabhängiger Basis statistische Daten erhoben werden.

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